Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92216
Momentan online:
425 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Tagebuch einer Liebe II
Eingestellt am 29. 07. 2009 13:02


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
weltträumer
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2009

Werke: 3
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um weltträumer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

„Sag mal, wie war`n das bei dir früher so bei den ersten Dates?“, fragte er neugierig. „Ehm, was meinste?“ „Na mit Jungs so, erzähl mal xD“, hakte er nach. „Hmm“, wurde ER still und begann zu überlegen. Nach einer Weile erzählte ER ihm diese Geschichte:

Mit Pommes fing alles an. Schon an ihrem ersten Date zog es sie zu McDonalds. „Es gibt romantischere Orte“, hatte ER noch gedacht. Jetzt aber guckte ER ganz verzückt, weil sein Gegenüber eine Tüte Pommes mit ihm teilte. „Du magst doch rot-weiß, oder?“ wurde er rot und wusste nicht wohin mit seinem Blick. „Passt schon“, lächelte ER seine Verlegenheit weg. Sie kannten sich erst ein paar Wochen. Mit einer SMS hatte alles angefangen. „Hey, wie geht`s? Ich bin aus HI“, hatte ER mehr zufällig geschrieben. „Zu weit, sorry, ich suche nur wen aus meiner Gegend“. Zwischen seinem Dorf bei Braunschweig und Hildesheim lagen für ihn Welten. „Okay, schade, na ja, wer weiß, vielleicht hätten wir uns gut verstanden“. „Hmm, eigentlich haste Recht. Wie heißtn du eigentlich?“ Der Anfang einer Beziehung.
„Du warst vorhin ganz schön aufgeregt, oder?“, fragte ER ihn. „Hat man das gemerkt?“, guckte er verlegen und wurde wieder rot. „Es ging“, beschwichtigte ER, blickte aus dem Fenster und träumte die letzten Stunden zurück...Mit dem Auto ist er gekommen. Der Führerschein war erst paar Tage alt. „Sobald ich den hab, besuch ich dich“, hatte er gesagt. Dass er aufgeregt sein wird, hatte er schon angekündigt. Der Schlüssel fiel ihm aus der Hand, als sie sich begrüßten. Die Sätze wollten nicht so wie er wollte. ER fand seine Schüchternheit süß. „Komm“, hatte ER seine Hand gegriffen, ist losgelaufen und zeigte ihm sein Leben zwischen Reihenhäusern mit kurz gemähten Vorgärten und Familienautos vor der Haustür.
„Dass es bei so bergig ist hätte ich ja nicht gedacht“, streckte er seine müden Beine unter dem Tisch bei McDonalds aus. „Bergig?“, amüsierte ER sich. „Das nächste Mal, kommst du zu mir und wir bleiben bei mir aufm Zimmer. Ist entspannter“, sagte er. „Das ist ein Angebot“, klaute ER ihm die letzte Pommes weg und grinste diabolisch. Da saßen sie mit einem Tablett und einer Tüte Pommes und redeten über Gott und die Welt. Ein Treffen mit einem Jungen war für beide neu. Beide kamen aus verschiedenen Welten und doch verstanden sie sich als wenn sie sich schon ewig kannten.
Die Begrüßung am Bahnhof fiel verlegen aus. „Was isn?“, fragte ER. „Lass uns rausfahren, ich will weg hier“, sagte er. „Ich dacht, wir wollten das erste Mal zu dir“, wunderte ER sich. „Hier kennen mich zu viele und ich will meiner Mutter doch nicht sagen, dass du ein guter Freund bist“, streckte er seine Zunge raus und öffnete die Autotür. ER kräuselte die Lippen und guckte skeptisch. „Na gut, mir ist heut alles Recht“, gab ER nach. In die Stadt fahren ist doch eine gute Idee“, kurvelte ER das Fenster runter und atmete warme Mai-Luft als sie gemeinsam über die Landstraße brausten. „Suchen wir uns nachher `ne ruhige Ecke in Braunschweig? Im Park liegen mit Grashalm im Mund?“, schlug ER vor. „Du wieder“, lachte er. Um Sightseeing kam ER trotzdem nicht herum. „Hier guck mal, ein Cafe aufm Fluss, schippert immer so rum, cool ne? Da in dem Gebäude mach ich meine Ausbildung. Und da hinten fängt der Park an, von dem ich dir erzählt hab`.“ „Du machst dich gut als Stadtführer“, musterte ER ihn intensiv. „Ach, was“, guckte er verlegen weg und wurde rot. „Das ist so süß“, dachte ER und sprang ein Stück neben ihm nach vorn. „Lauf nicht so schnell“ „Komm, ich will dir noch was zeigen!“ „Wasn?“, fragte ER neugierig nach. „Warts ab“, stadtführte er ihn weiter durch die Straßen. „Sooo, jetzt kannste gucken“, drehte er ihn Stunden später um. „Höö, und nu?“, wunderte ER sich. „Na hier, McDonalds! Rot-weiß!“, grinste er frech und verschwand in Richtung Theke.




