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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Tierpark
Eingestellt am 23. 04. 2003 08:20


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Das Ich
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2003

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Tim hört, wie sich der SchlĂŒssel im Schloss dreht. Mutter kommt nach Hause. MerkwĂŒrdig denkt er, dass sie schon so frĂŒh von der Arbeit zurĂŒck kommt. Seit sie und Vater geschieden sind, muss sie fast den ganzen Tag arbeiten. Am Vormittag kommt eine Putzfrau, die putzt, die Betten macht und was sonst noch zu tun ist. Da ist Tim in der Schule. Er ist ja schon 8 Jahre alt.
Am Nachmittag sieht er viel fern und trifft sich manchmal auch mit Freunden. Aber Mutter ist das egal. Denn sie muss arbeiten.
Aber heute ist sie ja schon so frĂŒh da. Fröhlich ruft sie in die Wohnung: \"Tim! Ich bin\'s. Komm, wir gehen heute in den Zoo. Es ist so schönes Wetter.\"
Tim hat eigentlich keine Lust, aber weil er noch viel weniger Lust hat, den ganzen Tag allein mit seiner Mutter zuhause zu verbringen, sagt er: \"Ja, Mami, ich freu\' mich schon drauf.\"
\"Prima, mein Schatz\", antwortet diese \"ich packe uns was zu Essen und zu Trinken ein.\"
Und sie packt Chips und eine große Flasche Cola ein.
Dann gehen sie los. Vor dem Tierpark ist eine große Schlange. Genervt verzieht die Mutter das Gesicht und beißt auf ihre roten Lippen. Schließlich packt sie Tim und drĂ€ngelt sich vor. Ein Ă€lterer Herr, der jetzt hinter ihnen steht, tippt der Mutter vorsichtig auf die Schulter und fragt Ă€ngstlich: \"Entschuldigen Sie, meine Dame, sollten Sie sich nicht hinten anstellen? Und, wissen Sie, ich bin schon ziemlich erschöpft...\"
Da dreht sich die Mutter ruckartig um. Die HĂ€nde hat sie in die HĂŒften gestemmt. In ihrem Gesicht steht die EntrĂŒstung geschrieben. Ihre Augen sind stechend und drohend.
Der Mann senkt den Kopf.
Dann fÀhrt die Mutter ihn an: \"Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind, mein Herr? Ich bin eine vielbeschÀftigte beruftstÀtige Mutter. Ich verschwende meine Zeit nicht mit SchwÀchlingen wie Ihnen.\"
Da sagt der Mann nichts mehr.
An der Kasse lĂ€chelt die Kassiererin freundlich. Und die Mutter lĂ€chelt zurĂŒck. Sie kauft zwei Karten und zufrieden geht sie mit Tim weiter.
Als sie den breiten Asphaltweg mit Hecken und WassergrĂ€ben an beiden Seiten entlanggehen, fragt Tim: \"Sag\' mal, Mami, warum gehst du eigentlich grad heute mit mir in den Tierpark und kommst extra frĂŒh von der Arbeit heim?\"
\"Weißt du, Tim\", sagt die Mutter \"ich will doch auch mal mit dir zusammensein, wir sehen uns ja so selten.\"
Eine Weile gehen sie schweigend weiter.
Sie kommen schließlich zum PaviangelĂ€nde. Die Paviane sitzen gelangweilt da mit leeren Blicken. Ein paar fressen die LĂ€use aus anderen Fellen. Einer sitzt etwas abseits und hat eine Wunde am Kopf.
Tim sieht sich die Szenerie nachdenklich an und fragt dann: \"Du, Mami, sind die Affen glĂŒcklich?\"
Die Mutter lĂ€chelt und sagt dann: \"Aber natĂŒrlich, Tim. Denen geht es doch gut, die haben doch alles, was sie brauchen. Die wollten unbedingt hierher, weil es hier so schön ist und damit wir sie besuchen kommen können.\"
Sie fÀhrt Tim durch die Haare.
Tim und seine Mutter gehen weiter zum Streichelzoo. Fette Zigen und Schafe stehen hier und lassen sich von kleinen HĂ€nden begrabschen.
Tim sieht seine Mutter erwartungsvoll an: \"Darf ich sie fĂŒttern Mami? Bitte!\"
Die Mutter drĂŒckt ihm 50 Cent in die Hand und Tim rennt zum Automaten. Kaum hĂ€lt er das Futter in der Hand, stĂŒrzen sich fĂŒnf Ziegen gierig darauf. Tim lacht. Die Mutter auch.
SpÀter gehen die beiden noch zu einer Dressurvorstellung. Mit Delphinen. Die tun alles, was der Pfleger ihnen befiehlt. Er klatscht in seine dreckigen HÀnde und sie balancieren bunte BÀlle auf ihren Schnauzen. Dann wirft ihnen der Pfleger Fische zu. Zur Belohnung.
Die Delphine sehen aus, als wĂŒrden sie lĂ€cheln. Doch das tun sie nicht, innerlich weinen sie. Aber das wissen die Leute im Publikum nicht. Sie wollen es auch gar nicht wissen.
Sie lachen und klatschen in die HĂ€nde. Und Tim strahlt das Licht aus seinen Augen.
Zum Abschluss des Tages geht er mit seiner Mutter noch zur Vogelschau. Ein Mann steht da mit grĂŒner Weste und einem Falken auf dem Handschuh. Und er redet viel von Instinkt, Verhalten und anderen Dingen, die niemand von den Leuten hier hören will. Aber er redet. Das macht ihn stolz. Das ist sein Leben.
Er lĂ€sst seinen Falken fliegen und erzĂ€hlt: \"Er wird jetzt einen Bogen von der Kirche dort hinten bis zum Wald fliegen und dann zu mir zurĂŒckkehren.\"
Ein MĂ€dchen aus der Menge fragt: \"Aber er kann doch jetzt einfach davonfliegen. Warum macht er das nich\'?\"
Die Mutter sieht ihr Kind streng an, aber der Mann mit der grĂŒnen Weste lĂ€chelt und antwortet: \"Warum sollte er? Er hat hier alles, was er braucht. Er wird doch von uns versorgt. Hier bekommt er einen sicheren Ort um zu leben und genug zu fressen. Hier hat er alles, was er braucht.\"
Das sagt der Mann mit der grĂŒnen Weste. Und er sagt es gerne. Er hat fettige Haare und keine Frau. Aber er erklĂ€rt einem kleinen MĂ€dchen die Welt und steht hier groß vor den Leuten. Das macht ihn stolz. Das ist sein Leben.
Tim und seine Mutter gehen dann bald. Es hat zu regnen angefangen. Leise prasseln die Regentropfen auf den Asphalt. Jetzt ist keine Schlange mehr vor der Kasse. Die Wolken bĂ€umen sich grau und vom Wind zerrissen darĂŒber auf. Tim und seine Mutter gehen zur Straßenbahnstation. Ein Tiger blickt ihnen traurig hinterher.
__________________
Meint ihr, um solch Geknolle wuchs die Erde - von Sonne bis zum Mond?

