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Leselupe.de > Horror und Psycho
Tagebuch eines Vampirs, Erster Eintrag
Eingestellt am 13. 02. 2003 11:33


Autor
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Cat Moon
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 6
Kommentare: 12
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Diese Geschichte liegt mir gerade sehr am Herzen.
Sie ist noch lange nicht fertig und ich hoffe, dass ich sie regelm├Ą├čig fortsetzen kann, falls sie hier ein kleines Publikum findet

Falls ihr einige Bilder zu der Geschichte sehen wollt oder selbst welche zeichnen m├Âchtet, dann schaut mal auf meine HP:
Hier klicken
Unter "A Vampire's Diary"



Erster Eintrag

Liebes Tagebuch,
Mein Name ist Cassalle und ich lebe im K├Ârper eines zwanzigj├Ąhrigen M├Ądchens. Meine Gestalt entspricht nicht ganz meinem Geist, denn ich bin anders als man denkt, wenn man mich sieht. Ganz anders.
Es ist ein komisches Gef├╝hl, dies alles aufzuschreiben. Einen Stift in der Hand zu halten und seine Gef├╝hle und Erinnerungen in Worte zu fassen...
Ich habe seit vielen Jahren nicht mehr geschrieben. Und das letzte mal war es mit einem G├Ąnsekiel und Tinte, die ├╝berall Flecken verursachte.
Ich wei├č nicht, ob dies jemals ein Wesen zu Gesicht bekommt, doch wenn es so ist, hoffe ich, dass man mich endlich versteht.
Ich m├Âchte mit meiner Geschichte in der vergangenheit beginnen, mit meiner Kindheit, der Jugend. Dies wird schnell erz├Ąhlt sein, denn mein Leben ist l├Ąnger als es scheint.

Ich war ein Kind wie jedes andere an meines Vaters Hof in Indien. Naja, vielleicht war ich nicht ganz wie die anderen, denn ich war das ├Ąlteste M├Ądchen und wurde in vielem bevorzugt. Als ich sechs Jahre alt war, starb meine Mutter, die erste Frau meines Vaters. Er sagte mir nach ihrem Tode immer wieder, wie sehr ich ihn an sie erinnere und ich genoss vielleicht deswegen beinahe Narrenfreiheit. Mein Vater erlaubte mir, mit den Jungs zu lernen und zu studieren.
Doch ich m├Âchte den Tod meiner Mutter n├Ąher schildern, den er war ein Ereignis, das mein Leben in gro├čem Ma├če beeinflusste.

