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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Tears
Eingestellt am 28. 03. 2003 09:17


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Gribsy
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2002

Werke: 13
Kommentare: 38
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TrÀnen

Es war gerade zehn Minuten her, als er ihr fĂŒr immer Leb wohl gesagt hatte. Nun saß er im Auto und schluchzte. Jo hatte ihn nicht verlassen. Sie hatte ihn lediglich freigegeben. „Ich kann nicht mehr Jo.“ Hatte er zu ihr gesagt. Sie hatte liebevoll geantwortet: „Ich verstehe das. Ich will nicht, daß du unglĂŒcklich mit mir wirst. Also geh Thom.“
Er sah die Menschen ĂŒber den FußgĂ€ngerweg gehen. Einige blickten ihn an. Sein Gesicht war wie versteinert. Aus den Lautsprechern dröhnten die letzten Takte eines neuen Liedes. Seine Hand schlug im Rhythmus der Drums auf das Lenkrad. Die letzten Passanten ĂŒberquerten die Straße.
Er schaute nach rechts und sah einen Mann in einem Mercedes Benz. Er drĂŒckte den Knopf fĂŒr das ASR, irgendwas mit Traktion hatte ihm sein HĂ€ndler erzĂ€hlt. Dann war es soweit. Die Ampel sprang auf Gelb und er gab Gas. Trotz der anti Schlupf Regelung drehten die Reifen durch. Aber dann schoss sein Auto nach vorne. In diesem Moment begannen die Guano Apes aus den Boxen zu ertönen. Er sang das Lied mit. „Hide your Face for ever, dream and search for ever.” Eine TrĂ€ne kullerte seine Wange hinab.

Er erinnerte sich an die vergangenen Wochen, an die Telefonate, die er mit Jo gefĂŒhrt hatte. Sie war so heiß gewesen. Er hatte sie in der vergangenen Zeit immer wieder am Telefon kommen lassen. Sie hatten Telefonsex betrieben. Und was fĂŒr einen. Nahezu sĂ€mtliche SM Praktiken waren sie durchgegangen. Manchmal war sie dreimal in zwei Stunden gekommen. Immer wieder hatten sie sich Situationen ausgemahlt, wie es wĂ€re, wenn sie sich gegenĂŒberstanden. Am Bahnhof oder einfach nur wie er vor ihrer TĂŒr stand und sie anlĂ€chelte und sie diese öffnete.

Es hatte zwischen den beiden gepasst, doch RealitĂ€t und die Welt in der sich die beiden hineingesteigert hatten lagen zu weit auseinander. Er war verheiratet. Seine Verantwortung und die Aufgaben, die vor ihm lagen ließen nicht mehr zu. Doch das Verlangen nach ihr hatte so sehr in ihm gebrannt, dass er beinahe heute zu ihr gefahren wĂ€re. Aber nun saß er im Auto auf den Weg nach Hause. Die Vernunft hatte gesiegt. Er hasste sich dafĂŒr, er hasste seine Angst, die er vor einem Neuanfang hatte, seine AbhĂ€ngigkeit vom Geld. Er hasste sein ganzes Leben.

„Have you ever been for sale ? When your isms get smart.” Er schrie die ersten Zeilen des Liedes heraus. Nur 200 Meter waren es bis zur nĂ€chsten Ampel. Und sie war schon auf Rot umgesprungen. Der Fahre mit dem Daimler, ein etwas Ă€lterer Herr hatte keine Chance. Die Reaktionszeit von ihm war einfach zu langsam. Doch das interessierte Thomas nicht. Er ging in die Eisen. Der Aktenkoffer prallte mit voller Wucht gegen den Fahrersitz. Doch auch das schien er nicht wahrzunehmen. Immer mehr TrĂ€nen tauchten hinter den GlĂ€sern seiner Sonnenbrille auf und suchten sich ihren Weg zu seinen Lippen. Bei jedem Wort, daß er mitsang spritzten sie dann Richtung Windschutzscheibe.

Erneut sprang die Ampel auf grĂŒn und er gab Gas. Auch diesmal konnte der Fahrer des Mercedes nicht mithalten. Wieder kreisten seine Gedanken um das was er eben fortgeworfen hatte. Die Chance auf einen Neuanfang. Der Schmerz saß so tief, daß er nun anfing zu weinen. Seine Brust hob und senkte sich in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden. Sein Körper zuckte wie unter elektrischen SchlĂ€gen. Die TrĂ€nen ließen seine Sicht verschwimmen, so daß er die Bremslichter des Vordermannes erst im letzten Moment wahrnahm. Schon wieder eine Vollbremsung. Die Welt um ihn herum verschwand. Er sah nur noch die Bremslichter des vor ihm stehenden Wagens und wĂŒnschte sie sich weg. Der Wagen bog links ab und Thomas trat auf das Gaspedal.