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Klabautermann
???
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Hallo Du, Das Ich,

erst einmal "herzlich Willkommen in der Leselupe"

habe mir Deinen Text mal angesehen und ein paar kleine Anmerkungen gemacht, hoffe, es hilft dir ein wenig weiter.

Tim hört, wie sich der SchlĂŒssel im Schloss dreht. Mutter kommt nach Hause. MerkwĂŒrdig denkt er, dass sie schon so frĂŒh von der Arbeit zurĂŒck kommt. Seit sie und Vater geschieden sind, muss sie fast den ganzen Tag arbeiten. Am Vormittag kommt eine Putzfrau, die putzt, die Betten macht und was sonst noch zu tun ist. Da ist Tim in der Schule. Er ist ja schon 8 Jahre alt. [blue9in dem Absatz: 3x "kommt", wĂŒrde ich evtl. umschreiben. Zudem kannst Du einige SĂ€tze kombinieren bzw. verdichten. Die Putzfrau erledigt vormittags den Haushalt...
Am Nachmittag sieht er viel fern und trifft sich manchmal auch mit Freunden. Aber Mutter ist das egal. Denn sie muss arbeiten. klingt ein wenig unrealistisch. Könnte die Mutter nicht sagen, er solle seine Hausaufgaben erledigen, aber Tim sieht trotzdem lieber fern.. irgend etwas, das den realen Alltag besser ausddrĂŒckt
Aber heute ist sie ja schon so frĂŒh da. Fröhlich ruft sie in die Wohnung: \"Tim! Ich bin\'s. Komm, wir gehen heute in den Zoo. Es ist so schönes Wetter.\"
Tim hat eigentlich keine Lust, aber weil er noch viel weniger Lust hat, den ganzen Tag allein mit seiner Mutter zuhause zu verbringen, sagt er: \"Ja, Mami, ich freu\' mich schon drauf.\" schön, der Dialog
\"Prima, mein Schatz\", antwortet diese diese? schreib lieber "sie"\"ich packe uns was zu Essen und zu Trinken ein.\"
Und sie packt Chips und eine große Flasche Cola ein. besonders achtet sie nicht gerade auf die ErnĂ€hrung von Tim :-), schmiert sie keine Brote?
Dann gehen sie los.ĂŒberflĂŒssig. Wenn Du es unbedingt unterbringen willst, dann lass es aktiver wirken, bildlicher: die HaustĂŒre fĂ€llt hinter ihnen ins Schloß und sie blinzeln in die Nachmittagssonne Vor dem Tierpark ist eine große Schlange. Genervt verzieht die Mutter das Gesicht und beißt auf ihre roten Lippen. Schließlich packt sie Tim entschlossen und drĂ€ngelt sich vor. Ein Ă€lterer Herr, der jetzt hinter ihnen steht, tippt der Mutter vorsichtig auf die Schulter und fragt Ă€ngstlich: \"Entschuldigen Sie, meine Dame, sollten Sie sich nicht hinten anstellen? Und, wissen Sie, ich bin schon ziemlich erschöpft...\"
Da dreht sich die Mutter ruckartig um. Die HĂ€nde hat sie in die HĂŒften gestemmt. In ihrem Gesicht steht die EntrĂŒstung geschrieben. Ihre Augen sind stechend und drohend. hm, weiß nicht so recht, sorry. Irgendwie klingt es nicht so flĂŒssig vom Ablauf und der Sprache
Der Mann senkt den Kopf.
Dann fĂ€hrt die Mutter ihn an: \"Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind, mein Herr? Ich bin eine vielbeschĂ€ftigte beruftstĂ€tige Mutter. Ich verschwende meine Zeit nicht mit SchwĂ€chlingen wie Ihnen.\" Ziemlich rĂŒde, die Mutter, ist im Unrecht und wird noch unhöflich...