Es war ein Tag wie jeder andere. Ich streifte heimlich im Dschungel herum, als ich pl├Âtzlich eine kleine H├╝tte entdeckte. Neugierig, wie ich damals war, klopfte ich an die T├╝r. Sie ├Âffnete sich langsam und mit lautem Knarren, doch niemand schaute zu mir hinaus. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und trat ein. Es war dunkel und roch nach Gew├╝rzen. Ein Feuer brannte trotz der Hitze in einer Ecke und ich erkannte davor kniend eine alte Frau.
„Komm n├Ąher, Cassalle“, sagte sie. „Komm n├Ąher mein Kind!“
Ihre Stimme klang vertraut und doch kannte ich sie. Ich ging also zu ihr und sie wies mir den Platz zu ihrer linken zu. Ich setzte mich neben sie auf den Boden. Es war sehr warm an dem Feuer und die schw├╝le Hitze von drau├čen machte es nur noch schlimmer. Ich fragte sie nicht, woher sie meinen Namen kannte. Ich wei├č nicht mehr, warum ich es nicht tat: Ob aus dem Grund, dass es mir nat├╝rlich vorkam, dass alle meinen Namen kannten oder aus dem Grund, dass ich sowieso sehr wenig sprach.
Die Frau warf etwas ins Feuer und murmelte vor sich hin. Ich blickte wie gebannt in die Flammen und es schien, als k├Ânne ich etwas darin erkennen, doch ein Grauen ergriff mich und ich riss den Blick los.
„Sieh nur hin, mein Kind“, sagte die Frau, doch ich konnte nicht. Statt dessen sah ich sie an, im Dunkeln, nur vom bunten Licht des Feuers beschienen. Ihre Haut war faltig und ich erkannte in ihr eine typische Inderin. Sie hatte langes, grauwei├čes Haar, zu einem dicken Zopf geflochten. Sie schaute nur ins Feuer, als k├Ânne sie darin etwas lesen.
Sie war mir sehr sympathisch und wirkte so ungewohnt vertraut.
„Sieh hinein, mein Kind, sieh was das Feuer dir zeigen will.“
Ihre Stimme klang so freundlich und bittend und es zerbrach mir das Herz. Ich wollte nicht in das Feuer blicken und ich wollte ihr doch den Gefallen tun.
Ich schloss die Augen und nahm all meinen Mut zusammen. Ich kann die Furcht heute nicht mehr erkl├Ąren, doch es war schrecklich, die Augen wieder zu ├Âffnen und in die hellen Flammen zu blicken.
Was ich darin sah, war der Alptraum meiner Kinderseele. Das Schlimmste, was mir in jener Zeit nur passieren konnte und Tr├Ąnen traten mir in die Augen. Lautlos rollten sie mir ├╝ber die Wangen und ich h├Ârte die weiche Stimme der alten Frau, die bewegungslos neben mir sa├č:
„Geh zu ihr, Cassalle! Sie braucht dich nun. Geh, mein Kind!“
Wie in Trance stand ich auf und verlie├č die H├╝tte, ohne ein Wort gesagt zu haben. Ich wollte nicht unh├Âflich sein und ich blickte mich kurz um, doch dann rannte ich, ohne auf gef├Ąhrliche Tiere zu achten, nach Hause. Es war mir egal, ob man sieht, woher ich kam, denn ich wusste genau, dass ich nicht in den Dschungel durfte, vor allem nicht allein, doch ich liebte den Urwald. Doch nun rannte ich nur heraus, mein Schleichwege ├╝bergehend und den schnellsten Weg suchend.
Ich weinte lautlos, den ganzen Weg ├╝ber, denn ich wusste, dass das, was ich gesehen hatte, stimmte.
Als ich am Palast ankam, war es unheimlich still.
Ashanti, meine Kinderfrau, kam tr├Ąnen├╝berstr├Âmt angerannt und legte mir einen goldgelben Mantel um die Schulter.
„Cassalle, wo warst du? Komm mit mir!“
Ohne eine Antwort abzuwarten –sie war mein Schweigen gewohnt- zog sie mich z├Ąrtlich mit sich. Mir war klar, wo sie mich hinbrachte, denn im Feuer der Alten hatte ich das Zimmer meiner Mutter gesehen.
An der T├╝r zu dem Zimmer des Menschen, der mir am meisten bedeutete, stockte mir der Atem. Ich hatte mehr Angst als jemals zuvor in meinem kurzen Leben. Ashanti klopfte zaghaft an, ├Âffnete die T├╝r und schob mich durch den Spalt. Hinter mir wurde die T├╝r geschlossen und ich sah meinen Vater, blass und mit roten Augen, am Bett meiner Mutter. Er hielt ihre Hand, mehr konnte ich von der T├╝r aus nicht erkennen.
Als er mich bemerkte, winkte er mich zu sich. Meine Mutter lag unter einem hellen Laken. Sie wirkte d├╝nn und zerbrechlich. Ihr dunkles Haar lag in gro├čen Wellen auf dem gro├čen Kopfkissen und ihre m├╝den Augen sahen mich an, wie ich es gewohnt war: Stolz und zugleich voller Liebe. Ich h├Ârte nebenan das Schreien eines Babys.
Meine Mutter hatte gerade meine kleine Schwester zur Welt gebracht und nun lag sie dort, schwach und dem Tode n├Ąher als dem Leben; ich wusste es sofort.
Der Blick meiner geliebten Mutter traf den meines Vaters und er zog sich in das Nebenzimmer zur├╝ck, wohl zu meiner kleinen Schwester. Ich sah noch die Tr├Ąne, die er vor uns verstecken wollte, als er ging.
Ich kletterte auf die Kante des hohen, weichen Bettes und schmiegte mich an den K├Ârper meiner Mutter. Sie legte mir ihre Hand aufs Haar und streichelte es, wie sie es immer tat.
„Mein Darling“, sagte sie. So nannte sie mich immer und leise Tr├Ąnen traten aus meinen Augen.
„Mein Herz, bitte sieh mich an!“
Ich richtete mich auf und blickte ihr in die Augen.
„Ich liebe Dich sehr, wei├čt du das?“
Ich nickte nur, denn mein Hals war wie zugeschn├╝rt.
„Ich muss nun gehen. Ich m├Âchte, dass du auf deine kleine Schwester acht gibst und dass du f├╝r deinen Vater da bist, wirst du das f├╝r mich tun?“
Wieder nickte ich.
Ihr Geruch war so, wie er immer war und ich atmete ihn voller Genuss ein, aus Angst, es k├Ânne das letzte mal sein.
„Sei meine gro├če Tochter. Ich werde immer bei dir sein, mein Kind. Ich werde gehen, aber ich werde dich niemals verlassen!“
ich nickte und legte mich wieder neben sie, vergrub mein Gesicht in ihrem duftenden Haar und schmiegte mich ganz nah an sie.
Ich sp├╝rte ihre Hand, wie sie etwas in meine legte und ich umschloss es ganz fest. Ich wusste nicht, was es war, doch es war das letzte, was sie mir gab und ich wollte es nur ganz fest halten.
„Ich bin bei dir“, fl├╝sterte sie nochmals. „Bis in alle Ewigkeit.“
Danach war sie still. Ich lauschte nach ihrem Herzen und das gleichm├Ą├čige, leise Schlagen klang so beruhigend.
Ich merkte nicht, dass sie einschlief und ich merkte es nicht, weil ich auch einschlief.
Doch ich wachte wieder auf. Es war noch Tag, doch ich wusste nicht, ob eine Nacht dazwischen gekommen war oder nicht.
Ich lag in meinem Zimmer und ich wusste, was passiert war. Noch immer hatte ich meine Hand zur Faust geballt und nun blickte ich auf sie. Langsam ├Âffnete ich die Faust und entdeckte einen blutroten Stein. Ich erkannte ihn: Es war der Stein, den meine Mutter stets in ihrem Bauchnabel trug.
Ich hielt ihn in die Sonne und betrachtete ihn, leise vor mich hin weinend.
Dann stand ich auf, kramte einen kleinen Lederbeutel aus meiner Kommode und legte den Stein behutsam hinein. Danach hing ich mir den Beutel um den Hals und trug ihn immer, ohne ihn auch nur zum Baden abzunehmen, bis ich alt genug war und mich bereit f├╝hlte, ihn zutragen.
Doch bis dahin sollten noch einige Monsune vergehen und ich stahl mich erneut in den Dschungel.
Ich besuchte die alte Frau und sie hie├č mich willkommen wie zuvor.
Doch diesmal sa├č sie nicht am Feuer: Sie hatte die Fenster ge├Âffnet und lie├č Licht in das H├Ąuschen. Ich konnte sie besser sehen und sie wirkte bekannt, doch ich wusste nicht woher.
Sie sprach mit mir. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, doch als ich, bei Einbruch der Dunkelheit, nach Hause ging, ging ich mit dem Wissen, nun eine weise Hexe zu kennen.
Von nun an ging ich beinahe t├Ąglich zu der Frau und sie lehrte mich die Weisheiten der Frauen der Vergangenheit und zu Hause studierte ich und las in der Bibliothek viel ├╝ber Naturweisheiten nach, um die Rituale und Weisheiten zu verstehen, doch vieles war mir nicht einleuchtend und ich versuchte, es einfach hinzunehmen und mich weiter zu bilden.
Zuerst lernte ich nur, Arzneien zu bereiten, Kr├Ąuter zu suchen, zu erkennen und ihre Wirkung zu bestimmen.

