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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
The Life of Will Vandom
Eingestellt am 04. 07. 2005 11:05


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Wilhelmina
Hobbydichter
Registriert: Jul 2005

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Ähm.. Vorab noch Etwas: Dies ist nicht meine erste Geschichte, allerdings die Erste von der ich immer wieder Teile schreibe (Alle Anderen waren nur Anfänge). Zerreisst mich nicht in der Luft dafür, denn ich habe diesen Text \"mal schnell\" während der Arbeit geschrieben. Fortsetzungen folgen. Konstruktive Kritik ist erwünscht.

Will verstaute ihren Rollkoffer in der Gepäckablage, liess sich dann wieder auf den Sitz beim Fenster fallen und griff nach dem kleinen, dunkelblauen Rucksack, zog ihn unter dem Platz hervor, öffnete ihn und begann eifrig darin zu kramen. Gegenüber von ihr öffnete sich die Tür zum Gang und ein junger Afrikaner trat ein. Will seufzte lautlos.

[Das war ja zu erwarten. Da will ich einmal verreisen und da passiert mir so etwas…]

Wie zu erwartet setzte sich der Mann neben sie und begann in gebrochenem Englisch eine Unterhaltung anzuzetteln. Will gab auf die ersten Fragen eine knappe Antwort und entschloss sich da der Kerl aufdringlicher zu werden schien weiter im Rucksack Essen herauszusuchen, nur schon um eine Ablenkung zu haben. Da klingelte ihr Handy von weit unten aus der Tasche. „Gott sei Dank“, murmelte sie und griff danach, um die hereingekommene SMS ihrer Freundin zu beantworten. Währenddessen legte er seinen Arm um ihre Schulter. Will wurde die Sache immer unangenehmer, zumal sie schlechte Erfahrungen gemacht hatte mit Afrikanern… Da schob sich die Abteiltür erneut auf und ein zweiter Mann trat ein, mit braungebranntem Gesicht und zwei grossen, ledernen, pechschwarzen und von Glanz überzogenen Koffern. Der Erste liess sofort von ihr ab und rückte auf seinen Platz zurück.

[Danke… Danke Danke Danke Danke Danke und … - Hey. Sieht der Typ nicht aus wie mein RW – Lehrer?]

Ein Grinsen breitete sich auf Will’s Gesicht aus, als sie den Italiener musterte, der sich ihr gegenüber nieder liess. Zum Einen war mit diesem neuen Passagier gewährleistet, dass sie nicht mehr mit weiteren Annährungsversuchen rechnen musste, zum Anderen sah dieser Mann wirklich gut aus. Sehr gut sogar…Da lenkte sie ein erneutes Piepen des Handys ab. Sie schrieb schnell eine Antwort und liess nebenbei einfliessen, dass sie den Mann gegenüber von sich noch besser kennen lernen wollte. Nicht dass sie das wirklich vorhatte – Trotzdem erwartete sie die Antwort gespannt, um zu sehen, ob Eifersuchtsreaktionen von ihrer Freundin zu erkennen waren. Diese blieb jedoch angesichts dieser Tatsache relativ ruhig und so vertrieben sich die Beiden durch das Schreiben von SMS die meiste Zeit.

Nachdem ihre Freundin angekündigt hatte, sie würde nun einkaufen gehen und müsse somit den SMS – Kontakt für eine Weile unterbrechen, holte Will den „Stragvanza“ – Wälzer hervor, den ihr eine gute Freundin zum letzten Geburtstag im September geschenkt hatte, und begann zu lesen. Ausserhalb der Fenster wurde es inzwischen immer dunkler und dicke Regentropfen schlugen an das Glas. Ihre beiden Mitfahrer waren schon bei der Grenzstation ausgestiegen, worüber Will am Anfang froh gewesen war. Nun war ihr schlicht und ergreifend langweilig. So stellte sie sich auf den Sitz und begann die Haare zu kämmen (Jeder der Abteile verfügte über je einen Spiegel oberhalb des Sitzes). Schliesslich wollte sie doch gut aussehen für ihre Freundin. Während sie ihre Haare glatt strich und dann mit einem roten und einem weissen Haargummi festmachte, sah sie sich kritisch an. Sie strich sich die Haare noch einmal hinter die Ohren, bevor sie sich entschied dass das reichen musste.