Da sagt der Mann nichts mehr.
An der Kasse lĂ€chelt die Kassiererin freundlich. Und die Mutter lĂ€chelt zurĂŒck. Sie kauft zwei Karten und zufrieden geht sie mit Tim weiter.
Als sie den breiten Asphaltweg mit Hecken und WassergrĂ€ben an beiden Seiten entlanggehen, fragt Tim: \"Sag\' mal, Mami, warum gehst du eigentlich grad heute mit mir in den Tierpark und kommst extra frĂŒh von der Arbeit heim?\"
\"Weißt du, Tim\", sagt die Mutter \"ich will doch auch mal mit dir zusammensein, wir sehen uns ja so selten.\" klingt sehr oberflĂ€chlich, diese Mutter. Warum sagt sie nicht, dass sie ihren Sohn lieb hat, dass sie sich extra fĂŒr ihn freigenommen hat?
Eine Weile gehen sie schweigend weiter.
Sie kommen schließlich zum PaviangelĂ€nde. Die Paviane sitzen gelangweilt da wo ist "da"? auf den BĂ€umen? Ruhig genauer schreiben, mehr Detailsmit leeren Blicken. Ein paar fressen die LĂ€use aus anderen Fellen. Einer sitzt etwas abseits und hat eine Wunde am Kopf.
Tim sieht sich die Szenerie nachdenklich an und fragt dann: \"Du, Mami, sind die Affen glĂŒcklich?\" also, wenn ich zurĂŒckdenke, als ich am Affengehege war, dann war dort immer die Hölle los, die Kinder rannte schon von weitem darauf zu. Die Menschen warfen den Affen Fressen zu etc... nimm ein wenig Lebendigkeit auf in Dein Bild, wo sind die fremdartigen Vogelschreie?
Die Mutter lĂ€chelt und sagt dann: \"Aber natĂŒrlich, Tim. Denen geht es doch gut, die haben doch alles, was sie brauchen. Die wollten unbedingt hierher, weil es hier so schön ist und damit wir sie besuchen kommen können.\" Tim ist doch schon 8. Ich denke, er versteht ganz gut, wenn es den Tieren nicht gut geht. Warum lĂ€sst Du die Mutter nicht a bisserl kritischer sein? (nur ein Vorschlag
Sie fÀhrt Tim durch die Haare.
Tim und seine Mutter gehen weiter zum Streichelzoo. Fette Ziegen und Schafe stehen hier und lassen sich von kleinen HĂ€nden begrabschen.
Tim sieht seine Mutter erwartungsvoll an: \"Darf ich sie fĂŒttern Mami? Bitte!\"
Die Mutter drĂŒckt ihm 50 Cent in die Hand und Tim rennt zum Automaten. Kaum hĂ€lt er das Futter in der Hand, stĂŒrzen sich fĂŒnf Ziegen gierig darauf. Tim lacht. Die Mutter auch.
SpĂ€ter gehen die beiden noch zu einer Dressurvorstellung. Mit Delphinen. Die tun alles, was der Pfleger ihnen befiehlt. Er klatscht in seine dreckigen HĂ€nde und sie balancieren bunte BĂ€lle auf ihren Schnauzen. Dann wirft ihnen der Pfleger Fische zu. Zur Belohnung. Die Ellipsen (Satzframgente), die Du verwendest, könntest Du in dem Fall gut in den Satz integrieren. Du wĂŒrdest damit an FlĂŒssigkeit gewinnen.
Die Delphine sehen aus, als wĂŒrden sie lĂ€cheln. Doch das tun sie nicht, innerlich weinen sie. Aber das wissen die Leute im Publikum nicht. Sie wollen es auch gar nicht wissen. woher weiß es dann Tim?
