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Leselupe.de > Horror und Psycho
The Night my Teddy Died - Kindheit Ade
Eingestellt am 09. 07. 2008 22:34


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are-T
Hobbydichter
Registriert: Jul 2008

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The Night My Teddy Died

Es wurde dunkel. Mami hatte gerade das Licht ausgeschaltet und mich hier im eisig kalten Zimmer zur├╝ckgelassen. Ich fror und bin nun absolut nicht mehr m├╝de. Ich zittere am ganzen K├Ârper. Meine Augen gleiten suchend durch den Raum. Ich h├Ątte schw├Âren k├Ânnen, dass sich in der Ecke gegen├╝ber von meinem Bett, genau dort neben dem Schreibtisch, etwas bewegt hatte. Hatte es das, etwa? Langsam, beinahe monoton beginnt es zu klopfen. Tock, tock, tock. Das Pochen wird lauter und schneller. Es h├Ąmmert sich in meinen Kopf und ich liege mit weit aufgerissenen Augen und immer noch vor mich hin bibbernd im Bett und starre an die Dachschr├Ąge ├╝ber mir. Es ist nur der Regen, das kann nur der Regen sein!
Ein helles Licht erleuchtet mein Zimmerchen f├╝r einen kurzen Moment; ein kaltes wei├čes Licht. Irgendwas war da neben meinem Schrank, jetzt hab ich es genau gesehen! Ein ohrenbet├Ąubendes dumpfes Knallen! Blitzschnell verkrieche ich mich unter meiner Decke und dr├╝cke meinen Teddyb├Ąren an mich. Er wird mich besch├╝tzen. Unter der Decke,den Teddy im Arm ist es warm. Ich f├╝hle mich geborgen, egal wie stark drau├čen das Gewitter tobt und egal welche Monster in der K├Ąlte au├čerhalb meiner Decke auf mich warten.
Ich ├Âffne die Augen, da sich ein kalter Schauer auf mich gelegt hatte. Irgendjemand musste die Decke von mir gezogen haben; aber wo ist eigentlich Teddy? Panisch huschen meine Blicke abermals durch den, nun in g├Ąnzliches Schwarz einer bew├Âlkten Nacht getauchten Raum und ich versuche auch nur das leiseste Ger├Ąusch aus zumachen in der nun vollkommenen Stille - das Gewitter musste vor├╝bergezogen sein. Ich setze mich auf, lausche und versuche in die Nacht meines Zimmers zu sehen; erfolglos.
Der Mondschein strahlt durch die sich lichtenden Wolken und ich erkenne Teddy. Er sitzt am Fu├čende meines Bettes und spielt mit einer langen silbern glitzernden Schere, von der etwas R├Âtliches tropft und an der einige kleine Stofffetzen kleben. Unf├Ąhig mich zu bewegen sitze ich Teddy gegen├╝ber und erkenne neben meinem Bett meine Decke, die auf dem Boden liegt und auf und neben ihr ÔÇô mir gefriert das Blut in den Adern ÔÇô Gustaf die Giraffe, Tobi den Tiger und all meine anderen Kuscheltiere - in unz├Ąhlige St├╝cke zerteilt; blut├╝berstr├Âmt.
Was hast du getan Teddy? presse ich mit zitternder Stimme fl├╝sternd heraus und starre Teddy an, der vom Mondlicht bestrahlt, wie wahnsinnig zu lachen beginnt.
Ich wollte dich ganz allein f├╝r mich haben! Jedes mal, wenn du dich an mich kuschelst will ich nur mit dir allein sein, ohne die Blicke dieser Spanner, die alle nur eines im Sinn hatten: uns beide zu trennen. Nun sind wir ganz allein; nur wir beide. Komm her, umarme mich! Seine schwarzen Knopfaugen glitzern merkw├╝rdig rot und er stapft, die Schere immer noch in seinen Stoffpfoten, auf mich zu. Halt Teddy! Komm nicht n├Ąher! Geh weg! Meine Stimme ├╝berschl├Ągt sich vor Angst und Eckel und ich hebe eine Hand abwehrend vor mich.
Wieso wei├čt du mich von dir, dein ein und alles, deinen Teddy? Was hab ich dir getan? brummt er mit dumpfer und rauer Stimme.
Du machst mir Angst, Teddy! Ich, wieso denn? Ich will doch nur bei dir sein. Willst du nicht auch bei mir sein? Du willst doch auch bei mir sein!
Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen: Wenn du nicht stehen bleibst, wirst du es bereuen!
Wieder lacht er nur wie besessen, blickt mich mit seinen gest├Ârt-funkelnden Augen an und brummelt agressiv: Du willst mich nicht mehr? Wenn das so ist, soll dich niemand mehr haben!
Er reist die Schere mit seinen kleinen Pfoten nach oben ├╝ber seinen Kopf und springt nach vorne.
Meine Starre ist von mir abgefallen. Teddy springt auf mich zu und umklammert die Schere, wie ein Messer mit beiden Tatzen ├╝ber seinem Kopf, gewillt mich damit, wie schon die anderen Tiere zu zerschneiden. Ich reagiere schnelle und reise mit der freien Hand das neben mir liegende Kissen als Schild nach oben vor mich. Teddy trifft mit voller Wucht auf das Kissen,die Schere durchbohrt das Kissen und ihr Ende kommt wenige Zentimeter vor meinem Gesicht wieder aus ihm heraus.
Nun versp├╝re ich nicht mehr den geringsten Hauch von Angst, sondern bin einfach nur noch unbeschreiblich w├╝tend. Jetzt ist aber Schluss Teddy!
Mit einem entschlossenem Griff pfl├╝cke ich mit der einen Hand Teddy vom Kissen und ziehe mit der anderen die Schere aus selbigem. Ich dr├╝cke ihn auf mein Bett. Er zappelt und zerkratzt mir die Hand, doch das merke ich kaum.
Nun sind es meine Augen die glitzern, als ich Teddy mit einem Schnitt seines Kopf entledige, der mit einer furchtbaren Totengrimasse und mit ein paar Spritzern Blut ├╝ber das Bett rollt und am Fu├čende im Vollmondlicht liegen bleibt, bevor sich wieder die Wolken vor den Mond schieben.
Ich atme tief durch. Das Betttuch kommt n├Ąher.
Im Morgengrauen wache ich auf. Was ein schrecklicher Traum diese Nacht, denke ich noch, als ich mich wundere, warum ich heute Nacht trotz dieser K├Ąlte ohne Decke geschlafen habe.
Ich setze mich auf und will gerade aufstehen, als mein Blick auf meine Bettdecke f├Ąllt, die neben meinem Bett liegt. Auf ihr liegen alle meine Kuscheltiere - nur Teddy nicht - in St├╝cke zerschnitten auf- und ineinander, jedoch ohne einen Tropfen Blut. Verwundert blicke ich zum Fu├čende und sehe an diesem wirklich den Korpus meines ehemals geliebten Teddyb├Ąren; nur der Kopf fehlt.
Ich werde doch nicht-? Er wird doch nicht -? Langsam immer noch zweifelnd hebe ich meine H├Ąnde und betrachte sie. Die linke Hand ist zerkratz und ebenso wie die rechte mit einigen getrockneten Blutspritzern ├╝bers├Ąt.
W├Ąhrend drau├čen der Sonnenaufgang von statten ging, verlie├č ich mein Zimmer in Richtung Elternschlafzimmer, um meinen Eltern zu sagen, dass die Zeit, in der ich Kuscheltiere brauchte, zu Ende war.

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