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Leselupe.de > Kurzprosa
Supercluster
Eingestellt am 03. 11. 2008 22:25


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Subnotio
Festzeitungsschreiber
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Ich bin alleine.
Mutterseelenalleine auf meinem Weg zur Sonne.

Schwarz das Umherum, wei├če Punkte zur Variation.
Lichtblicke?

Je n├Ąher ich komme, desto schw├Ącher werde ich.

Ich verliere die Kontrolle ├╝ber meinen K├Ârper.
Meine Beine schwingen herum wie Äste im Wind.

Wie Beine im Weltall.

Ein Kaspar der Schwerkraft, ein Blinder im Licht.
Meine Augen schmerzen, meine Haare verbleichen,
meine Haut verd├Ârrt im grausamen Glanz.
Mein K├Ârper verdaut sich selbst.

Diese Reise macht mich zum Kr├╝ppel, das wei├č ich.
Und dennoch kann ich nicht umkehren.


Weil jeder diesen Weg gehen muss, eines Tages.
Den Weg zur Sonne.
Massenanziehung.


















(Ich bin wieder einmal unsicher in der Abteilungswahl und bitte in diesem Punkt um Nachsicht.)

__________________
"Der Messias wird erst kommen, wenn er nicht mehr n├Âtig sein wird."
(Franz Kafka)

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bluefin
Guest
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hallo @subnotio,

bei "beine im weltall" hab ich lachen und an die muppet-show denken m├╝ssen - da hie├č es immer "schweine im weltall".

jaja, die sind inzwischen auch vergl├╝ht. oder doch nicht? wieso erinnere ich mich an die, obwohls die doch gar nicht mehr gibt? sonderbar - offensichtlich hat's sachen, die leben auch nach ihrem tode noch weiter.

ich sag dir was, mein lieber @notist: lamentos dar├╝ber, dass alles eitel sei, und dass man sich im jetzt schon vor seinem ende grausen soll, gibt's zumal an allerseelen so geh├Ąuft wie hei├če maronis auf dem christkindlesmarkt (dabei r├Âchen die viel besser als all die barocken gryphius-nachd├╝nstungen, die ├╝ber die besagten feiertage auf uns niederzugehen pflegen).

jedes musikst├╝ck hat ein ende, aber nur die guten haben einen schluss, der den namen verdient. die verdr├╝cken sich nicht einfach so, als ob der stecker aus der jukebox gezogen w├╝rde, sondern die schaun noch mal am anfang vorbei, erinnern sich an ein paar dinge, die unterwegs waren, ziehen ein resum├ę und sagen dem, der's h├Âren kann und will, dass es woanders weitergeht. oder sie machen einen fulminanten schlusspunkt. und wenns wirklich ins grab gehen soll, dann wenigstens mit stil - nicht so wie der kasper.

mehr mut zur aktiven gestaltung, mein lieber! ich rate zum literarischen druckanzug. wer wei├č, vielleicht blickt man in dessen schutz gar hinter die sonne?

nicht f├╝r ungut und liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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Subnotio
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2007

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Nimm es nicht persoenlich...

...denn das tue ich ja auch nicht.
Ich freue mich ueber deine positive Lebenseinstellung, wirklich.
Und die Muppets sind wirklich lustig (viel zu lange nicht geschaut!).
Dennoch denke ich, dass jeder dieses Gefuehl der Unausweichlichkeit kennt. Und schliesslich ist doch
ein jeder Mensch zumindest in Punkto Tode der Kaspar eines
Anderen.Ob er nun singt, schreit oder seine Unvergaenglichkeit
postuliert....am Ende traegt dies alles nicht zu einer
alternativen Loesung bei.
Und auch wenn ich Frank Sinatra bin und es "my way" mache,
irgendwann gehen alle den Weg des Vergessen, die mich
kannten. Und so bin auch ich vergessen.
MfG,
Subnotio

__________________
"Der Messias wird erst kommen, wenn er nicht mehr n├Âtig sein wird."
(Franz Kafka)

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

ich wei├č nicht, wie alt du bist, mein lieber @subnotio - m├Âglicherweise stehst du ja schon am rand des grabes. aber glaub mir: es gibt ne ganze menge, f├╝r die sich's zu leben lohnte. vielleicht hast du ja mal ein m├Ądchen oder einen freund, die dir was bedeuten, oder sogar kinder, die nicht nur nerven, sondern die tats├Ąchlich kommen und dich fragen, wenn sie mal nicht weiter wissen. oder die dir ├╝ber die stra├če helfen, wenn du mal selber m├╝de und fertig bist.

nur schlappschw├Ąnze jammern dauernd und suchen nach "l├Âsungen". adolf war von allen der allerschlappste. der hat sogar nach einer "endl├Âsung" gesucht, der narr.

such nicht nach l├Âsungen, wo's gar keine braucht, mein lieber. genie├č deine tage und nutze sie. dann klappt's auch mit dem sterben ohne gro├čes gehampel, denn im universum geht nichts verloren: es herrscht entropie.

liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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Subnotio
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2007

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Lieber Bluefin (wie ein Delfin?),

Ich suche nicht nach Loesungen.
(Wo willst du das gelesen haben?)
Ausserdem repraesentiert der Text ja nur eine Gefuehlsausbruch,
einen atheistischen, luftabschnuerenden
Alptraum, den wohl jeder schon durchlebt hat und
durchlebt
(und der nicht meine Lebensansicht repraesentiert).
Natuerlich ist das Leben durchwirkt von Kostbarem,
Leben lohnt sich immer in unbeschreiblichem Masse.
Und ohne Tod hat das Leben keinen Wert.

Aber dennoch ; die erschreckende Einsicht:
"Ich werde sterben"
und ich meine hiermit wirklich den Moment,
in dem man sich damit auseinandersetzt und
dieses Abstraktum humanum nicht tief im
Seelenmeer versunken haelt,
die erschreckende Einsicht:
"all mein Denken, Fuehlen hat ein Ende, ich werde nicht wissen, dass ich gewesen bin" ,
die Panik vor dem absoluten Ich- und Weltverlust
ereilt, so wage ich zu sagen, jeden.
Dieser Zustand kann aufgrund seiner Unbegreiflichkeit
nur wenige Momente aufrechterhalten werden,
da er sonst in der Konsequenz in den Wahn treibt.
Aber ich moechte ihn ansprechen, denn ich halte
ihn fuer ein Bindeglied der Menschheit.
Und so verzeih mir meine Melancholie, die ich in meiner
Seele ebenso wenig wie die Freude missen moechte.
Freundlichst,
Subnotio

__________________
"Der Messias wird erst kommen, wenn er nicht mehr n├Âtig sein wird."
(Franz Kafka)

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