Sie lachen und klatschen in die HĂ€nde. Und Tim strahlt das Licht aus seinen Augen. hat ein Leuchten in den Augen
Zum Abschluss des Tages geht er mit seiner Mutter noch zur Vogelschau. Ein Mann steht da mit grĂŒner Weste und einem Falken auf dem Handschuh. Und er redet viel von Instinkt, Verhalten und anderen Dingen, die niemand von den Leuten hier hören will. Aber er redet. Das macht ihn stolz. Das ist sein Leben.
Er lĂ€sst seinen Falken fliegen und erzĂ€hlt: \"Er wird jetzt einen Bogen von der Kirche dort hinten bis zum Wald fliegen und dann zu mir zurĂŒckkehren.\"
Ein MĂ€dchen aus der Menge fragt: \"Aber er kann doch jetzt einfach davonfliegen. Warum macht er das nich\'?\"
Die Mutter sieht ihr Kind streng an, aber der Mann mit der grĂŒnen Weste lĂ€chelt und antwortet: \"Warum sollte er? Er hat hier alles, was er braucht. Er wird doch von uns versorgt. Hier bekommt er einen sicheren Ort um zu leben und genug zu fressen. Hier hat er alles, was er braucht.\"
Das sagt der Mann mit der grĂŒnen Weste. Und er sagt es gerne. Er hat fettige Haare und keine Frau.Aber er erklĂ€rt einem kleinen MĂ€dchen die Welt und steht hier groß vor den Leuten. Das macht ihn stolz. Das ist sein Leben.
Tim und seine Mutter gehen dann bald. Es hat zu regnen angefangen. Leise prasseln die Regentropfen auf den Asphalt. Jetzt ist keine Schlange mehr vor der Kasse. Die Wolken bĂ€umen sich grau und vom Wind zerrissen darĂŒber auf. Tim und seine Mutter gehen zur Straßenbahnstation. Ein Tiger blickt ihnen traurig hinterher.

also, Das Ich, Deine Geschichte ist ganz nett, aber ein wenig fehlt die Aussage. Du erwĂ€hnst im Text oft die Tiere, die in diesem Zoo ihr Zuhause finden. Warum kombinierst Du es nicht einfach mit Tim und seiner Mutter? Lass Tim z.B. am Anfang nicht wirklich mitgehen wollen, lass ihn murren etc. Und dann, kannst Du durch das Leben der Tiere im Zoo eine Parallele ziehen zu Tim und seiner Mutter, dass nicht nur die Mutter fĂŒr Tim da ist, sondern lass Tim erkennen, dass die Mutter auch nur ihn als "Familie" hat. Das wĂ€re eine Variante, die Aussgae zu gestalten. Insgesamt ist die Geschichte recht nett, sprachlich kannst Du noch ein wenig Feinarbeit leisten, aber fĂŒr eines der ersten Werke schon recht gut.
Weiter so, bin gespannt auf Dein nÀchstes Werk.


liebe GrĂŒĂŸe

Klabautermann

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Das Ich
Wird mal Schriftsteller
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quote:
UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Klabautermann
Hallo Du, Das Ich,

erst einmal "herzlich Willkommen in der Leselupe"



Japp, danke.

quote:
Insgesamt ist die Geschichte recht nett, sprachlich kannst Du noch ein wenig Feinarbeit leisten, aber fĂŒr eines der ersten Werke schon recht gut.
Weiter so, bin gespannt auf Dein nÀchstes Werk.



