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Leselupe.de > Kindergeschichten
Tante Rubinette und Cousin Gravensteiner
Eingestellt am 10. 02. 2003 14:22


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Katjuscha
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Tante Rubinette und Cousin Gravensteiner

Guten Tag, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Malus Domestica und ich bin unwiderstehlich. Zumindest dachte Eva das, als sie sich im Paradies von der Schlange ├╝berreden lie├č vom Baum der Erkenntnis zu naschen. Na du kennst die Story sicherlich, wenn nicht, kannst du sie in der Bibel nachlesen. Die soll ja bei euch Menschen ein echter Bestseller sein. Du hast es sicherlich erraten: Ich bin ein Apfel. Die Menschen und wir ├äpfel sind schon seit Urzeiten dicke Freunde. Schon die alten Pharaonen haben sich mit meinen Vorfahren in ihren Pyramiden beerdigen lassen, damit sie nach ihrem Tod genug zu futtern hatten. Die alten R├Âmer st├Ąrkten sich mit ├äpfeln f├╝r ihre legend├Ąren Feldz├╝ge, denn unsere Vitamine halten echt fit. Die R├Âmer waren es auch, die mit meiner Hilfe das Klonen erfunden haben, so dass sie nur noch s├╝├če und saftige ├äpfel hatten. Profis nennen das auch Propfen, aber Klonen klingt moderner. Auch die Seefahrer hatten immer ein paar ├äpfel im Vorrat, denn wir sind bei richtiger Lagerung sehr lange haltbar. In unserer langen Geschichten haben wir ├äpfel schon viel erlebt. Wir waren Speise f├╝r Bettler, aber auch beim Festmahl des K├Ânigs dabei. Ihr Menschen seht in uns auch ein Symbol f├╝r Macht. Denk nur an den Reichsapfel. Ich stehe auch f├╝r Sch├Ânheit, denn Paris hatte der sch├Ânen Aphrodite einen Apfel geschenkt, was Hera und Athene gar nicht so toll fanden. Ein Symbol der Liebe bin ich nat├╝rlich auch, denk nur an Adam und Eva.
Fr├╝her bauten mich die Leute vor allem auf Streuobstwiesen mit hohen B├Ąumen an, aber da plumpsten wir meist so unsanft herunter, dass wir nur noch in der Saftpresse endeten. Wenn du heute durch unser sch├Ânes Land Brandenburg f├Ąhrst, kannst du gro├če Apfelplantagen sehen mit vielen kleinen B├Ąumen. Da holt man sich keine blauen Flecken, wenn man reif herunter f├Ąllt. Oft werden wir von flei├čigen Helfern aber schon vorher gepl├╝ckt und warten dann im Supermarkt oder beim Obsth├Ąndler darauf, dass du uns kaufst.
Bestimmt hast auch du eine gro├če Verwandtschaft, aber meine ist echt so un├╝bersichtlich, dass da nur noch Apfelprofis durchblicken. Da w├Ąre meine Tante Rubinette, die im Gegensatz zu meinem Cousin Gravensteiner viel kleiner ist. Der ist daf├╝r ein ganz fr├╝hreifes Fr├╝chtchen. Im Herbst wirst du im Supermarkt eher auf meine Cousine Alkmene treffen oder auf meine kleine Schwester Summerred. Den Winter lieben eher die sch├Âne Gala oder der fette Golden Delicious sowie meine Tante Rubinette. Allein in Brandenburg wachsen ├╝ber 100 Apfelsorten.
Doch egal, wer von meiner gro├čen Sippschaft bei dir auf dem Tisch oder in deiner Brotb├╝chse landet: Wir haben alle viel zu bieten. Ich enthalte Kohlenhydrate, vor allem Traubenzucker und Ballaststoffe, die dir bei der Verdauung helfen. ├ťbrigens helfen frisch geriebene ├äpfel gut gegen Durchfall. Und dann biete ich dir nat├╝rlich massig Vitamin C, das vor allem in meiner Schale steckt – also nicht einfach absch├Ąlen und wegwerfen. Aber auch andere Vitamine, Kalium, Eisen und weitere Mineratlstoffe stecken in mir, die dich gesund und munter machen.
Dass du mich einfach so auffuttern kannst, ist klar, aber es gibt auch andere M├Âglichkeiten, mich oder meine Verwandten zu genie├čen. Du kannst aus mir Saft oder Mu├č machen, mich in einem Kuchen verbacken oder einen Bratapfel machen. F├╝r 4 leckere Brat├Ąpfel brauchst du: Fett f├╝r die Form, 4 s├Ąuerliche ├äpfel (am besten meinen Onkel Boskop) und vier Essl├Âffel Schoko-Knusper-M├╝sli. Heiz den Backofen auf 180┬░C vor und streiche ein Backblech mit Fett ein. Danach w├Ąscht du die ├äpfel und entfernst das Kerngeh├Ąuse mit einem Apfelstecher. Jetzt kannst du das M├╝sli in die ├äpfel stopfen und das Ganze dann 25 Minuten im Backofen braten. Statt Knusperm├╝sli kannst du auch gehackte N├╝sse, Rosinen oder Johannisbeergelee nehmen. Guten Appetit!
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Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich K├Ąstner)