Doch nun bin ich m├╝de und meine Hand schmerzt nach der langen Zeit, in der sie keinen Stift halten durfte.
Der Tag sendet seine Botschaft und der Horizont f├Ąrbt sich rot.
Die Nacht verabschiedet sich und somit auch meine Kraft.

Ich werde fortfahren, wenn eine neue Nacht anbricht und meine Hand nicht mehr schmerzt.



__________________
poesie ? - die Sprache der Liebe, denn wie diese, zerstoerst du sie, wenn du versuchst sie mit dem Verstand und nicht dem Herzen zu begreifen.

Ich will nicht sterben, nur tot sein...

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bounty0174
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2002

Werke: 12
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Hallo,

also, was mir nicht gefallen hat:
Dauernd das Wort "Ich" am Satzanfang.
Auch wenn es in Tagebuchform geschrieben ist, sollte es dennoch nicht so oft verwendet werden.
Auch andere S├Ątzt sind ein bi├čchen verwirrend.
Vielleicht h├Ąttest Du auch am Anfang schreiben sollen:
Wie alles began! Noch ist die Person ja noch kein Vampir und man kann auch noch nicht erahnen wie sie dazu wird.
Auch springst Du zu schnell in andere Handlungen ├╝ber.

Was mir gefallen hat:
Die Geschichte ist trotz allem gut zu lesen. Ich finde sie Interessant, man ist auch am Ende gespannt, wie es weiter geht.

Vielleicht solltest Du diese Geschichte einfach noch einmal ├╝berarbeiten!!
Aber sie ist auf jeden Fall ausbauf├Ąhig!!
Hoffe Du nimmst meine Kritik nicht zu ernst!!!

gr├╝├če
Julia
__________________
Was ich bin, schreibe ich, und ich schreibe, was ich bin!!

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Cat Moon
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 6
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Hallo Julia,

ich bin dankbar f├╝r jede Art von Kritik. So erkenne ich wenigstens, wo meine Schwachstellen liegen, also vielen Dank!

Ich denke, dass ich alles nochmal ├╝berarbeiten werde, sobald die ganze STory fertig ist, denn beim weiterschreiben kommen sowieso hier und da noch ├Ąnderungen zu...

Lieben Gru├č,
Cat
__________________
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Ich will nicht sterben, nur tot sein...

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