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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sturmtoben
Eingestellt am 25. 07. 2017 14:14


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Sina
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Sturmtoben

Niko barg sich zwischen den Beinen seiner Eltern. Die herrenlose Seite der Tageszeitung vor sich hertreibend zerrte der Wind an Jacken und Kapuzen. Regen schlug Angelika ins Gesicht, als sie die Zeit von der Bahnhofsuhr ablas. Irritiert zog sie die Stirn kraus. „Stefan, weg kann die S-Bahn noch nicht sein, oder? . Ich versteh‘ nicht, warum außer uns Niemand da ist.“ „Wer weiß, vielleicht sitzen die schon vorm 'Tatort'.“
Stefan hörte sich verĂ€rgert an. „Angelka – wir hĂ€tten eher gehen mĂŒssen.“ „Und dann? WĂ€ren die Kinder ohne Abendessen unterwegs.“ Angelika wandte sich von Stefan ab. Sie wollte den Ärger Stefans nicht auffangen. „Ich geh‘ zu Elias“ kĂŒndigte Niko an. LĂ€chelnd sah Angelika ihm nach. Elias saß auf einem der Plastiksitze und winkte fröhlich. „Deswegen wartet Niemand mit uns – die S-Bahn ist des Sturms wegen ausgefallen.“ Oh, nein! Das darf doch nicht wahr sein! Stefan, was machen wir jetzt?“ Angelikas Stimme nahm einen hohen und schrillen Ton an. Eine Laufschrift auf der Anzeigetafel ĂŒber dem Bahnsteig stellte unmissverstĂ€ndlich klar, dass die S-Bahnen bis auf Weiteres ausfielen. Stefan ĂŒberlegte. „Also mit der S-Bahn kommen wir nicht nach Hause.“ „Lass, uns den Bus zum Hauptbahnhof nehmen. Vom Hauptbahnhof sollten wi noch wegkommen können, oder nicht? Stefan?“ Fragend sah Angelika zu ihrem Mann auf. „Ich denke schon, ja.“ „Versuchen wir es.“ Angelika verbannte ihre Sorge aus ihre Stimme. Sie bekam Bauchschmerzen bei der Vorstellung, mit den Kindern an festzusetzten. „Elias, Daniel – wir mĂŒssen zum Buss gehen. Die S-Bahn kommt nicht so bald.“ Dankbar lĂ€chelte Angelika ihren Mann an. Ihm gelang es, die Kinder mit Nachdruck aufzufordern, ohne ihnen Angst zu machen. Niko nahm Elias an die Hand. „Elias, komm doch. Du kannst doch nicht hierbleiben.“ Der SiebenjĂ€hrige zerrte an seinem Bruder, bis dieser sich ihm mit einem Seufzen anschloss. UnwillkĂŒrlich verdrehte Angelika die Augen: Das war typisch fĂŒr ihren Sohn, der sich erst einmal weigerte, sein SelbstgesprĂ€ch zu unterbrechen.

