Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92216
Momentan online:
290 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Suleika an Harun
Eingestellt am 01. 11. 2006 18:55


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Suleika an Harun

Wo ein Rinnsal strömt,
brichst du als ein Quell aus den Bergen.
Wo ein Funke glĂŒht,
wirst du ein Feuer entfachen.
Die Sonne bekleidet dich
und der Zephir
streift zÀrtlich durch dein Haar.

Wollte ich dir gemeinsam sein
eine Wegstrecke lang,
wĂŒrdest du mich gleich einer Taube
in die Luft werfen
und erwarten,
dass du eine Fee wieder auffÀngst.
Wie sollte das gelingen?
Der Tau steigt gen Himmel
und wird als Wasser wiederkehren.
Aus der Ferne will ich den jungen Löwen
betrachten
und seine Taten in mein Herz ritzen.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo vera-lena,

ich kommentiere jetzt mal so, wie ich das gedicht verstehe,
wenn es auch sein kann, dass es eine geschichte hat, die
ich leider nicht kenne.

ich lese es als den wehmĂŒtig-bewundernden, aber auch
stolzen ausruf einer frau, die sich dem mann, den sie liebt,
nicht gewachsen fĂŒhlt. irgendwie meint sie sich von ihm
ĂŒberfordert, kann (und will, vielleicht) ihm nicht folgen.
er ist zu schnell, zu stark, wahrscheinlich auf unvernĂŒnftige
weise mutig. und doch schÀtzt sie ihn, will den kontakt zu
ihm nicht verlieren, ihn nicht aufgeben.

und darum tut sie etwas furchtbar mutiges, etwas, das sie
ebenbĂŒrtig macht, aber auf leise weise, eher nach innen
gerichtet: sie ritzt seine taten in ihr herz.

hm, das klingt wie eine nacherzÀhlung, aber ich bin so
mitgerissen von deinen zeilen, die mir eine ganze geschichte
erzÀhlen. dazu in einer sprache, die ich sehr mag, weil
sie so östlich klingt.

ich finde es rundherum gelungen.
viele grĂŒĂŸe,
denschie

ps.: erinnert mich an "damals in damaskus"!

Bearbeiten/Löschen    


Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Denschie,

dieses ist keine NacherzĂ€hlung. Die Namen mögen Dir bekannt vorkommen aus Tausensundeiner Nacht. Aber es hat in Persien natĂŒrlich mehrere Personen gegeben, die Suleika und Harun hießen. So habe ich mir die Namen ausgeborgt, um eine Geschichte zu erzĂ€hlen, die Du vollkommen nach meiner eigenen Vorstellung interpretiert hast.
Ja, ich wollte erzÀhlen von einer Frau, die auf ihre Weise den Kontakt zu dem bewunderten Mann aufrecht erhÀlt.

Bei den Orientalen waren nicht nur die MĂ€nner mutige Krieger vor 1500 Jahren. Auch Aischa, die Lieblingsfrau Mohammeds wurde von ihrem Vater gerĂŒgt, weil sie ihrem Mann, nĂ€mlich dem Propheten, zu widersprechen gewohnt war. Aber sie ließ sich nicht davon abbringen.

Ich hatte wieder einmal Lust auf diese schöne Sprache des Orients, die auch ich sehr liebe.

Danke fĂŒr Deine Antwort!
Dir noch einen schönen Abend!
Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!