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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
That's lustig!
Eingestellt am 23. 06. 2007 14:19


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paulenullnullzwei
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"Multikulti" klingt fĂŒr mich immer ein bisschen nach GĂŒnen-Parteitag und MĂŒsli ohne leckere Schokoflocken, auch wenn MĂŒsli ohne leckere Schokoflocken im strengen Wortsinn nicht unbedingt einen Klang hat. Wer sich trotzdessen nicht die Freude am bunten NationalitĂ€ten-Mixmax vertreiben lassen will, dem sei ein Besuch beim alljĂ€hrlichen Sommerfest des DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) in Heidelberg empfohlen.


Gestern war es nun wieder soweit. FĂŒr mich war es das erste Mal. Die Liebe spĂŒlte mich in ihrer launigen, undurchdringlichen Art dorthin. Mein Spatzl ist dort angestellt. Sie zeigte mir gleich nach dem Bierstand und den Toiletten ihre komplette Firma. Ganz schön viel HĂ€user braucht's, um so 'nen kleinen Krebs zu besiegen. Da es offensichtlich einer weltweiten konzertierten Aktion bedarf, um der Geißel der Menschheit auf die Pelle zu rĂŒcken, haben sich schlaue Köpfe aus aller Herren LĂ€nder hier versammelt. Außer Nordkoreanern habe ich glaube jede NationalitĂ€t mit mindestens einem Exemplar vertreten gefunden.

Nach dem Rundgang fand ich mich erschöpft an einem Biertisch mit einem Chinesen, einem Inder und einem TĂŒrken wieder. Erstaunlicherweise waren alle drei leidenschaftliche Raucher. Besonders der Chinese hörte praktisch gar nicht auf zu dampfen. Vielleicht lag es an seiner Frau, die, so wusste er in bunten Farben auszumalen, wohl die Eifersucht neu erfunden hatte. Keine fĂŒnf Minuten ließe sie ihm ohne Kontroll-Anruf. Ich hatte das GefĂŒhl, dass er der einzige Chinese auf der Welt ist, der die ProsperitĂ€t seines Landes verdammt, da sie auch das Handy mit sich gebracht hatte.

Das Lustige an den GesprĂ€chen war aber nicht nur inhaltlich bedingt, sondern auch formaler Natur. Man hat sich im DKFZ wohl vor langer Zeit darauf geeinigt, dass neben Deutsch Englisch als Verkehrssprache gilt. Irgendwie hatte man aber vergessen vorzuschreiben, dass man die beiden Sprachen getrennt zu benutzen hat, also entweder Deutsch oder Englisch. Hier wird jedoch Deutsch und Englisch gleichzeitig gesprochen. Das kann ich jetzt gar nicht so nachmachen, muss man selbst gehört haben. Auch mein Spatzl fing nach kurzer Zeit mit mir in dieser lustigen Sprache an zu sprechen. Gleich fĂŒhlte ich mich dazugehörig zu der schlauen Wissenschaftler-Bande.

Nach dem Chinesenlamento begann der Inder seine traurige Geschichte zu erzĂ€hlen. Sein Vater, der ein militanter Nichtraucher gewesen war, sei kĂŒrzlich an Krebs gestorben. Er hĂ€tte, als er noch lebte, jedem Raucher, dem er habhaft werden konnte, die Kippe aus dem Mund gezogen, auf den Boden gefeuert und sie unter FlĂŒchen mit den FĂŒĂŸen zermahlen. Er starb letztes Jahr an Fußkrebs.

Nach kurzer Stille brĂŒllten alle vor Lachen. Das ist Multikulti, Frau KĂŒnast!

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jon
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Worum geht es hier? Um Sprach-Quatsch, wie die Überschrift verspricht? Das hast du zwar erwĂ€hnt, aber im journalistischen Sinne ausgelassen (wie klingt das? was soll das? woher kommt und wohin fĂŒhrt das?). Um Multikulti? Bis auf die Tatsache, dass sich der ErzĂ€hler mit drei AuslĂ€ndern unterhĂ€lt, findet das nicht statt (, die drei hĂ€tten auch aus der Nachbarschaft Paules kommen können, ohne das irgendein "Gag" anders gewesen wĂ€re). Dass Kampf gegen Krebs nicht totersnt sein muss? Auch das – der Kampf gegen Krebs – findet nur insofern statt, als Paule sich darĂŒber lustig macht (, warum eigentlich?). Also: Was macht diesen Text zu einem journalistischen?
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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paulenullnullzwei
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Journalistische Texte

Tach Jon,

gar nix macht den Text zu einem journalistischem. Er ist eine Kolumne. Mehr fÀllt mir da jetzt auch nicht zu ein.

Es grĂŒĂŸt Paule!

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jon
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Schon klar, dass das hier keine Nachricht, kein Bericht, keine Reportage, kein Interview 
 keine Rezension ist. Aber: Kolumnen sind journalistische Texte und mĂŒssen sich an journalistischen Kriterein messen lassen.
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paulenullnullzwei
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Kolumnen

Quatsch mit Soße, Kolumnen sollen auf heitere oder andere Weise zum Nachdenken anregen, mehr nicht. Aber so ganz genau kenn ich die Definition von "Kolumne" jetzt auch nicht. FĂŒr mich ist es aber so.

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jon
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Redakteurshinweis: MĂ€ĂŸige bitte deinen Ton!
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Genau: Es soll zum Denken anregen. In diesem Text ist aber nichts, was zum Denken anregt.
Tipp: Schau mal Hier klicken – da steht einiges zu journalistischen Texten. Das mit dem Unterhaltungswert klappt hier einigermaßen (auch wenn fĂŒr mich ein Text, bei dem ich mich erfolglos frage, "Was wollte uns der Autor damit sagen?" im Unterhaltwert deutlich sinkt), aber das "Kommentieren" kommt deutlich zu kurz. Vor allem deshalb, weil du ĂŒber alles nur so dahinhuschst, ohne wirklich hinzusehen. (siehe vorigen Kommentar)
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paulenullnullzwei
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Ton

Mein lieber Scholli, seid ihr hier streng!

Jetzt sag ich mal kurz, was in meinem Text zum Denken anregt.

Multikulti kann nicht von oben verordnet werden, sondern muss mit den Menschen anderer Kulturen persönlich erlebt werden. Mich hat an der Situation an diesem Sommerfesttag fasziniert, dass Menschen, die von der anderen Seite der Welt kommen und die ich das erste Mal in meinem Leben traf, genau die gleichen Probleme mit ihren Frauen haben und den gleichen schwarzen Humor wie ich obendrein. Wenn das nicht reicht zur Denkanregung, ja dann war der Tag fĂŒr die Katz!

Bitte die Leselupe nicht allzu nah aufs Blatt setzen, dann verliert man den Überblick, werte Herren!

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