Die Autobahnauffahrt. Die Guano Apes hatten ihr Lied beendet. Nun kam ein Text, der ihn noch stĂ€rker mitriss. Wahre BĂ€che von TrĂ€nen rannen nun seine Wangen hinunter. „Es gibt kein Weg zurĂŒck.“ Sang er mit bebender und vor Schmerz durchtrĂ€nkter Stimme mit. Das Gaspedal voll durchgetreten schoss er mit seinem Auto auf die Autobahn. Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere Wagen interessierten ihn nicht. Wie in Trance lenkte er den Wagen mal rechts, mal links vorbei. Die Stimme von Joachim Witt klang immer wieder nach in seinem Kopf und er sang jede Zeile des Liedes mit. Die Welt um ihn herum verschwamm und dann passierte es. Er erreichte grade eine AutobahnbrĂŒcke, als links vor ihm ein Wagen auf die mittlere Spur wechselte. Eine falsche Lenkung, den Fuß auf die Bremse getreten und schon begann sein Wagen zu schleudern. FĂŒr einen Augenblick sah Thomas die Leitplanke auf sich zukommen und dann nur noch Abgrund.

Und wieder sang er: „Es gibt kein Weg zurĂŒck! Nichts was ist wird jemals ungeschehen.“ Er lĂ€chelte. Nun konnte er neu anfangen.

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Ich muss schreiben oder man diagnostiziert Multiple Persönlichkeitsspaltung bei mir.

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Quidam
Guest
Registriert: Not Yet

TrÀnen

Es war gerade zehn Minuten her, als er ihr fĂŒr immer Leb wohl gesagt hatte. Hier wĂŒrde ich den Satz spalten und das Schlagende voranstellen: Er hatte Jo fĂŒr immer Leb wohl gesagt. Das war gerademal vor wenigen Minuten.
Nun saß er im Auto und schluchzte. Warum schreibst du hier nicht, dass er vor einer Ampel wartet? Dann hat man gleich eine bessere Vorstellung, von der Situation.
Jo hatte ihn nicht verlassen. Sie hatte ihn lediglich freigegeben. „Ich kann nicht mehr Jo.“ Hatte er zu ihr gesagt. Sie hatte liebevoll geantwortet: „Ich verstehe das. Ich will nicht, daß du unglĂŒcklich mit mir wirst. Also geh Thom.“Bin gespannt, was folgen wird.

Er sah die Menschen ĂŒber den FußgĂ€ngerweg gehen. Einige blickten ihn an. Sein Gesicht war wie versteinert. Aus den Lautsprechern dröhnten die letzten Takte eines neuen"neuen" streichen. Keine Aussagekraft.
Liedes. Seine Hand schlug im Rhythmus der Drums auf das Lenkrad. Die letzten Passanten ĂŒberquerten die Straße.
Er schaute nach rechts und sah einen Mann in einem Mercedes Benz. Er drĂŒckte den Knopf fĂŒr das ASR, irgendwas mit Traktion hatte ihm sein HĂ€ndler erzĂ€hlt. Dann war es soweit. Die Ampel sprang auf Gelb und er gab Gas.*stirnrunzel* Dann hĂ€tte doch grĂŒn sein mĂŒssen, wenn sie nun auf Gelb "sprang"?!
Trotz der anti Schlupf Regelung drehten die Reifen durch. Aber dann schoss sein Auto nach vorne. In diesem Moment begannen die Guano Apes aus den Boxen zu ertönen. Er sang das Lied mit. „Hide your Face for ever, dream and search for ever.” Eine TrĂ€ne kullerte seine Wange hinab.

Er erinnerte sich an die vergangenen Wochen, an die Telefonate, die er mit Jo gefĂŒhrt hatte. Sie war so heiß gewesen. Er hatte sie in der vergangenen Zeit immer wieder am Telefon kommen lassen. Sie hatten Telefonsex betrieben.ola..*schmunzel*
Und was fĂŒr einen. Nahezu sĂ€mtliche SM Praktiken waren sie durchgegangen. Manchmal war sie dreimal in zwei Stunden gekommen. Immer wieder hatten sie sich Situationen ausgemahlt, wie es wĂ€re, wenn sie sich gegenĂŒberstanden. Am Bahnhof oder einfach nur wie er vor ihrer TĂŒr stand und sie anlĂ€chelte und sie diese öffnete.Eine GlastĂŒre? Oder wie kann sie ihn durch die TĂŒre anlĂ€cheln?


Es hatte zwischen den beiden gepasst, doch RealitĂ€t und die Welt in der sich die beiden hineingesteigert hatten lagen zu weit auseinander. Er war verheiratet. Seine Verantwortung und die Aufgaben, die vor ihm lagen ließen nicht mehr zu. Doch das Verlangen nach ihr hatte so sehr in ihm gebrannt, dass er beinahe heuteIch dachte, er war bei ihr? Dann ist er ja zu Ihr gefahren?
zu ihr gefahren wĂ€re. Aber nun saß er im Auto auf den Weg nach Hause. Die Vernunft hatte gesiegt. Er hasste sich dafĂŒr, er hasste seine Angst, die er vor einem Neuanfang hatte, seine AbhĂ€ngigkeit vom Geld. Er hasste sein ganzes Leben.

