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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Terrorgenie III
Eingestellt am 14. 09. 2003 13:40


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BlauerRegen
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Aug 2003

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Die Bewegung muss weiterk├Ąmpfen! Der Geheimdienst des kleinen Staates hat unerwartet einen unglaublichen Gegenschlag gelandet und das Terrorgenie aufgesp├╝rt. Da ihm jedoch keine terroristischen Aktivit├Ąten nachgewiesen werden konnte, wurde er in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Kopflos stand die Schar von bewaffneten Freiheitsk├Ąmpfern da und erlag einer organisatorischen Paralyse. Sie verschanzten sich und warteten ab, denn sie wussten, dass das Genie immer einen Weg findet.
Kurz vor seiner Zwangseinweisung schlie├čt das Genie Bekanntschaft mit einem ├Ąu├čerst gef├Ąhrlichen Sympathiesanden aus den Reihen der Regierung. Er k├╝ndigt seine Solidarit├Ąt mit der Terrorgruppe an in dem Falle, dass das „Schweinesystem“ zu unlauteren Mitteln greifen sollte und das Terrorgenie in seinen Grundrechten einschr├Ąnken w├╝rde.
Doch v├Âllig unerwartet, als sich das Schweineregime in arroganter Selbstsicherheit w├Ąhnt, meldet sich das Terrorgenie zur├╝ck und zerst├Ârt wiederum wichtige milit├Ąrische St├╝tzpunkte des Staates. Die Meute jubelte, als sie die Stimme des Anf├╝hrers ├╝ber die staatlich kontrollierten Radiosender h├Ârten. Es war 0.00 Uhr als pl├Âtzlich ein Rauschen einsetzte und die Partisanenhymne erklang. Daraufhin meldete sich das Genie zu Worte: „Ich weiss es, meine Kameraden, es ist euch wohl oft schwer gefallen, denn ihr meintet es m├╝sse doch nun ein Wandel kommen. Und er kam nicht und immer wieder musste an euch Appell gerichtet werden. Es muss weitergek├Ąmpft werden. Ihr d├╝rft nicht handeln – ihr m├╝sst gehorchen, ihr m├╝sst euch f├╝gen, ihr m├╝sst euch diesem wohlbringenden Zwang beugen!“
Wie hatte es das Genie nur geschafft, aus seiner Isolationszelle heraus die Radiosender zu ├╝bernehmen? Das fragte sich die aufgeschreckte Masse.
Die B├╝rger gingen auf die Strasse und jetzt wurde deutlich, wie seine Taktik wirkte: die B├╝rger des kleinen Staates wurden in zwei Lager gespalten. Die einen nahmen das Terrorgenie als zuk├╝nftiges Staatsoberhaupt an und wollten seine Regierung an der Spitze wissen, wenngleich sie Angst vor einem Aufstand vor dem faschistoiden System hatten und die anderen zogen sich gleichg├╝ltig in ihre Wohnungen zur├╝ck. Letztere bangten um ihre Positionen und Privilegien, die sie innerhalb des Systems innehatten. Ihnen wurden seitens des Staates hohe Aufwandsentsch├Ądigungen versprochen, wenn sie sich dem System gegen├╝ber loyal verhielten. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis auch sie einsehen w├╝rden, dass sie auf verlorenem Posten k├Ąmpften.
Die Partisanen indes bauten im Untergrund an einer der schrecklichsten Waffen, die die Welt je gesehen hatte. Das Terrorgenie kannte sich vorz├╝glich mit den Gesetzen des kleinen Staates aus und wusste sie f├╝r sich zu nutzen. Er bestand auf sein Recht, Besuch empfangen zu d├╝rfen. Dies wurde von seinen Anh├Ąngern f├╝r subversive Anschlagsplanungen ausgenutzt. Sie schickten ihre alten M├╝tter mit Kuchen, in die Bauteile f├╝r den n├Ąchsten Anschlag eingebacken wurden. Die Bewegung hatte gerade erst angefangen...

__________________
sex mit dem sozialarbeiter *sing*

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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

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der sympathiesand dagegen wurde von zweifeln geplagt.
zwar war sein plan, das system von innen heraus zu zersetzen, indem er sich einer zwar charismatischen, aber doch gut steuerbaren pers├Ânlichkeit f├╝r die drecksarbeit bediente, erfolgreich aufgegangen, aber eigentlich... eigentlich ging es seit wochen nicht mehr voran.
zwar baute das genie in seiner iso-zelle aus den, auf noch nie dagewesene art, geschmuggelten einzelteilen die den endg├╝ltigen sieg bringende waffe meisterlich zusammen. andererseits, hatte sich das genie nicht schon oft geirrt? niemand hatte bisher verstanden, was diese waffe so einzigartig und schrecklich machen sollte: der anteil an kinderschokolade, die bilder aus den billigen heftchen vom bahnhofskiosk oder dieses pumpger├Ąt zur penisverl├Ąngerung via unterdruck?

doch die gr├Â├čten zweifel betrafen das ziel seines planes:
wollte er es noch immer?
so viel zeit, geld und nerven investieren?
und vor allem: wof├╝r das ganze?

denn eines hatte er gelernt: es wird immer menschen geben, die alles als selbstverst├Ąndlich betrachten und die unreflektiert das wort faschistoid benutzen...

er w├╝rde abwarten, was sich das genie als n├Ąchstes ausdachte .
__________________
ist meine, und damit nur EINE Meinung

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Haselblatt
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

Werke: 2
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Sand im Getriebe?

Hallo Rainer,

wenn der "sympathie-sand" ein bewusster Schreibfehler ist, dann ist er jedenfalls genial...

"...so viel zeit, geld und nerven investieren?
und vor allem: wof├╝r das ganze?..."

Ganz meine Meinung. Blo├č nicht weiter so.
__________________
Auf bald - Heimo B.
As long as you continue to do what you always did, you will continue to get what you always got. (Abraham Lincoln)

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