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Leselupe.de > Humor und Satire
TRUMP - Das Musical (2. Akt - Jetzt noch trumpiger!)
Eingestellt am 19. 09. 2018 16:08


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klaatu
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TRUMP - Das Musical (2. Akt)

"Morgen werdet ihr es wieder in der L├╝genpresse lesen k├Ânnen: Donald Trump tat dies, Donald Trump tat das... Lest es nicht! Nichts davon ist wahr, nichts! Ihr wisst das. Nichts als eine Hexenjagd. Diese Liberalen k├Ânnen es nicht ertragen, dass sie - im Gegensatz zu mir - Verlierer sind. Absolute Verlierer. Sie heulen rum wie kleine Babys..."

Er veranschaulicht seine Worte, indem er ein weinendes Baby nachahmt. Sein Penis h├Ąngt immer noch raus und ist in Gro├čaufnahme auf der Leinwand hinter ihm zu sehen.

"Deshalb - und nur deshalb - veranstalten sie diese Hexenjagd. Weil ich reich bin. Weil ich m├Ąchtig bin. Deshalb hasst mich das liberale Establishment. Absolute Hexenjagd... Sie behaupten, ich h├Ątte Frauen f├╝r Sex bezahlt, k├Ânnt ihr das glauben?"

Das Publikum kann es anscheinend nicht und beginnt zu buhen.

"L├Ącherlich, stimmt┬┤s? Ich muss keine Frauen daf├╝r bezahlen, ich bin Donald Trump - Frauen lieben mich. Sie w├╝rden MICH daf├╝r bezahlen, das k├Ânnt ihr mir glauben!"

Eine Frau in der vordersten Reihe schreit schrill:
"Donald! Ich will ein Kind von dir!"

Trump erwidert l├Ąchelnd:
"Du kannst Donald Jr. haben."

Er f├Ąhrt fort:
"Nur Spa├č... nur Spa├č. Aber ihr seht: Sie lieben mich. Enorm, ok? Alle lieben mich. Keine Frau hat mich je abgewiesen, das sag ich euch. Ich sehe gut aus, ich bin unglaublich reich und - das sollte man nicht vergessen - ich bin der Pr├Ąsident der Vereinigten Staaten. Ach ja.. und ich habe nat├╝rlich meine wundersch├Âne Ehefrau Ivank... ├Ąh... Melania... Ist sie nicht die hei├česte Frau auf diesem Planeten? Das ist sie, oder?"

Melania wird - nackt - in einem goldenen K├Ąfig auf die B├╝hne geschoben und winkt dem Publikum leicht gequ├Ąlt durch die Gitterst├Ąbe zu.

"Seht sie euch an! Sie ist schon ein echter Gl├╝ckspilz, stimmt┬┤s?"

Melania stimmt ihrem Mann nickend zu und wird dann wieder von der Trib├╝ne gebracht.

Trump f├Ąhrt mit seiner Rede fort:
"Die Fake-Medien behaupten auch, ich h├Ątte meine Untergebenen nicht im Griff. Unvorstellbar. Ich f├╝hre dutzende Multi-Millionen-Dollar-Unternehmen. Dutzende. Das Wei├če Haus ist dagegen ein Kinderspiel, okay? Alles l├Ąuft - und das k├Ânnt ihr mir glauben - wirklich tippi-toppi. Absolut tippi-toppi-tappi-wappi-happi-tappi-toppi-tippi-pippi..."

Die ersten beiden Zuschauerreihen, die gr├Â├čtenteils aus Leuten bestehen, die gro├če Pappschilder hochhalten, auf denen "Q", "QANON" oder "TRUMP = Q" steht, rasten regelrecht aus...
Ein Berater Trumps kommt auf die B├╝hne und stupst seinen Chef an, der sonst wom├Âglich ewig so weitergemacht h├Ątte.