„Du bistn Depp!“, drückte ER ihm sein Cappy ins Gesicht und klaute ihm ne Pommes als sie im Park lagen und ihr Essen futterten. „Wie kann man Pommes so sexy essen wie du?“, dachte ER. Er steckte ihm einen seiner Kopfhörer ins Ohr. Anastacia „In your Eyes“. „Muss es gerade jetzt eine Ballade sein? Ich werde zu sentimental“, dachte ER und guckte ihn verliebt an. Die Mai-Sonne ließ sein blondes Haar durch die Blätter im Park glitzern. „Du nimmst aber viel Gel“, betastete ER seine Igel-Haare. „Tjoa“, schlürfte er verlegen an seiner Cola und ließ sich ins Gras sinken. Wie gerne hätte ER ihn in diesem Moment geküsst. Sein Mut reichte für eine flüchtiges Greifen seiner Hand. Das Paar von drüben mit dem qualmenden Grill guckte verstört rüber. „Pfff“, zog er sein Cappy zurecht. „Lass sie doch“. „Lass uns weiter“, wunderte ER sich über seinen Mut. „Dass so viele Leute unterwegs sind, hätte ich nicht gedacht“, verzog er entschuldigend sein Gesicht und packte seine Sachen zusammen.
Die Mittagssonne brannte auf der Haut. "Du wolltest mir noch eine ruhige Ecke im Park zeigen", nörgelte ER. So viel ist ER noch nie an einem Tag gelaufen. „Yepp, wir sind gleich da“, beruhigte er ihn. Eine Bank im nächsten Park zwischen zwei Baumriesen mit knorriger Haut. „Ich habe voll die Orientierung verloren“, zog ER seine Augenbrauen hoch und schnaufte erschöpft vom vielen Laufen. „Verlass dich auf mich“, sagte er stolz und guckte sichtlich selbstbewusst. Braunschweig tat ihm gut. „Guck mal, zwei Schwule“, stupste er ihn später an. „Wo?“, fragte ER fasziniert. „Da!“, lachte er, stand auf und zog ihn mit. „Los, den gehen wir mal hinterher“. „Warum?“, fragte ER? „Weiß nicht, mal gucken, wo die hingehen." Zwei Schwule Hand in Hand spazieren gehen zu sehen, war für beide etwas Neues. Jetzt tapsten sie kichernd wie zwei kleine Kinder hinterher. „Wir sind voll bescheuert“, lachte ER, als sie sich später auf einer Wiese im Park erholten. „Die waren nicht gerade unser Alter“, verdrehte er die Augen. So losgelöst kannte ER ihn gar nicht. „Es ist toll mit dir“, flirtete ER. Da war es wieder, das verlegene Rot-werden, das ER so an ihm liebte. Er erzählte von seinem ersten Mal mit einem Mädchen und wie er dachte, „wann sie nur endlich fertig sei mit dem Reiten da oben“. ER lachte darüber ein Stück zu laut und sah sich im nächsten Moment zum Boden gerissen. „Na, warte, du“, kitzelte Er ihn zur Strafe durch und beide fielen zusammen ins Gras. „Hab dich“, triumphierte er, legte sich auf seinen Schoß und hielt seine Hände fest. „O.k., o.k., ich gebe auf“, gluckste ER vor Lachen. „Du bist eh ein Kopf größer als ich.“ „So, ist es Recht“, freute er sich siegessicher. „Hey, guck nicht so“, wurde er im nächsten Moment verlegen, als ER ihn mit den Augen anflirtete. „Was denn?“, gab er sich unschuldig und wusste genau, dass er sein Blau mochte. „Ich mache doch gar nichts." Vorsichtig fühlte ER mit der Hand seinen Hinterkopf. „Dass Berührungen so kribbeln können“, dachte er und zog seinen Kopf näher heran. Ihr Atem traf sich, während das Weich ihrer Lippen kurz davor war, sich zu berühren. "Ich mag es, wenn deine Nasenlöcher beim Ausatmen leicht größer werden", dachte ER und legte seinen Kopf zur Seite. „Wir müssen los“, zuckte er zusammen als wieder Spaziergänger kamen. „Ja, du hast Recht“, guckte ER erschrocken und knüllte er sein Kapuzenpulli zusammen. Die Sonne hatte inzwischen übergroße Schatten auf die Wiese geworfen. „Ich fahr dich mit dem Auto nach Hildesheim“, sagte er. „Musst du nicht, ich nehm den Zug“, schüttelte er den Kopf. „Quatsch, steig ein“. Fast wäre ER im schrägen Autositz eingeschlafen.
„Brrr, hier ist es noch ein bisschen wärmer“, sagte ER und lehnte sich an die warme Motorhaube, als sie in Hildesheim allein auf dem großen Parkplatz standen. „Verrückter Tag heut, ne?“, zog er an seiner Zigarette und setzte sich neben ihm. Die Rauchwolken waberten durch die schräge Abendsonne. „Ich habe morgen bestimmt einen fetten Muskelkater in meinen Oberschenkeln, so viel sind wir gelaufen“, lachte ER. „Du kriegst von mir eine Gratis-Massage“, guckte er ihn verliebt an. „Perfekt“, freute ER sich.

„Das ist ja eine romantische Geschichte xD“, stichelte er. „Bist du eifersüchtig?“, fragte ER nach. „Wie ging`s weiter mit euch?“, überging er seine Frage. „Es ging weiter bis in den November. Dann war Schluss.“ „Oho, wieso?“ „Ein Absturz mit seinem Kumpel, den er doch so „assig“ fand, wie er immer sagte. Ich hab`s geahnt, er hat`s mir gesagt und dann war es vorbei. Ein Zurück gab es nicht. „Krass“, blieb er sprachlos zurück. „Tjoa, so war`s, ich bin drüber weg, Süßa“, sagte ER und hing mit seinen Gedanken doch noch für einen Moment in alten Erinnerungen an warme Mai-Sonne und Pommes rot-weiß.


Version vom 29. 07. 2009 13:02
Version vom 29. 07. 2009 14:40

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!