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Leselupe.de > Kurzprosa
Süß - wie die Liebe?
Eingestellt am 05. 09. 2009 01:30


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Odilo Plank
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

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Mein Hündlein: Sie ist so süß, höre ich.
Jetzt, in fünf Jahren, in zehn? Wie wird es sein mit der Süße?
Bei Gezuckertem habe ich keine Probleme. Ein Streuselkuchen pro Halbjahr, Kaffee schwarz, ohne…
Es geht um das, was lebt. Ist es süß?
Was immer auch lebt ist da, durch Zufall. Was fällt hinzu, woher kommt es, wenn es fällt, wohin fällt es?
Was, wer auch immer gefallen ist in die Welt, ist – süß?
Man sagt so, wenn etwas Lebendiges frisch auf die Welt kommt. Man fühlt so, wenn das Gefühl neu ist. So soll es bleiben?
Alles, was neu ist, hat ein heiliges Recht.
Das heißt, wer süß sagt, ist gegen das Leben. Er oder sie wird vielleicht nie das Messer zücken, das Hündlein an die Leitplanke binden.
Durch ihn oder sie kommt die Bitterkeit, nicht nur auf die Zunge.

__________________
Odilo P.
"Wer über sein Leid spricht, tröstet sich bereits." A. Camus

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eenemenetekel
Routinierter Autor
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hallo odilo!

du präsentierst hier eine herleitung/argumentation, die mir sowohl inhaltlich als auch sprachlich nicht so recht gefallen will.

ein paar gedanken:

quote:
Mein Hündlein: Sie Es ist so süß, höre ich.
das hündlein, oder?
quote:
Jetzt, in fünf Jahren, in zehn? Wie wird es sein mit der Süße?
Bei Gezuckertem habe ich keine Probleme. Ein Streuselkuchen pro Halbjahr, Kaffee schwarz, ohne…
Es geht um das, was lebt. Ist es süß?
gut, die problemstellung ist klar: kann man den begriff anwenden auf...?
der sprung vom kleinen, konkret erwähnten welpen hin zum großen ganzen lebenden an sich erscheint mir allerdings schon recht gewagt. außerdem möchte ich hinweisen auf z.b. reife birnen - die sind durchaus süß. ich weiß schon: (frucht)zucker, aber eben auch: leben.
quote:
Was immer auch lebt ist da, durch Zufall.
kann man sicherlich so sehen.
hier würde ich aber auf jeden fall ein komma hinter "lebt" setzen. das andere hängt ab von deiner intention.
quote:
Was fällt hinzu, woher kommt es, wenn es fällt, wohin fällt es?
Was, wer auch immer gefallen ist in die Welt, ist – süß?
Man sagt so, wenn etwas Lebendiges frisch auf die Welt kommt. Man fühlt so, wenn das Gefühl neu ist.
sorry, aber der aufbau dieser sätze ist mir zutiefst unsymphatisch...

anmerkung: die meisten "neugeborenen" tiere (z.b. insekten etc., aber auch vögel) werden, glaube ich, von vielen als nicht unbedingt "süß" empfunden.
selbst dem menschen ist es wohl ganz recht, wenn sein nachwuchs erst einmal ein wenig sauber gemacht wird.
danach greift es zweifelsfrei - das kindchenschema.

und zu den gefühlen: auch ekel kann ein "neues" sein.
quote:
So soll es bleiben?
hier verstehe ich nicht genau, warum du es als frage formulierst, bzw. die frage nicht mit "warum" eröffnest.
quote:
Alles, was neu ist, hat ein heiliges Recht.
welches?
quote:
Das heißt, wer süß sagt, ist gegen das Leben. Er oder sie wird vielleicht nie das Messer zücken, das Hündlein an die Leitplanke binden.
Durch ihn oder sie kommt die Bitterkeit, nicht nur auf die Zunge.
ich denke mal, du meinst, dass es auch ein leben nach den ersten "süßen" tagen/monaten/jahren gibt und der eine oder andere das aber lieber vermeiden und ewig im eididei verbleiben würde. gewiss! aber deine schlussfolgerung scheint mir doch arg weit hergeholt. außerdem wird mir hier ein wenig zu sehr die moral strapaziert.

na ja, ganz offensichtlich wird das wohl nicht mein lieblingstext.
aber ich wünsche dir trotzdem weiterhin frohes schaffen!

lg C.

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

der begriff "süß" war immer schon ausschließlich positiv besetzt - da hat der olle geheimrat auch nur im komposthaufen gewühlt.

es macht überhaupt keinen sinn, lieber @odilo, sich mit diesem ebenso beliebigen und abgegriffenen terminus in der von dir gewählten art auseinanderzusetzen, wo man doch längst auch den tod für etwas ganz, ganz süßes hält.

wenn deine nachbarin in die von dir erwähnten ü-lautierungen ausbricht, meint sie nicht wirklich den köter, sondern die gefühle, die ihr ob seines anblicks im busen wogen: ebenjene, die auch beim verzehr einer sachertorte oder beim schlürfen von feindesblut frei werden. inzwischen wissen wir alle (was goethe noch nicht wusste): der zucker ist nur der auslöser, de vero sind's die endorphine, die uns glücksgefühl spenden, nicht der kohlenstoffring eo ipso.

dein fehler besteht darin, lieber @odilo, dass du die seelischen schleimhäute deiner nachbarin auf's hundefell projiziert hast und diesen irrtum bis ganz zuletzt durchhältst. das ergebnis deiner berechnungen wird daher zwangsläufig umso falscher, je weiter du sie treibst: am ende kein glatter wert, sondern irgendein schauriger, periodischer rest, der nicht aufgeht.

tipp: eine analysis machen, bevor man zu konstruieren beginnt. das spart öl und wein.

nichts für ungut und liebe grüße aus münchen

bluefin

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