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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Tiere als Nachbarn
Eingestellt am 20. 09. 2011 11:23


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Arno Abendschön
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Registriert: Aug 2010

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Ich wohne am Ortsrand in einer Sackgasse - und auch noch in Nummer dreizehn. Unsere Straße grenzt an ein Landschaftsschutzgebiet. Der Wald, der Fluss, die Feuchtwiesen sind nah. Die HĂ€user haben große GĂ€rten. Es herrscht reger Wildwechsel, da gibt es viel zu beobachten, Zum Beispiel Igel in der Abendstunde, wenn es schon beinahe dunkel ist. Ich sah sie frĂŒher wiederholt von der Terrasse, wie sie durch den Garten zogen. Ihr Ziel war der Rasen des Nachbarn. Ich glaube, sie suchten dort WĂŒrmer. Es waren lautlose graue Schattenflecke, die um die StrĂ€ucher und Stauden glitten und dann drĂŒben auf der Grasnarbe verharrten. Inzwischen kommen sie nicht mehr. Mein Garten ist ihnen jetzt fĂŒr ihren Transfer zu dicht bewachsen.

Vögel kann ich zu allen Jahreszeiten aus den Fenstern gut beobachten. Die schönsten sind fĂŒr mich die Stieglitze, beinahe papageienbunte Kleinvögel mit scharlachroter Gesichtsmaske. Sie kommen nur im SpĂ€tsommer und FrĂŒhherbst, wenn die Sonnenblumenkerne reif sind. Zwei Sommer lang saß eine Wildtaube am liebsten auf dem First des Nachbarhauses und gurrte vom Morgen bis zum Abend. Gurr, gurr, gurr ... kleine Pause ... gurr, gurr, gurr ... Sie wurde lĂ€stig. Dann hörte es fĂŒr immer auf und eine tote, halb zerfetzte Taube lag im Garten. Welcher Vogel hatte sie geschlagen? Ich zog Handschuhe an, nahm eine Schaufel und ... Darf man tote Wildvögel als RestmĂŒll entsorgen? Oder gehören sie in die Biotonne?

Im Winter sehe ich von der Wohnung aus hin und wieder einzelne Rehe. Auf dem Asphalt, zwischen parkenden Autos wirkt ein Reh exotisch. Sie suchen den RĂŒckweg in den Wald, springen hektisch ĂŒber ZĂ€une und durch GĂ€rten. Leider sind sie auf den Geschmack an Tulpentrieben gekommen. Jedes FrĂŒhjahr fressen sie mir nun die sprießenden Tulpen ab, bevor sie blĂŒhen. Es gibt hier auch FĂŒchse. Eine Nachbarin sah einmal vom Balkon aus einen durch meinen Garten schnĂŒren.

Und Haustiere? Ja, Katzen, nicht wenige - doch heute einmal nichts ĂŒber Katzen. Hunde? Sie werden im Allgemeinen sicher verwahrt. Manchmal bellen sie mehr als nötig. Ein lebhafter Schnauzermischling treibt sich hier neuerdings allein herum. FĂŒr unser GrundstĂŒck hat er eine besondere Vorliebe entwickelt. Er fĂŒhlt sich hier wie zu Hause und betrĂ€gt sich genauso. Einmal hat er, hinter unserem Zaun stehend, den ZeitungsaustrĂ€ger verbellt. Der AustrĂ€ger hat sich nicht hereingetraut und die Zeitung zwischen die Zaunlatten gesteckt. Ich - hatte gerade draußen nichts zu erledigen.

In der NĂ€he ist ein Reiterhof. Sie zĂŒchten sogar Trakehner. Manche Pferdefreunde werden mit ihren Tieren nicht fertig. Dann lĂ€uft schon mal ein Pferd allein in die Stichstraße hinein. Das Hufgetrappel eines entlaufenen Pferdes auf Asphalt, das man noch nicht sieht, hört sich bedrohlich an. Ich verschwinde dann lieber im Haus und beobachte den Fortgang der Ereignisse vom Fenster. Richtig, unser Tor steht gerade offen und ein Pferd galoppiert auf das GrundstĂŒck. Hoffentlich kommt bald einer und fĂ€ngt es wieder ein.

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