„Mama, der Bus ist ja schon da!“ Elias‘ Hand loslassend rannte Niko auf den Bus zu und winkte. Mit Elias an der Hand erreichte Angelika den Bus gerade noch bevor sich die TĂŒr hinter Stefan schloss. Wieder zu Atem kommend wies sie die Kinder an, sich auf den letzten freien Platz zu setzen. Wind und Starkregen trotzend erreichte der Bus schließlich den Hauptbahnhof. Mit je einem Kind an der Hand durchquerte das Ehepaar die ĂŒberfĂŒllte Bahnhofshalle. Die von der Fahrt mĂŒde gewordenen Kinder quengelten und ließen sich nur widerwillig mitziehen. Von allen Seiten wurde Angelika angestoßen, zur Seite geschoben oder angepflaumt. „Stefan, ich will nur nach Hause.“. Die vielen Menschen ĂŒberforderten Angelika. „Das kommen wir auch. Siehst Du?“ Stefan nahm ihr Niko ab und deutete auf die angezeigten Zugabfahrten. „Der Regionalverkehr ist zwar zusammengebrochen, aber wir dĂŒrfen stattdessen den ICE benutzen.“ Erleichtert atmete Angelika auf. „Wenn wir uns sputen, bekommen wir den nach DĂŒsseldorf noch. Kommt mit, Ihr beiden.“ Fest behielt Angelika die kleine Kinderhand in ihrer, obwohl Elias trotz Weglauftendenz keine Anstalten machte, sich loszureißen. Vor ihr bahnte Stefan sich mit Niko einen Weg durch das Gewimmel, auf dem Angelika mit Elias folgen konnte.
„Kommen Sie. Setzen Sie sich.“ Eine indische Familie rĂŒckte im Abteil des ICEs zusammen. Ihren JĂŒngsten nahm Angelika auf den Schoß und hieß Elias, sich zu setzen. Eine Reisende saß zwischen ihnen und bedachte den Jungen mit einem irritierten Blick. Mit dem Oberkörper vor- und zurĂŒck schaukelnd brabbelte Elias vor sich hin. Angelika ignorierte den vorwurfsvollen Blick der Dame und sah auf die Anzeigetafel ĂŒber dem Nachbargleis.
Unruhe machte sich unter den Mitreisenden breit und auch Angelika war verwundert: LĂ€ngst hĂ€tte ihr ICE abfahren sollen. Draußen auf dem Gang drĂ€ngte sich ein Schaffner an Stefan vorbei in das Abteil. Den Schwerbehindertenausweis ihres Sohnes aus ihrer Tasche kramend, fragte Angelika, warum ihr ICE noch im Bahnhof stand. „Wir haben keinen LokfĂŒhrer. Er hĂ€ngt im Regionalverkehr fest.“ Das war eine Antwort, die Angelika im ersten Moment die Sprache verschlug. „Kein LokfĂŒhrer? Nun, dann kann der Zug in der Tat nicht fahren.“ Allen widrigen UmstĂ€nden zum Trotz musste Angelika lachen. Es war nicht leicht fĂŒr sie, mitten in diesem Sturm die Ruhe zu bewahren und abzuwarten. „Bitte? Ich kann Sie nicht verstehen.“ Verzweifelt versuchte Angelika aus dem Gestammel der ihr gegenĂŒber Sitzenden schlau zu werden. „Was braucht Sie? Eine Bescheinigung vielleicht?“ Angelika wandte sich an die Inderin, die eifrig einen Zettel beschrieb. Verneinend den Kopf schĂŒttelnd gab die junge Frau den Zettel zurĂŒck. Mit unverstĂ€ndlichen Lauten und GebĂ€rden sprach sie auf ihre Sitznachbarin ein. In gebrochenem Deutsch versuchte diese vergeblich, die verstandenen Worte zusammenzufassen. Inzwischen versuchte ein weiterer Reisender zu intervenieren, aber auch er scheiterte am mangelnden Sprachvermögen. „Vielleicht weiß der Schaffner Rat.“ Auf dem Gang entstand erwartungsvolle Unruhe, als sich die TĂŒren schlossen.