Die Sprache ist absichtlich etwas...hart. ich weiß, das ist nicht jedermanns Geschmack, aber werde diesen Stil beibehalten. Mit den anderen Punkten hast du wohl teilweise recht. Ich werd mal sehen, was sich machen lĂ€sst.
Jedenfalls danke fĂŒr deine Antwort.
Das ist im ĂŒbrigen nicht eines meiner ersten Werke.
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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

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Abgesehen von den recht leseunfreundlichen SchrĂ€gstrichen (woher auch immer die stammen mögen...) ist der Text zwar recht flĂŒssig zu lesen, aber genau wie Klabautermann fehlt mir etwas. Ist es eine Kritik an der Zoohaltung? Dann ist der Anfang zu umfangreich. Soll ein Vergleich zwischen den Tieren und Tim und seiner Mutter gezogen werden? Dann muß das deutlicher herausgearbeitet werden. Ist es eine Charakterstudie von Tim oder seiner Mutter? Geht es um die Problematik berufstĂ€tiger Alleinerziehender? Was soll dann der ganze Zirkus mit dem Zoo? Es stecken verschiedene ThemenansĂ€tze im Text, aber eine eigentliche Aussage verlĂ€uft sich irgendwo im Sande. Mach es etwas zielgerichteter. Ansonsten schleicht sich im letzten Drittel unaufhaltsam Langeweile ein, weil die Geschichte nicht wirklich vorankommt.

Sprachlich gibt es (nach einem sehr guten ersten Absatz!) einige wenige Stolperstellen und, als fĂŒr mich unschönes Stilmittel, der hĂ€ufige Beginn mit Konjunktionen:

„Aber Mutter ist das egal. Denn sie muss arbeiten. Aber heute ist sie ja schon so frĂŒh da.“ „Und sie packt Chips und eine große Flasche Cola ein.“

„Vor dem Tierpark ist eine große Schlange.“ NatĂŒrlich hat ein anstĂ€ndiger Zoo auch Schlangen – aber schon vor dem Tierpark? *gg* statt dessen vielleicht lieber Vor den Kassen des Tierparks steht eine lange Schlange

„Ein Ă€lterer Herr, der jetzt hinter ihnen steht, tippt der Mutter vorsichtig auf die Schulter und fragt Ă€ngstlich (<- jetzt schon Ă€ngstlich??):“

„Ihre Augen sind Ihr Blick ist stechend und drohend."

„Als sie den breiten Asphaltweg mit Hecken und WassergrĂ€ben an beiden Seiten entlanggehen, fragt Tim: ...“ Da die Mutter ja eigentlich keine richtige oder wichtige ErklĂ€rung geben kann, weshalb sie gerade an diesem Tag mit Tim in den Zoo geht, könntest du die Stelle auch ersatzlos streichen.

„Ein paar fressen die LĂ€use aus anderen Fellen.“ Solltest du anders beschreiben; so klingt es ein wenig, als ob jemand den Affen Felle gegeben hĂ€tte, damit sie daraus fressen; vielleicht Einige sind mit gegenseitigem Lausen beschĂ€ftigt??

„Er (<- der Pfleger bei den Delphinen) klatscht in seine dreckigen (er hat doch stĂ€ndig mit Fischen und Wasser usw. zu tun; wieso sind die HĂ€nde dann dreckig?) HĂ€nde und sie balancieren bunte BĂ€lle auf ihren Schnauzen.“

„Und Tim strahlt das Licht aus seinen Augen.“ Wieder fĂ€ngst du mit „und“ an – das muß man spĂ€rlich einsetzen, sonst geht die Betonung verloren. Dazu betonst du auch noch einen Satz, der durchaus seltsam klingt; besser Auch Tims Augen strahlen).

„Und er redet viel von Instinkt, Verhalten und anderen Dingen, die niemand von den Leuten hier hören will. Aber er redet.“ Die nun folgende Beschreibung einer Randfigur der Geschichte ist eigentlich gut, wird aber durch die fast wörtliche Wiederholung der Stelle wenige Zeilen spĂ€ter ĂŒberbetont.

__________________
Andrea Rohmert

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