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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Stummer Schrei
Eingestellt am 16. 06. 2003 09:51


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schneefee
Festzeitungsschreiber
Registriert: May 2003

Werke: 4
Kommentare: 2
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Sie kam ohne Anzuklopfen herein. Er hatte schon immer eine Vorliebe fĂŒr helle RĂ€ume gehabt, mit karger Einrichtung und spartanischer Architektur. Als Sie den Raum betrat, schaute er in ihre Richtung. Sie fĂŒhlte sich ruhig in stĂŒrmischer See.

“Du hast mich betrogen. Dieses Flittchen, war es das wert ?
Ein paar schöne Stunden und dann so viel Ärger.
Sie war nicht die Einzige, nicht wahr ? Leugne es nicht ab, ich weiß das. Meine Freundinnen nennen Dich den Zauberstab und amĂŒsieren sich köstlich darĂŒber, dass ich so lange stillgehalten habe.“

Er regte sich nicht und blickte sie mit großen Augen an.

“Du bist ein mieses Schwein, das Frauen immer nur benutzt hat. Du kotzt mich an.
Deine SelbstgefĂ€lligkeit und Dein Machogehabe und Deine abartigen SexgelĂŒste. Ich weiß nicht, warum Du so bist. Du hast alles, was gut war, kaputt gemacht. Sag’ doch was ! “

Er schwieg.

“Ich bin nur bei Dir geblieben wegen der vermeintlich heilen Welt fĂŒr unseren Sohn wegen Deines Geldes. Miese GeschĂ€fte hast Du gemacht und viel verdient. SaumĂ€ĂŸig viel. Wenigstens hast Du nicht nur mich, sondern auch Deine GeschĂ€ftspartner betrogen. Zumindest darin warst Du konsequent. Jetzt, wo alles klar ist zwischen uns, werde ich sehen, dass ich so viel wie möglich von dem Geld bekomme, das Du zusammenbetrogen hast. Ich werde dafĂŒr sorgen, dass Du Dein Lieblingsauto, das Dir immer mehr wert war als Deine Familie, verlieren wirst. Allein das geht mir 'runter wie Öl.“

Seine Augen zeigten ein kleines, gefÀhrliches Flimmern.

Sie hĂ€tte ihm noch eine ganze Menge sagen können, doch sie wusste, dass ihr sicherlich noch viele Gelegenheiten blieben, ihm den Spiegel vor das Gesicht zu halten. Man verschießt das Pulver nicht zur GĂ€nze beim ersten Mal, dachte sie.

Die TĂŒr öffnete sich. Ihr Sohn steckte den Kopf zur TĂŒr herein.
“Mum, die Besuchszeiten sind vorbei.“

Sie lĂ€chelte Ihren Mann zuckersĂŒĂŸ an und wisperte ihm ins Ohr:“Ich komme bald wieder mein Schatz. Ich werde Dich sehr oft besuchen. Ich werde dafĂŒr Sorgen das Du das bekommst, was Du verdient hast.“

GestÀrkt ging sie aus dem Zimmer und dachte, dass so ein Wachkoma doch eine feine Sache sei...
__________________
Gehört unser Körper auch der Hölle, hat der Geist doch FlĂŒgel fĂŒr den Himmel

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Gabriel
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Schneefee!

Die Idee zu der Geschichte ist gut, aber sie ist noch ein wenig holprig.
Ich habe dir ein paar Anmerkungen dazugeschrieben. Vielleicht kannst du etwas damit anfangen.

Gruß, Gabriel

Sie kam ohne Anzuklopfen herein. Er hatte schon immer eine Vorliebe fĂŒr helle RĂ€ume gehabt, mit karger Einrichtung und spartanischer Architektur. Das ist inhaltlich nicht ganz korrekt. Die Einrichtung kann spartanisch (einfach) sein, aber nicht die Architektur. Als Sie den Raum betrat, schaute er in ihre Richtung. Ich kenne mich mit Wachkoma nicht so gut aus. Kann man in diesem Zustand den Blick irgendwohin richten? Sie fĂŒhlte sich ruhig in stĂŒrmischer See.

“Du hast mich betrogen. Dieses Flittchen, war es das wert ?
Ein paar schöne Stunden und dann so viel Ärger. Den letzten Teil wĂŒrde ich streichen. Einfach nur: FĂŒr ein paar schöne Stunden?
Sie war nicht die Einzige, nicht wahr ? Leugne es nicht ab, ich weiß das. Meine Freundinnen nennen Dich den Zauberstab und amĂŒsieren sich köstlich darĂŒber, dass ich so lange stillgehalten habe.“ UnschlĂŒssig: WĂŒrden ‚Freundinnen‘ sich darĂŒber wirklich amĂŒsieren? Oder eher Mitleid mit ihr haben und versuchen, auf sie einzuwirken?

Er regte sich nicht und blickte sie mit großen Augen an.

“Du bist ein mieses Schwein, das Frauen immer nur benutzt hat. Du kotzt mich an.
Deine SelbstgefĂ€lligkeit und Dein Machogehabe und Deine abartigen SexgelĂŒste. Ich weiß nicht, warum Du so bist. Du hast alles, was gut war, kaputt gemacht. Sag’ doch was ! “
UnschlĂŒssig: Wie wir spĂ€ter erfahren, liegt er im Wachkoma. Wie kann sie ihn dann auffordern, etwas zu sagen?
Er schwieg.

“Ich bin nur bei Dir geblieben wegen der vermeintlich heilen Welt fĂŒr unseren Sohn Komma wegen Deines Geldes. Miese GeschĂ€fte hast Du gemacht und viel verdient. SaumĂ€ĂŸig viel. Wenigstens hast Du nicht nur mich, sondern auch Deine GeschĂ€ftspartner betrogen. Wenigstens? Ist das ein Trost fĂŒr sie? Zumindest darin warst Du konsequent. Jetzt, wo alles klar ist zwischen uns, werde ich sehen, dass ich so viel wie möglich von dem Geld bekomme, das Du zusammenbetrogen hast. Ich werde dafĂŒr sorgen, dass Du Dein Lieblingsauto, das Dir immer mehr wert war als Deine Familie, verlieren wirst. Allein das geht mir 'runter wie Öl.“ UnschlĂŒssig. Wenn ihm sein Auto ‚immer‘ mehr wert war, als seine Familie, wie kann es dann vorher ‚gut‘ gewesen sein?

Seine Augen zeigten ein kleines, gefÀhrliches Flimmern.

Sie hĂ€tte ihm noch eine ganze Menge sagen können, doch sie wusste, dass ihr sicherlich noch viele Gelegenheiten blieben, ihm den Spiegel vor das Gesicht zu halten. Man verschießt das Pulver nicht zur GĂ€nze beim ersten Mal, dachte sie.

Die TĂŒr öffnete sich. Ihr Sohn steckte den Kopf zur TĂŒr herein.
“Mum, die Besuchszeiten sind vorbei.“

Sie lĂ€chelte Ihren Mann zuckersĂŒĂŸ an und wisperte ihm ins Ohr:“Ich komme bald wieder mein Schatz. Ich werde Dich sehr oft besuchen. Ich werde dafĂŒr Sorgen das Du das bekommst, was Du verdient hast.“

GestÀrkt ging sie aus dem Zimmer und dachte, dass so ein Wachkoma doch eine feine Sache sei...

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