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Leselupe.de > Humor und Satire
Think about it...
Eingestellt am 09. 07. 2004 21:13


Autor
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Tini
Hobbydichter
Registriert: Jul 2004

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Just think about it...


Es existierte einst eine Welt, in der die Dummen und die Intelligenten nebeneinander lebten. Die Intelligenten waren in der Minderzahl, doch dadurch beeintr├Ąchtigte sich ihr Leben nicht. Die Dummen dagegen waren viel zu viele, doch weil sie meinten, dass zwar Dumm und Dumm, nicht aber Dumm und Intelligent zusammenpassten, beschlossen sie kurzerhand in ihrer Dummheit, die Intelligenten aus ihrer Welt herauszuekeln. Dumm nur, dass die Dummen zu dumm waren, anzuerkennen, wer bis jetzt die Welt eigentlich geleitet hatte. Oben, ja, da wimmelte es von Dummen. ├ťberall Dumme, die sich in hohen Machtpositionen wichtig machten, um von ihrer Dummheit abzulenken. Doch die Intelligenten waren es in Wahrheit gewesen, die das, was die Dummen von Oben verzapften, unten wieder richtig bogen. Doch jetzt, als die Intelligenten weggezogen waren (dank ihrer Intelligenz hatten sie gesehen, dass Dumme niemals ihr Niveau erreichen w├╝rden, da sie ja ohnehin schon zu dumm waren, blo├č das W├Ârtchen ‚Niveau’ zu buchstabieren), als diese also wegzogen, da verfiel die Welt der Dummen in ein gro├čes Chaos. Die Dummen stellten fest, dass sie ohne die Intelligenten NICHTS waren, NICHTS bedeuteten, NICHTS konnten. Ohne die Intelligenten ging ihre Welt allm├Ąhlich zugrunde. Die eigenn├╝tzigen Dummen wollten nun die Intelligenten wieder zur├╝ckhaben; sie dachten, dass sie sich ja ganz einfach wieder alle ‚lieb haben’ k├Ânnten wie zuvor, doch die Intelligenten waren zu intelligent und schenkten den Dummen weder einen Funken Vertrauen, noch Beachtung. Den Intelligenten ging es gut, sie hatten sich eine Welt aufgebaut, in der jeder in der h├Âchsten Position sa├č, weil sie wussten, dass Hierarchien nur f├╝r Dumme da waren. Jeder der Intelligenten sagte, was er dachte, und da es nur intelligente Gedanken waren, dachte niemand falsch. Und so lebten sie in Frieden und im Gl├╝ck. Die Dummen aber waren selbst daf├╝r zu dumm, ihren eigenen bald folgenden Untergang wahrzunehmen...

Und was lehrt uns das? – Dumme k├Ânnen zwar mit Dummen leben, aber nicht ohne die Hilfe der Intelligenten. Intelligente wiederum haben die Dummen in keiner Weise n├Âtig...





__________________
Even the smallest person can change the course of the future...

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novemberamses
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2004

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Den Intelligenten ging es gut, sie hatten sich eine Welt aufgebaut, in der jeder in der h├Âchsten Position sa├č, weil sie wussten, dass Hierarchien nur f├╝r Dumme da waren.

Im Prinzip ein interessantes, gut lesbares Werk, scharfsinnig und durchaus mit spitzer Zunge formuliert, insbesondere die obrige Passage.
Denn Hierarchien haben auch Sinnvolles, da sie sicherlich von intelligenten Menschen entworfen worden sind. Zumindest trifft dies auf einige Hierarchien zu.
Denn diese Hierarchien, von denen ich meine, sie seien sinnvoll, dienen dem Zweck, die Menschen ihren F├Ąhigkeiten entsprechend einzusetzen.
Die Hierarchien, die du erw├Ąhnst, sind dagegen dem Zweck der Machterhaltung und eigenen Bereicherung untertan.
In dieser Hinsicht hilft dieses Klischee, was es ja durchaus ist, die Wahrheit, wie sie uns erscheint, klarer darzustellen.
Vor allem die schlichte Ausdrucksweise mit "dumm" und "intelligent" als Stereotypen macht diesen Text ├Ąu├čerst stereotyp - und davon lebt dieser Text.

