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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Three Days
Eingestellt am 17. 01. 2009 12:45


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djpizza
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2007

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Three Days

Es ist hei√ü und alles scheint ruhig zu sein. Nur eine leise Windb√∂e f√§llt in die Ruhe ein. Ich sitze auf meiner wei√üen Holzveranda in einem Schaukelstuhl und √ľberschaue das riesige Grundst√ľck mit dem erst vor kurzem sorgf√§ltig gem√§hten Rasen, unterbrochen von Palmen, umgeben von dichten gr√ľnen Hecken, die das Gel√§nde eingrenzen. Mein Blick schwenkt langsam zum Himmel hoch, an dem sich graue Wolken zuziehen und den letzten Sonnegarben den Weg versperren. Eine erdr√ľckende Tropenschw√ľle beherrscht die Luft, eine erstickende Luft, die mich m√ľde und tr√§ge werden l√§sst, um mich letztendlich in den Schlaf zwingen zu k√∂nnen...

...Das Fenster ist durch den str√∂menden Regen verschwommen, der unabl√§ssig auf die Scheiben eindrischt, als wolle er durch sie hindurchdringen, weil es da drau√üen so kalt und d√ľster ist. Je mehr sich der unbekannte Betrachter dem Glas n√§hert, desto sch√§rfer scheint das undeutliche Bild aufzuklaren. Aber ein Farbfeld aus roten und hellen Fl√§chen ergibt zun√§chst keinen Sinn. Oder etwa doch? Vereinzelte Schatten quellen auf und tanzen miteinander im Licht der in weiter Ferne niedergehenden Blitze. Eine verschwommene Masse, und allm√§hlich f√ľllt sich der Bilderrahmen mit Leben. Die Bewegungen sind langsam, gleichwohl stetig und unaufh√∂rlich. Vom Regen getr√ľbt und f√ľr kurze Momente beleuchtet, l√§sst der Einblick ein exzessives Fest vermuten und alsbald erkennen. Es ist ein uraltes Ritual der Liebe und dessen Akt in einem abgedunkelten Raum, umgeben von verzauberndem Nebel, der den Verstand ausschaltet und das Herz aufleben und sich frei f√ľhlen l√§sst. In diesem verborgenen, warmen Raum scheinen sich nackte K√∂rper zu w√§lzen, die in einer Melancholie des Kerzenscheins miteinander verschmelzen...

...Panische Angst verfolgt mich, ist mit mir, umgibt mich. Das Knacken der Zweige und √Ąste im Dickicht des Waldes verst√§rkt sich, mit dem gleichm√§√üig-stetigen Trommeln der Kongas. Ich renne und fliehe vor der Dunkelheit des Labyrinths. Am Himmel der Mond. Er weist mir den Weg. Ich nehme den ungleichen Kampf mit dem Dschungel auf und sp√ľre am Gesicht und K√∂rper peitschendes Ge√§st, das mich vorantreiben, bis das Unm√∂gliche, aber trotzdem Erhoffte, wahr wird. Urpl√∂tzlich l√§sst der dichte Urwald einen hellen Lichtfleck hindurch. Vor dem irrt√ľmlich unausweichlichen Schicksal zeichnet sich am Horizont ein kleiner Hoffnungsschimmer ab. Jetzt scheint sich das Blatt auf einmal gewendet zu haben. Nur noch wenige Meter, und ich werde in Sicherheit sein. Das Vergangene lasse ich hinter mir und stelle mich den neuen Aufgaben. Wie aus einem Windsog oder von einer starken Str√∂mung, aus der ich mich befreien kann, dr√ľckt es mich aus dem Dschungel hinaus. Es √∂ffnet sich eine Lichtung, eine neue Dimension. Ich sp√ľre am ganzen K√∂rper die Freiheit und bin wie ein Adler auf der Hut...





...Maskierte M√§nner und Frauen singen und tanzen um den vorher so winzig erscheinenden Punkt, jetzt eine riesige, lodernde Flammenfackel, von der sich einzelne Zungen voller Energie abspalten, um in die unendliche Tiefe des schwarzen Himmels zu entweichen. Sie scheinen mich nicht zu beachten, m√ľssten sie von einem Fremden wie mir doch Kenntnis genommen haben. Erst jetzt werden ihre Trachten erkennbar. In ihren Antlitzen flackert der Schatten des Feuers. Ich platze in eine der Bambush√ľtten herein, die im Halbkreis den Lagerplatz s√§umen. Die Dunkelheit l√§sst mich nichts Genaues erkennen. Die undeutlichen Umrisse verraten schemenhaft einige Personen, auf dem Boden sitzend. Sie verst√§ndigen sich in einer mir v√∂llig fremden Sprache. Eine aus dem Nichts auftauchende Gestalt reicht mir eine √ľberdurchschnittlich lange und wundersch√∂n geschnitzte, mit Federn verzierte Pfeife, die mich einladen soll, die ihren Weg sucht und ihr Ziel findet. Sie haben mich erwartet. Alles beginnt in Harmonie und Frieden miteinander zu verschmelzen, w√§hrend drau√üen die wilden Rhythmen der Kongas die immer lauter Singenden und Tanzenden in Trance treiben. Erst jetzt wird mir bewusst, dass die M√§nner und Frauen das Ritual der ewigen Verbindung zelebrieren...

...Ich scheine in einer Art Netz aus Kokosnussfasern zu h√§ngen. Sie beugt sich ganz nah bis zu meinem Gesicht herunter. Ihre Hand streicht √ľber meine nasse Stirn, was mir ein beruhigendes Gef√ľhl gibt. Sie legt sich zu mir und spricht keine Worte aus, sind sie doch √ľberfl√ľssig. Ich sp√ľre ihre nackte, brennende Haut auf meinem K√∂rper, dessen klebriger Schwei√ü uns miteinander zu vereinigen versucht. Ekstase und Euphorie durchdringen unsere Sinne und durchflie√üen unsere Glieder. In der Momentaufnahme schweben zwei ineinander gewundene Aale wild umschlungen in der Luft. Ihr Tanz ist hemmungslos und unkontrolliert. Jetzt bin ich endlich unter ihnen und kreise mit den Anderen um das lodernde Feuer. Alles dreht sich. Von keinem Zweiten in der Welt entdeckt, hat uns das Feuer irgendwo inmitten des dichten Dschungels vereinigt...

...Das Licht ist grell. Ich kann nichts sehen. Ich schlie√üe die Lider und drehe mich auf die Seite. Dabei rufe ich vorsichtig die Funktionalit√§t meine Sinnesorgane ab. Feiner Sand hat sich zu einer zahnschmelzbrechenden Masse in meiner ausgetrockneten Mundh√∂hle gesammelt. Die Sonne brennt sich unbarmherzig in mein wundes Fleisch. Ein leichter Salzgeschmack liegt in der frischen Meeresluft, die meinen K√∂rper ein wenig zu k√ľhlen versucht, w√§hrend die rauschenden Wellen unerm√ľdlich aufs Festland vordringen, schw√§cher werden und sich als Verlierer vom Strand zur√ľckziehen.
Soweit so sch√∂n. Nur Eines macht mir ernsthafte Sorgen: Was mache ich hier √ľberhaupt und wieso sitze ich nicht mehr in dem Schaukelstuhl auf meiner wei√üen Veranda? Ich will wieder zur√ľck!!!!

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