In diesem Moment erklang die Ansage, die mitteilte, dass sie nun in Frankfurt eintreffen würden. Will sprang erschrocken vom Sitz herab, zog eilig ihren schweren Rollkoffer hinter sich her, warf sich den Rucksack über und verstaute Handy und Buch in den grossen Manteltaschen. Rasch schob sie die Glastür hinaus um in den Gang zu gelangen – und stiess in eine Menschenmenge. Sämtliche andere Passagiere schienen das gleiche Ziel zu haben wie sie. Also erkämpfte sie sich mühsam den Weg nach vorne, bis zur nächsten Tür die geschlossen war. Will drückte auf den Schalter, der zur Öffnung zuständig war. Nichts rührte sich. Sie drückte heftiger und erneut darauf, doch nichts geschah. Da schlug sie ein letztes Mal deprimiert mit der Hand gegen den hellroten Schalter, wandte sich dann ab um durch das nächste Abteil bis zur Tür zu rennen, die beiden Gepäckstücke im Schlepptau und nicht auf die herumstehend- und sitzenden Gäste zu achten, von denen eine ältere Dame ihr hinterher schimpfte. Kaum stoppte sie vor der nächsten Tür, spürte sie einen leichten Ruck… und der Zug begann sich zu bewegen. Für einen Augenblick blieb sie resigniert stehen, doch es blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken.

Sie blinzelte, dann kam ihr der Geistesblitz. Sie drehte sich um und raste mit ihrem Gepäck zurück zur ersten Türe, bevor sie atemlos vor einem jungen Mann stoppte. Der lächelte sie angesichts des zerzausten schwarzen Haares und den kleinen, hektischen hellroten Flecken auf den Wangen an. Sie zögerte einen Augenblick, sprach ihn dann aber an: „Entschuldigen Sie, könnten Sie einen Augenblick auf mein Gepäck aufpassen? Ich habe die Station verpasst und muss mich nun erkundigen wie ich am Schnellsten weiterkomme.“ „Klar doch, kein Problem“, sagte er und Will’s Augen leuchteten. Dankbar und gleichzeitig herzlich lächelte sie ihn an, dann beeilte sie sich durch die Gänge zu rennen, immer wieder auf die Informationsschilder an den Wänden achtend die sie schliesslich durch das Essabteil zur Küche führten, die gleichzeitig als Informationspunkt diente. Mit hastigen Handbewegungen erklärte sie einer Dame in der üblichen Arbeitskleidung ihr Problem. Die hörte es sich an, nickte ab und zu verständnisvoll, und fragte am Ende der Ausführungen: „Und womit kann ich Ihnen jetzt helfen?“

[Himmel!]

„Könnten Sie mir bitte die schnellste Bahnverbindung nach Bayern zeigen?“ „Sicher.“ Die Angestellte verschwand um einige Minuten danach mit einem kleinen, roten Buch wieder zu kommen, in dem sämtliche Zugverbindungen detailliert aufgeführt waren. Danach erklärte sie Will welchen Zug sie wo erwischen musste. Will nickte dankend und kehrte dann nicht weniger aufgewühlt zurück zu ihren Koffern. Kaum aus dem Zug, würde sie noch eine Telefonkarte kaufen müssen um ihrer Mutter Bescheid zu geben damit diese eine SMS schreiben konnte um ihrer Freundin mitzuteilen wann Will jetzt ankommen würde…

[Nicht, dass ich Abends um 20.00 Uhr alleine am stockfinstren Bahnhof stehe.]

Da ihr Handy durch das Schreiben der vielen SMS nun kaum mehr Geld darauf hatte und der Grenzübergang der pro SMS ungefähr EURO 5.-- anstelle von EURO 0.20 abgezogen hatte den Rest getan hatte, kaufte sie noch im Zug eine Telefonkarte. Dann kehrte sie zu dem jungen Mann zurück und bedankte sich erleichtert noch einmal dafür, dass er so lange auf ihr Gepäck aufgepasst hatte. Kurz darauf stoppte der Zug auch schon und sie stieg aus. Sie nahm sich gar nicht gross Zeit den schönen Bahnhof zu beobachten, sondern rannte quer durch die Halle, den schweren Rollkoffer hinter sich her schleifend, zum Informationsstand.

__________________
I wrote this story with bloody hands.

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

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Hallo Wilhelmina,

herzlich willkommen.

Das könnte eine hübsche Geschichte werden. Du schreibst sehr ausführlich, ist es ein Roman? Der Anfang macht schon mal neugierig auf Wills weitere Erlebnisse.

Als erstes wĂĽrde ich das Ganze nach Wortwiederholungen etc. durchgehen - hier z.B.

quote:
Da ihr Handy durch das Schreiben der vielen SMS nun kaum mehr Geld darauf hatte und der Grenzübergang der pro SMS ungefähr EURO 5.-- anstelle von EURO 0.20 abgezogen hatte den Rest getan hatte

Der Satz ist verunglückt. Mach mehrere daraus, wenn du schon meinst, die Informationen seien unbedingt nötig.
Beispielsweise:
Durch die vielen SMS war ihr Handy-Guthaben fast auf null geschrumpft, denn die Auslands-SMS kosteten ungefähr fünf Euro statt der üblichen zwanzig Cent.Daher kaufte sie im Zug eine Telefonkarte.

Insgesamt kannst du sicher noch straffen.

Warum Tagebuch? Ich würde für die einzelnen Teile zunächst die Schreibwerkstatt vorschlagen, danach "Erzählungen", denn wie ein Tagebucheintrag liest es sich nicht.

GruĂź,
Gabi

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