„Have you ever been for sale ? When your isms get smart.” Er schrie die ersten Zeilen des Liedes heraus. Nur 200 Zahlen wĂŒrde ich streichen und stattdessen schreiben: Nur wenige Meter.
Meter waren es bis zur nÀchsten Ampel. Und sie war schon auf Rot umgesprungen. Der Fahre Fahrer
mit dem Daimler, ein etwas Àlterer Herr hatte keine Chance. ??? Wobei hatte der keine Chance?
Die Reaktionszeit von ihm war einfach zu langsam.Reaktionszeit von was?
Doch das interessierte Thomas nicht. Er ging in die Eisen.Achso: In die Bremsen! Ich dachte, er gab Gas.-)
Der Aktenkoffer prallte mit voller Wucht gegen den Fahrersitz. Doch auch das schien er nicht wahrzunehmen. Immer mehr TrĂ€nen tauchten hinter den GlĂ€sern seiner Sonnenbrille auf und suchten sich ihren Weg zu seinen Lippen. Bei jedem Wort, daß er mitsang spritzten sie dann Richtung Windschutzscheibe.Gut.


Erneut streichen. Klingt so verwunderlich, doch ist es normal, dass die Ampel umspringen wird.
sprang die Ampel auf grĂŒn und er gab Gas. Auch diesmal konnte der Fahrer des Mercedes nicht mithalten. Wieder kreisten seine Gedanken um das was er eben fortgeworfen hatte. Die Chance auf einen Neuanfang. Der Schmerz saß so tief, daß er nun anfing zu weinen. Seine Brust hob und senkte sich in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden. Sein Körper zuckte wie unter elektrischen SchlĂ€gen. Die TrĂ€nen ließen seine Sicht verschwimmen, so daß er die Bremslichter des Vordermannes erst im letzten Moment wahrnahm. Schon wieder eine Vollbremsung. Die Welt um ihn herum verschwand. Er sah nur noch die Bremslichter des vor ihm stehenden Wagens und wĂŒnschte sie ihn - ist ja nur ein Wagen.
sich weg. Der Wagen bog links ab und Thomas trat auf das Gaspedal.

Die Autobahnauffahrt. Die Guano Apes hatten ihr Lied beendet. Nun kam ein Text, der ihn noch stĂ€rker mitriss. Wahre BĂ€che von TrĂ€nen rannen nun seine Wangen hinunter. „Es gibt kein Weg zurĂŒck.“ Sang er mit bebender und vor Schmerz durchtrĂ€nkter Stimme mit. Das Gaspedal voll"voll" wĂŒrde ich streichen.
durchgetreten schoss er mit seinem Auto auf die Autobahn. Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere Wagen interessierten ihn nicht. Wie in Trance lenkte er den Wagen mal rechts, mal links vorbei. Die Stimme von Joachim Witt klang immer wieder nach in seinem Kopf und er sang jede Zeile des Liedes mit. Die Welt um ihn herum verschwamm und dann passierte es. Er erreichte grade eine AutobahnbrĂŒcke, als links vor ihm ein Wagen auf die mittlere Spur wechselte. Eine falsche Lenkung, den Fuß auf die Bremse getreten und schon begann sein Wagen zu schleudern. FĂŒr einen Augenblick sah Thomas die Leitplanke auf sich zukommen und dann nur noch Abgrund.

Und wieder sang er: „Es gibt kein Weg zurĂŒck! Nichts was ist wird jemals ungeschehen.“ Er lĂ€chelte. hm.. unglaubwĂŒrdig.
Nun konnte er neu anfangen.

Hallo Grisby,
deine Geschichte hat mich nicht so ganz ĂŒberzeugt. Es fehlen die Überraschungsmomente. Einige Dinge solltest du noch ausbauen, z.b. Warum er so nicht leben konnte. Einige Dinge solltest du straffen. Der Mercedesfahrer kommt mir doch ein wenig unmotiviert daher. Ausserdem: Warum sollte der eine Chance haben? Er wird sicherlich ganz normal seinem Alltag nachgehen und an keinem Rennen interessiert sein, sprich: normal fahren.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen!

*winke*
quid


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Evchen13
???
Registriert: Jan 2003

Werke: 21
Kommentare: 173
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Hallöchen Gribsy,

und diese Geschichte ist schon gut. Wenn du die VorschlĂ€ge ĂŒbernimmst wird sie viel besser. Ja, du schaffst es langsam, diese GefĂŒhle, die dunkeln, herauszuschĂ€len zu zeigen.

Also dann bis bald mal wieder.

Liebe GrĂŒĂŸe

Ev
__________________
TrÀume nicht dein Leben, sondern lebe deine TrÀume!

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