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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Terrorgenie IV
Eingestellt am 20. 09. 2003 23:37


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BlauerRegen
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2003

Werke: 13
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Das Genie erwies sich als hartnĂ€ckiger und widerstandsfĂ€higer als bisher angenommen. Von vornherein hatte er alle EventualitĂ€ten mit einberechnet und schlug erneut mit gnadenloser HĂ€rte zu. Er haßte sie, er haßte sie mehr als der Teufel das Weihwasser. Er wollte sie nur noch zerstören und ihnen das Bajonett zwischen die Augen rammen, wenn sie vor ihm auf den Knien um Gnade flehten. Wenn der Tod an die TĂŒre klopft, dann vergeht den Pseudointellektuellen ihr hochtrabendes und selbstgerechtes Gerede. Das Regime kannte keine Moral, denn sĂ€mtliche Gefolgschaft erwies sich als treuloser Haufen. Einige unter ihnen waren sogar Doppelspione – Opportunisten im besten Falle. Das Genie hatte sie alle durchschaut und er kalkulierte dies in seinen subversiven Feldzug mit ein, so war es dann auch nicht möglich, ihn durch diese erbĂ€rmlichen Attacken klein zu kriegen. Jedes falsche Wort, jede unĂŒberlegte Formulierung trieb ihn nur noch weiter in seinem Hass.
Die militĂ€risch bewachte Psychiatrie, in die man ihn einwies, hinterließ er in einem Schutthaufen. Er baute seine kleine Nuklearbombe mit selbstentwickelten Seuchenviren und zĂŒndete sie, als die Morgenwache sein leeres Zimmer vorfand. Die Gebeine der Bewacher lagen verkohlt im GelĂ€nde. Keiner kam, um sie zu beerdigen, keiner weinte den Toten eine TrĂ€ne nach, denn es waren im Grunde keine zivilisierten Menschen. Und auch das Genie zeigte sich eher erfreut als reumĂŒtig ĂŒber die Leichen der Regimetreuen. So war es sein erklĂ€rtes Ziel, jeden Widerstand und jeden Gegner auszumerzen und nur einige wenige am Leben zu lassen, solche, die dem gesellschaftlichen Werteverfall noch nicht gĂ€nzlich zum Opfer gefallen waren. Er lehrte ihnen das FĂŒrchten und sie ignorierten, nein verdrĂ€ngten ihn – noch!

__________________
sex mit dem sozialarbeiter *sing*

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