Endlich setzte der Zug sich in Bewegung. Aufgeregt fuchtelte Niko mit einer Hand und zeigte auf die Hochspannungsmasten, die am Fenster vorĂŒberglitten. „Ja, es geht los. Bald sind wir zu Hause.“ BesĂ€nftigend strich Angelika ihm ĂŒber den blonden Haarschopf und hielt gleichzeitig nach dem Schaffner Ausschau. Angelika hoffte im Stillen, dass dieser ĂŒber genug Erfahrung verfĂŒgte, um helfen zu können. GefĂŒhlt dauerte es noch Stunden bis der Schaffner kurz vor MĂŒlheim an der Ruhr das Abteil erreichte. „Bitte, können Sie der jungen Frau nicht helfen? Wir verstehen nicht, was diese benötigt.“ „Sie arbeitet wohl in DĂŒsseldorf, aber ...“ Hilflos zuckte die indische Mitreisende mit den Achseln. „Ich werde mit ihr in DĂŒsseldorf aussteigen, damit ihr geholfen wird. Ich komme wieder, wenn ich den Zug abgepfiffen habe.“
Fassungslos sah die junge Frau dem Schaffner nach. Angelika konnte ihr EnttĂ€uschung und Ärger vom Gesicht ablesen. TrĂ€nen standen in den Augen ihres GegenĂŒbers.
Die Stimme der Bandansage kĂŒndigte MĂŒhlheim an der Ruhr erst an, als der Zug bereits im Bahnhof stand. „Der Sturm hat bei der ganzen Bahn fĂŒr Durcheinander gesorgt.“ Angelikas Bemerkung galt ihrem Mann, der in dem GedrĂ€nge im Gang kein Durchkommen fand. „Na, los. Wir mĂŒssen gleich aussteigen. Geh‘ schon mal zu Papa, ja?“ An der TĂŒr des Abteils nahm ihr Mann seinen Sohn in Empfang. Angelika erhob sich und nahm Elias an die Hand. Dieser unterbrach sein gestenreiches und nur fĂŒr ihn verstĂ€ndliches SelbstgesprĂ€ch. Er zerrte so sehr an ihr, dass Angelika ihn schließlich kurz los ließ. Verdutzt sah sie zu, wie Elias zielstrebig auf die taubstumme Frau am Fenster zuging. Es war Angelika ein bisschen unangenehm, wie unvoreingenommen ihr Sohn dieser mit der Hand auf die Brust tippte. Irritiert wandten Mitreisende ihre Köpfe und musterten Elias ebenso mitleidig wie verĂ€rgert. Mit vor Überraschung geöffnetem Mund verfolgte Angelika die GebĂ€rden ihres Sohnes. Zu ihrer Verwunderung schien Elias deren Unsicherheit verstanden zu haben. Mit seiner freien Hand zunĂ€chst auf sich zeigend, vollfĂŒhrte Elias die GebĂ€rde fĂŒr „Freund“. Das Gesicht der ihm Fremden strahlte auf: Sie verstand die GebĂ€rdensprache, mit deren Hilfe Elias sprechen lernte. „Elias“ war das einzige lautsprachliche Wort, das der Junge herausbrachte. Angelika staunte, als ihr Sohn die Worte des Schaffners in GebĂ€rdensprache ĂŒbersetzte. TrĂ€nen der Freude rannen der eben noch die HĂ€nde ringenden Frau ĂŒber die Wangen. WĂ€hrend der Zug anfuhr, verließ Angelika mit Elias das Abteil. Es half ja nichts: Bis zum nĂ€chsten Halt mussten sie die TĂŒr erreicht haben, um aussteigen zu können. Ein- oder zweimal drehte Elias sich nach dem Abteil um und winkte fröhlich zum Abschied.
Bis sie in Duisburg ausstiegen, ließen Regen und Wind nach. Obwohl die Kinder zunehmend mĂŒde wurden und ihr die Ohren voll quengelten, legte sich die Unruhe in Angelika. Bald wĂŒrden sie es geschafft haben und die Kinder ins Bett bringen können. „Das war ein schönes Erleben, Stefan. Ich bin so dankbar dafĂŒr.“ Angelika versuchte, ihre GefĂŒhle zusammenzufassen. „Das war bewegend und so ermutigend, dass ich es bestimmt nicht so bald vergesse.“ Stumm nickte Stefan zu ihren Worten. „So ein Sturm hat eben auch sein Gutes. Hoffentlich konnte der Schaffner wirklich helfen.“ Angelika lĂ€chelte in der Erinnerung an die Gesichter der Mitreisenden.