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Rote Socke
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Hallo Katjuscha,

ehrlich gesagt, f├Ąllt mir ein spontanes Urteil schwer.
Der Text ist sehr informativ und in sich auch gut geschrieben.
F├╝r welche Altersgruppe ist er gedacht? Ich meine, ein wenig klingt der Text sehr technisch, weil er eben mit vielen sprachlichen Details aufwartet.
Zum Beispiel am Anfang, h├Ątte ich mir als Leser gleich gew├╝nscht, dass der erste Satz noch aussagt: das ist der lateinische Begriff und im deutschen hei├če ich Apfel (so ├Ąhnlich halt.)

Und gegen Ende wird es etwas zu berichthaft.

Verstehst Du, ich stelle nichts in Abrede, der Text hat was. Mir fehlt aber ein bisserl das Kindliche. Na ja, so dr├╝cke ich es mal aus.

Meine Meinung ist nicht b├Âs gemeint, ist halt nur meine Meinung.

Sch├Ânen Gruss von
Socke

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Katjuscha
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Apfelsalat

Hallo Rote Socke,

danke f├╝r deine Kritik. Warum sollte ich dir da b├Âse sein? Der Text soll f├╝r et 10-j├Ąhrige Kinder sein und er ist bereits auch auf der Kinderseite unserer Tageszeitung erschienen. Es ist ja eigentlich auch keine Geschcihte, sondern ein Sachtext f├╝r Kinder. Es ist ja nichts erfunden. Und dass ein Rezept technisch klingt, l├Ąsst sich da nicht vermeiden. Ich finde schon, dass der Text kindgerecht ist - nur weil er Sachinformationen enth├Ąlt, muss man ihn ja nicht verniedlichen. Kinder wollen ja schlie├člich auch ernst genommen werden. (o:

Katjuscha
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Rote Socke
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Ja Katjuscha,

so gesehen, bin ich wohl zu sehr auf der Prosaschiene geritten. Das passiert halt schnell in diesem und anderen Foren.

Gruss

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Katjuscha
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Huhu rote Socke,

ja -leider gibt es hier ja keine extra Sparte f├╝r Sachtexte oder so, denn ich denke, dass es auch interessant sein kann, zu schauen, wie andere Leute Sachthemen f├╝r Kinder aufbereiten.

Beste Gr├╝├če von Katjuscha
__________________
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Rote Socke
Guest
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Ja Katjuscha,

da stimme ich Dir v├Âllig zu. Schlie├člich geht man ja auch mit einer gewissen Vorstellung in den Buchladen und stellt sich entweder zur Rubrik 'Sachbuch' oder 'Belletristik'...

Na ja, kommt vielleicht noch ...

Gr├╝├čle

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