MfG
hendryk

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Seltsamer Attraktor
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jul 2004

Werke: 4
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Naja, witzig ist es nicht wirklich. Ich bin normalerweise der Letzte, der sich ├╝ber falsche Einordnungen von Texten beschwert, aber der hier geh├Ârt doch eher wo anders hin.

Egal, ich denke, dass eine utopische Welt, von intelligenten Menschen errichtet, ├╝berhaupt keine Hierarchie mehr br├Ąuchte und nach dem Prinzip der Selbstorganisation funktionieren w├╝rde. Etwa wie Zellen oder Indiandergesellschaften. Eben das System, das der Natur am N├Ąhesten kommt.

Interessante ├ťberlegung, aber dein Text ist doch eher philosphischer Natur und nicht humoristisch, oder?
__________________
"Apfelbaum"
Goethe, Faust 1

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Hansstorm
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2004

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Ist das nicht ein etwas einfaches Menschenbild?
1. Aufteilung der Menschheit in zwei Schubladen
2. Gleichsetzung von Dumm mit B├Âse und von Intelligent mit Gut - Warum sollte ein Staat, dessen Bev├Âlkerung sich nur aus den Intelligenten rekrutiert, besser funktionieren? Auch bzw. gerade bei den Intelligenten d├╝rften doch Habsucht, Egoismus und andere Charaktereigenschaften grassieren, die letzten Endes zum Zerfall einer Gesellschaft f├╝hren.
3. Der Umdrehung des Mottos "Unter den Blinden ist der Ein├Ąugige K├Ânig" nach gelten in einem Staat der Intelligenten die nicht-ganz-so-intelligenten als dumm, womit alles beim alten w├Ąre. Eine Frage der Relativit├Ąt.

Wahrscheinlich ist der Text deshalb unter dieser Kategorie eingeordnet, wo er auch hingeh├Ârt.
Kann man ihn als Persiflage auf die antike Erz├Ąhlung verstehen, in der sich die arbeitende Bev├Âlkerung von der dekadenten Schicht der Reichen trennt, und die mit der Moral endete, dass der Magen nicht ohne die Beine, die Beine aber auch nicht ohne den Magen leben k├Ânnen?

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
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hallo

hansstorm, du hast es erfasst.
lg
__________________
Old Icke

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Seltsamer Attraktor
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jul 2004

Werke: 4
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Ob eine Gesellschaft funktioniert oder nicht ist prinzipiell von sehr vielen Faktoren abh├Ąngig. So k├Ânnen auch sehr intelligente Menschen ihre Intelligenz nicht nutzen und/oder sich ein menschenverachtendes Weltbild angeeignet haben. Was aber, wenn von vorneherein nur intelligente Menschen in einer Gesellschaft vorhanden w├Ąren?

Wie dem auch sei, wer sagt, dass das hier das Weltbild des Autors ist? Noch dazu ist das hier ein beabsichtigt vereinfachter Text mit humoristischer Intention, auch wenn ich ihn nicht witzig finde. Ich denke, es ist sehr daneben von euch, einfach zu behaupten, das w├Ąre das Weltbild, das der Autor tats├Ąchlich auch vertritt. Schlie├člich h├Ątte man Goethes Charakter mit der selben Berechtigung mit der Phrase "Denn alles was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht." aus Faust 1 umschreiben k├Ânnen. Nur weil eine Ideologie in einem Text beschrieben wird, ist sie noch lange nicht dem Autor zu eigen! Rechtfertigt euch, Unheilige!
__________________
"Apfelbaum"
Goethe, Faust 1

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