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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
The Life of Will Vandom II
Eingestellt am 05. 07. 2005 14:04


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Wilhelmina
Hobbydichter
Registriert: Jul 2005

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The Life of Will Vandom

So.. Das ist nun der zweite Teil der Geschichte. Wundert Euch bitte nicht wenn er etwas kĂĽrzer ist als der Erste, denn da habe ich zwei Kapitel zusammen genommen und das soll nun nur noch Eines darstellen. Die Ăśberarbeitung des oberen Textes folgt so schnell es geht.

Dort angekommen, reihte sie mit einer gewissen Ungeduld ein, weil die vor ihr Stehende offenbar eine komplizierte Reiseroute erklärt haben musste. Hinter ihr baute sich bald ein relativ grosser Menschenauflauf auf. Ein schlanker Mann, offenbar den Beruf des Geschäftsmannes ausübend, der in einem Anzug und mit einem schweren schwarzen Koffer direkt hinter ihr wartete, fragte laut: „ Dauert das noch lange hier?“ „Sieht noch nach Stunden aus.“, murmelte Will, während sie sich halb zu ihm umdrehte. Er sah sie einen Augenblick lang an, stöhnte dann genervt und wandte sich ab, um mit raschen Schritten davonzugehen. Inzwischen trat die Dame vor ihr beiseite und Will drehte sich der Dame an der Auskunft zu. „Ich hätte gerne die Informationen über die nächsten Züge nach Holzminden.“ „Sehr gerne.“, sagte diese und tippte in ihrem Computer mit raschen Bewegungen einige Daten ein. Will hingegen dachte darüber nach, wie sie es schaffen würde, ihrer Mutter noch rechtzeitig zu schreiben und ob diese ihre Freundin informieren würde, bevor sie die Nacht auf dem kalten Bahnhof verbringen werden würde.

[Oder ich krieche gleich hier unter…]

„Meine Dame?“ Die Stimme der Frau riss Will aus ihren Gedanken. „Ich habe Ihnen hier ihre Zugverbindungen nach Holzminden aufgeschrieben. Der nächste Zug den sie erwischen können ist der um 20.14 Uhr, der auf Gleis 5 einfährt.“ Sie schob Will einen Notizzettel zu, auf dem sie alle wichtigen Informationen zu den Fahrzeiten notiert hatte. Ebenfalls aufgeführt waren die Umsteigemöglichkeiten. Will lächelte der Dame knapp zu, faltete den Zettel, schob ihn in die Manteltasche und eilte zu den nächsten Telefonzellen, die glücklicherweise innerhalb des Bahnhofes lagen. Sie trat hinter die Glasabsperrung, zog die Karte aus dem Geldbeutel und schob ihn in den Schlitz des Automaten. Ein permanentes Piepen erklang, doch ansonsten blieb Alles unverändert. Will versuchte es noch einmal, bevor sie sich mit gehetztem Blick abwandte und auf ein Geschäft zuging, das zumindest von Aussen her so aussah, als könne es auch Telefonkarten in seinem Sortiment führen. Dort fragte sie nach einer Telefonkarte und als sie zur Sicherheit auch noch nachfragte, ob diese nun auch bei den Automaten funktionstüchtig waren, bekam sie es bestätigt. Sie kaufte die Karte und kehrte zu dem besagten Telefonautomaten zurück.

Dort schob sie die Karte in die Öffnung unter der eigentlichen Maschinerie und wählte die Festnetznummer ihrer Mutter. Es klingelte einmal, zweimal… Beim dritten Mal erklang die Stimme ihrer Mutter:
„Hallo?“
„Mom, Gott sei Dank gehst du ’ran. Du musst mir einen riesigen Gefallen tun.“
„Worum geht es? Und von wo aus rufst du an?“
„Ich wollte in Frankfurt aussteigen, aber es gab irgendein Problem mit der Tür – Sie wollte partout nicht aufgehen. Auf jeden Fall stecke ich jetzt hier...“
[Genau… Wo zur Hölle bin ich hier eigentlich?]
“… Na ja. Ich stecke fest und muss mir nun eine Fahrkarte von hier aus nach Holzminden lösen. Die Sache ist die… Könntest du Cornelia eine SMS schicken, damit sie weiss, dass ich später komme?“
„Mache ich. Wie ist denn ihre Nummer?“
„08402340. Sag ihr ich werde gegen 21.15 Uhr in Holzminden eintreffen. “
„Gut. Aber was ist denn los…?“
„Das erzähle ich dir später. Vielen lieben Dank!“

Will legte auf und drehte sich nun um, während sie den Geldbeutel wieder in den Rucksack schob. Langsam machte sich Erleichterung in ihr breit. Sie hatte es geschafft… Ein kurzer Blick auf die in ihrem Handy integrierte Uhr verriet ihr, dass sie noch zirka eine halbe Stunde Zeit hatte, bis der Zug fuhr. So schlenderte sie zuerst zum Gleis, um sich den Weg etwas einzuprägen – nicht, dass sie sich noch einmal in zeitliche Schwierigkeiten brachte – und durchforstete dann die Lebensmittelgeschäfte und Boutiquen in der Eingangshalle des Bahnhofes, um sich restliche Zeit zu vertreiben. Doch da sie nichts wirklich Schönes entdeckte und auch nicht unnötig viel Geld schon am ersten Tag wegwerfen wollte, kehrte sie nach oben zurück und liess sich auf einer Sitzbank nieder, während sie das „Stragvanza“ – Buch ihrer Freundin erneut aufschlug. Einige Minuten später liess sich eine junge Frau neben ihr nieder. Diese schenkte Will ein kurzes Lächeln und drehte den Kopf dann wieder ab. Da brüllte von der linken Seite her ein Junge aus einer Gruppe Jugendlicher heraus: „Heil dem Punk!“. Die Dame und Will mussten gleichzeitig grinsen und Will fragte leise zu der Dame: „Wie viel Alkohol der wohl schon intus hat?“ „Offenbar zu viel“, sagte die Frau und lachte. Dann ertönte ein leises Klingeln und sie zog eines der kleinsten und modernsten Handys hervor, die Will jemals gesehen hatte. Kurz darauf begann sie ein Gespräch zu führen, das offenbar ihrem Freund oder auch Mann galt, denn sie besprachen ein romantisches Dinner.
Will hörte dem Gespräch noch eine Weile zu, doch schon kurz darauf fuhr der Zug ein. Sie packte hastig ihr Buch zurück in ihre Tasche, griff sich den Rollkoffer den sie neben sich an die Bank gelehnt hatte und ging auf die Zugtür zu.

__________________
I wrote this story with bloody hands.

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