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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Tagebuch einer 11-Jährigen
Eingestellt am 30. 07. 2003 18:36


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FantasyJulie
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2003

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Diesen Tagebucheintrag habe ich vor ungefähr 2-3 Wochen gefunden, er stammt vom 20. Dezember 2002 und handelt vom ersten Weihnachten ohne meinen Vater. Er starb am 25. Juli 1997 an einem Gehirntumor, siehe auch "Warum?" inkl. Vorgeschichte.

Liebes Tagebuch,
in vier Tagen ist Weihnachten. Das ist jetzt das sechste Weihnachten ohne Vater. Ich habe nur einen einzigen Wunsch: Vater soll zurückkommen. Ich weiß zwar, dass er sich nur noch gequält hat. Aber ich hätte dieses Weihnachten, und alle Weihnachten vorher auch so gerne mit ihm gefeiert.
Auch mein Zeugnis hat er nicht gesehen, dabei hat er doch soviel mit mir gelernt, und ich habe tatsächlich ein reines Einserzeugnis bekommen. Aber ich kann mich nicht darüber freuen. Meine Mutter hatte mir zum Trost ein kleines Kätzchen geschenkt, Ashley. Jetzt ist Ashley fast 6 Jahre alt und heißt Cinni. Sie erinnert mich immer an meinen Vater. Sie ist cremefarben, mit dunkelbraunem Gesicht, Schwanz, Pfoten und Schwanz. Eine kleine Schönheit, so eine Katze, wie Vater immer haben wollte. Manchmal kann ich sie nicht ansehen, weil sie die gleichen blauen Augen hat wie Vater. Sie ähnelt ihm auch im Wesen: freundlich, lieb. Etwas zurückhaltend, und doch klug und höflich. Eben so höflich, wie eine Katze nur sein kann. Ich liebe Cinni. Ihr kann ich alles erzählen. Meiner Mutter nicht. Sie muss immer weinen, wenn ich mit ihr über Vater reden möchte. Das macht mich traurig, denn ich weiß nicht, wie ich sie trösten kann.
Meine "beste" Freundin (Namen nenne ich jetzt nicht) enttäuschte mich ebenfalls, weil sie nicht zu mir hielt, als manche Mädchen mich heruntermachten. Sie gaben an, dass ihre Dads ihnen alles kauften, was sie wollten. Dann habe ich ein anderes Mädchen kennengelernt, mit dem ich vorher nichts zu tun hatte. Sie hielt zu mir und wir sind beste Freunde. Ja, sie und Cinni sind mein einziger Trost. Meine Mutter kann mich nicht trösten, ich muss sie trösten.
Vater. Ich werde ihn nie vergessen.
20 Dezember 2002, Julia

Nun, mit dieser Freundin, die mich damals im Stich gelassen hatte, bin ich jetzt locker befreundet, und mit der anderen, die auch zu mir gehalten hat, bin ich immer noch befreundet und wir fahren bald zusammen in den Urlaub.

MfG, Julia

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