"... und damit es noch tippiger und noch toppiger wird, habe ich heute meinen Justizminister entlassen. Ein absolut unf├Ąhiger Mensch, mit einer schweren geistigen Behinderung... Untermenschlich, nicht lebenswert. Also habe ich gefeuert. Gefeuert! Mit einer Rakete in die Sonne!"

Er macht mit seiner Hand eine Rakete nach, die nach oben steigt und explodiert, dazu intoniert er:
"Pschhhhhhiiiiiuuuuuuu... BOOOOM!"

Das Publikum quietscht vor Vergn├╝gen.

"Aber ihr wisst ja - niemand wei├č das besser als ihr - wie gut ich darin bin, Leute einzustellen. Ihr habt alle meine Sendung gesehen. Meine Quoten waren zw├Âlfmal h├Âher als die von Arnold Schwarzenegger, k├Ânnt ihr das glauben? Nat├╝rlich k├Ânnt ihr das. Zw├Âlfmal h├Âher!"

Er hebt die Arme und l├Ąsst sich von seinen Anh├Ąngern daf├╝r feiern. Sein wenig beeindruckender Penis h├Ąngt immer noch raus.

"Ich dachte mir also: Wer kennt sich besser mit der Justiz aus als einer, der fast sein ganzes Leben im Gef├Ąngnis verbracht hat? Niemand. Mein neuer Justizminister ist also ein Mann - ihr kennt ihn alle - der enorme Erfahrung damit hat. Ein Mann, der mir vor einiger Zeit schrieb, dass ich der beste Pr├Ąsident sei, den dieses Land je hatte. Das kann niemand bestreiten, stimmt┬┤s? Auch er war ein Opfer der medialen Hexenjagd. Sie behaupten, er sei ein Monster. Aber, hey: Das behaupten sie auch von mir..."

Gel├Ąchter im Publikum.

"Begr├╝├čt also mit mir, den k├╝nftigen Justizminister der Vereinigten Staaten. Meinen guten Freund und absoluter Fachmann auf seinem Gebiet: Mr. Charles Manson!"

Charlie Manson betritt die B├╝hne und reicht Trump ungef├Ąhr bis zum Bauchnabel. Trump packt Mansons Hand, rei├čt sie an sich und sch├╝ttelt sie so heftig, dass Mansons Arm dabei aus der Schulter gerissen wird und zu Boden f├Ąllt.

"Gro├čartiger Typ! Gro├čartig", sagt Trump.

"K├Ânnt ihr euch vorstellen, dass Google behauptet, Charlie sei im November 2017 gestorben? K├Ânnt ihr das glauben? Sie l├╝gen und l├╝gen und l├╝gen - bis sie selbst nicht mehr wissen was wahr ist. Traut ihnen nicht. Traut Google nicht, ich sag es euch. Hier ist der Beweis: Sie wollen mich diskreditieren und UNS in die Knie zwingen mit ihren L├╝gen. Sie stecken mit all den Obamas, Clintons und Bushs unter einer Decke. Ihr seht es ja selbst: Hier steht er, Charlie Manson, und ist lebendiger als je zuvor!"

Manson steht daneben und sieht aus, als w├╝sste er selbst nicht, ob er lebendig oder tot ist.
Das Publikum scheint nicht so zu reagieren, wie Trump es sich wohl gew├╝nscht hat, daher signalisiert er Manson mit einem unsanften Schubser, dass er die B├╝hne doch bitte wieder verlassen m├Âge. Manson hebt seinen abgerissenen Arm auf und verschwindet.

"Aber genug trockene Politik", ruft Trump seinen Anh├Ąngern zu.
"Wir sind hier um Spa├č zu haben, stimmt┬┤s?"

Die Zuschauer kreischen und auch die "USA! USA! USA!"-Rufe erklingen wieder.

"Hier kommt der Spa├č!"

Ein gigantischer Monstertruck bahnt sich seinen Weg durch die immer noch jubelnden Zuschauermassen. Sogar die Leute, die von den monstr├Âsen Reifen zermalmt werden, jubeln weiter, bis sie vollst├Ąndig zerquetscht sind...

[ENDE 2. AKT]

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