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DocSchneider
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Hallo Sina, herzlich Willkommen in der Leselupe!

Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Wir sind gespannt auf Deine weiteren Werke und freuen uns auf einen konstruktiven Austausch mit Dir.

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Eine schöne Geschichte, die das besondere Verhalten von Elias noch mehr in den Vordergrund stellen sollte. Den letzten Satz habe ich entfernt, damit der Schluss etwas offener bleibt und besser zu einer Kurzgeschichte passt.

Viele GrĂŒĂŸe von DocSchneider

Redakteur in diesem Forum

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Sina
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Es freut mich, dass meine Geschichte gefĂ€llt. NatĂŒrlich will sie in erster Linie unterhalten.

Ich habe das besondere Verhalten Elias' aus zwei GrĂŒnden nicht weiter ausgefĂŒhrt oder mehr herausgestellt:

Zum Einen ist es fĂŒr den Verlauf der Geschichte und den Leser nicht wichtig zu erfahren, welche Verhaltensweisen ein solches Kind ausser den beschriebenen an den Tag legt. In einer Kurzgeschichte beschrĂ€nkt man sich ja im Schreiben auf das Nötigste - so habe ich es im Kurs fĂŒr Autoren jedenfalls gelernt. Diese Verhaltensweisen haben den gleichen Stellenwert in der Geschichte wie andere Eigenschaften oder das Aussehen des Kindes. Sie werden erwĂ€hnt, brauchen aber nicht als besonders herausgestellt zu werden.

Ein weiterer Grund dafĂŒr ist, dass diese Geschichte ein wenig von der NormalitĂ€t im Umgang mit Menschen mit Förderbedarf widerspiegelt. Diese Verhaltensweisen sind fĂŒr Elias völlig normal und werden deshalb nicht besonders beachtet.
Insgesamt erzĂ€hlt die Geschichte ja mehr von dem Umgang mit Konflikten durch StĂŒrme im Wortsinn und im ĂŒbertragenen Sinne, in denen sich ungeahnt im Kind schlummernde FĂ€higkeiten zeigen, als von den Verhaltensweisen und EinschrĂ€nkungen, die mit einer geistigen Behinderung einhergegen.

HÀtte ich Letzteres herausstellen wollen oder sogar einen Konflikt dadurch heraufbeschwören wollen, hÀtte ich eine andere Geschichte geschrieben - denk' ich.

Ich verstehe aber, dass es dazu viele andere Meinungen gibt und manch einer, hÀtte diese Geschichte sicher anders - und auch gut - geschrieben. Es ist eben auch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob sie gefÀllt oder nicht.


Schade finde ich es, dass der letzte Satz meines Textes ohne vorherige RĂŒcksprache gelöscht wurde. Als Grund habe ich nĂ€mlich verstanden, dass ein offener Schluss besser gefĂ€llt, weil er besser zu einer Kurzgeschichte passte.

Meiner Meinung nach ist es auch Geschmackssache, ob eine Kurzgeschichte einen offenen Schluss, eine Pointe oder eine Aussicht auf ZukĂŒnftiges als Schluss beinhalten darf.
"Die Katze im Regen" von Hemingway zum Beispiel hat ebenfalls kein offenes Ende, sondern der Schlusssatz löst einen inneren Konflikt der Protagonisien auf.

Kurzgeschichten können mit einer Pointe enden, mit der Lösung eines Konfliktes oder schlagen gedanklich den Bogen zum Anfang der Geschichte. Manche lassen den Nachleser nachdenklich zurĂŒck, wiel sie im Schlussatz einen Konflikt ĂŒberraschend anders beleuchten, statt diesen aufzulösen.

Obwohl meine Geschichte durch Löschung des Satzes und den dadurch offeneren Schluss gewonnen hat, war der Satz doch nicht unwichtig: Er war eine Möglichkeit auszudrĂŒcken, wie sehr diese Erleben Angelika bewegt.

