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Leselupe.de > Ungereimtes
Sturmschäden
Eingestellt am 08. 01. 2011 19:29


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Franke
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Deinen Oleander
schlug der Sturm
und niemand kam
um ihn zu retten

Der Wind
verwehrt den Übergang
um längst vergessene
Häuserecken

Die schweren Wasser
dringen ein
wir glaubten doch
die Festung sicher

Nur drüben am Talhang
reißt ein halbherziger
Regenbogen die Blätter
aus gebeugten Wipfeln


__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Manfred,
du erlaubst mir ein wenig Spielerei mit der Reihenfolge?

quote:
Den Oleander
schlug der Sturm
und niemand kam
um ihn zu retten
die schweren Wasser
drangen ein

wir glaubten doch
die Festung sicher

Der Wind
verwehrt den Übergang
um längst vergessene
Häuserecken
[Nur drüben am Talhang
reißt ein halbherziger
Regenbogen die Blätter
aus gebeugten Wipfeln]
Diesen Abschnitt könntest du aus meiner Sicht komplett weglassen. Der ist zwar gut, aber "stört" m. E. die Stimmung des Gedichts. Du kannst ihn sicherlich anderweitig verwerten.

Ich lese den Oleander als prächtige Blüte einer Beziehung, die sich aber den sog. Stürmen des Daseins nicht gewachsen zeigt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Oleander hochgiftig ist ...

Was meinst du zur Kürzung?

Bange Grüße
Heidrun



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Franke
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Hallo Heidrun,

du musst nicht bange sein, denn bei mir darfst du alles.

Ich muss vielleicht ein paar Worte zur Entstehung des Gedichtes sagen - manchmal entstehen die ja aus den banalsten Anlässen:
Das Gedicht habe ich im Herbst geschrieben. Auslöser war unser Oleandertopf im Hof. Die bescheuerte Pflanze ist ständig umgefallen und ein Sturm im Herbst hat ihr dann den Rest gegeben. Ich habe die Sache dann noch etwas ausgebaut und lyrisch dramatisiert.
Erst nach dem Schreiben habe ich gemerkt, dass sich die ersten beiden Strophen fast reimen (Schande über mich!) und die ersten drei Strophen die gleiche Sprachmelodie haben.
Ich habe diese Melodie mit der letzten Strophe dann ganz bewusst durchbrochen, auch um die Auflösung des Sturms durch den Regenbogen klarer darzustellen.
Deshalb möchte ich auch in diesem Fall ungern auf die letzte Strophe verzichten.
Dieses Gedicht ist also mehr oder weniger einem Oleander gewidmet (R.I.P).

Danke für deinen Vorschlag. Da denke ich immer gerne darüber nach, weil du weißt, von was du redest.

Aber in diesem Fall möchte ich mein Gedicht gerne so lassen.

Liebe Grüße
Manfred

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revilo
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halbherziger Regenbogen..........das gefällt mir....ich mag solche Wortkombinationen.........

den Oleander schlug der Sturm
der Wind verwehrt den Übergang
um längst vergessene Häuserecken

wir glaubten doch die Festung sicher

Nur drüben am Talhang
reißt ein halbherziger Regenbogen
die Blätter aus gebeugte Wipfeln

Na, was meinste dazu?????

LG revilo

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Franke
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Hallo revilo!

Das ist ein interessanter Vorschlag, über den ich auf jeden Fall nachdenken werde. Dann wäre auch der Sprachrhythmus vom Anfang etwas durchbrochen und die letzte Strophe würde sich nicht so abheben.

Ach ja: "Deinen" möchte ich in diesem Zusammenhang lassen, denn es war der Oleander meiner Frau und die hat vielleicht getobt, das kann ich euch sagen!

Liebe Grüße
Manfred
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