Ich denke, dass es erlaubt ist, meine Geschichte nicht offen, sondern mit einem kurzen Ausblick auf die Wichtigkeit des Erlebens enden zu lassen. Auch wenn dies dem einen oder anderen Leser nicht gefallen hÀtte, machte es aus einer guten keine schlechte Kurzgeschichte.

Andererseits gefĂ€llt mir der offenere Schluss ebenso gut - und vielleicht ließe sich der Schlussgedanke anders einbringen - nicht als Schlussatz sondern als Gedanke Angelikas oder in wörtlicher Rede. Viellleicht gelingt es mir sogar in dieser dann den Bogen zum Sturm im ĂŒbertragenen Sinne der Freundin zu schlagen.

Ich will mir das auf jeden Fall noch durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht lĂ€sst sich die Geschichte durch wenige Änderungen noch verbessern.

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Wipfel
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Hi Sina,

Doc hat geschrieben:

quote:
Den letzten Satz habe ich entfernt, damit der Schluss etwas offener bleibt und besser zu einer Kurzgeschichte passt.


Und du hast geantwortet:
quote:
Schade finde ich es, dass der letzte Satz meines Textes ohne vorherige RĂŒcksprache gelöscht wurde.

Echt jetzt? Ich kann nicht glauben, dass Doc das ohne Absprache macht. Der Redakteur streicht doch nicht in fremden Geschichten rum, nur damit sie ihm besser gefallen, oder?

GrĂŒĂŸe von wipfel

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Wipfel
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Wie lautet denn der letzte Satz? Vielleicht verstehe ich ja dann die Zensur...

GrĂŒĂŸe von wipfel

PS: Du kannst ĂŒbrigens den Text ĂŒberarbeiten und dann mit dem letzten Satz erneut einstellen. Funktioniert.

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aligaga
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Im Deutschunterricht der Mittelstufe hĂ€tte ein guter Leerer in einem bemĂŒhten Hausaufsatz wie diesem das

quote:
„Irgendwie werden wir schon nach Hause kommen.“ Zweifelnd sah Angelika ihren Mann an. Der Wind zerzauste ihre Haare. Unter zahlreichen Beteuerungen, einander baldmöglichst wiederzusehen, hatte sie auf Stefans DrĂ€ngen hin, die spontane Party ihrer Freundin nur ungern so frĂŒh verlassen. Stefans Entscheidung, den Heimweg frĂŒher als ĂŒblich anzutreten, erwies sich als goldrichtig: Orkanartige Böen schlugen ihr harten Regen ins Gesicht und zerrten an Jacken und Kapuzen. Beide Kinder waren mĂŒde, quengelten und kamen auf kurzen Beinen kaum gegen den Gegenwind an.

auf ein
quote:
„Irgendwie werden wir schon nach Hause kommen.“ Orkanartige Böen schlugen ihr harten Regen ins Gesicht und zerrten an Jacken und Kapuzen. Beide Kinder waren mĂŒde, quengelten und kamen auf kurzen Beinen kaum gegen den Gegenwind an.
zusammengestrichen und zu den Streichungen in roter Tinte "Quatsch mit Fransen!" dazugeschrieben.

Sorry - das hier ist keine Kurzgeschichte, sondern ein Langweiler, bei dem man vor lauter nebensĂ€chlichem GeschwĂ€tz MĂŒhe hat, den ohnehin haardĂŒnnen Faden nicht zu verlieren.

Die Idee, dass ein sprechbehindertes Kind einen ebensolchen Erwachsenen besser verstehen könnte als Nichtbehinderte, wĂ€re ja gar nicht schlecht. "ZĂŒnden" kann eine solche Pointe aber nur, wenn sich die Leser nicht durch Berge von SprachmĂŒll wĂŒhlen mĂŒssten, um bis dorthin zu gelangen. Die meisten geben wohl schon nach dem zweiten Absatz auf.

TTip: Entschlacken und entkrampfen!

Heiter

aligaga

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