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Leselupe.de > Gereimtes
Tigerkatze
Eingestellt am 13. 10. 2007 23:52


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Walther
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Tigerkatze


Es gie├čt sich ├╝ber mich von roten Lippen
Ein Strom von hei├čer G├╝lle bei├čend aus,
Er sengt und brennt mich ohne jede Paus';
Den Engeln gleich erscheinen mir Xanthippen,

Beginnst Du erst am Meer der Wut zu nippen
Und l├Âst danach das Wehr des Atemstaus.
Was ich auch sage, schnurz, denn ich verbauÔÇÖs,
Wenn Deine schlanken Beine heftig wippen;

Viel wird gesagt, doch es wird nicht erh├Ârt.
Der Tigerkatze gleich ert├Ânt ein Fauchen,
Und ich verstumme staunend und verst├Ârt.

Ich lasse diese Feuersbrunst verrauchen:
Was kann ich tun, Du hast mich so bet├Ârt,
Tief muss ich in die Liebesh├Âlle tauchen.

Alternativ:

Ich lasse diese Feuersbrunst verrauchen:
Was kann ich tun, da du mich so bet├Ârt,
Als mannhaft in die H├Âllenglut zu tauchen.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
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Moin Marie-Louise,

in der Tat ist G├╝lle, was Du beschriebst. In F├Ąsser gef├╝llt kommt sie, meistens aus der Auffanggrube, unter dem Sauenstall, mehr als k├Ârperwarm, da sich ja biochemische Reaktionen ereignen, erst in das wei├čschmutzige Plastikg├╝llefa├č (heute als Tank auf einem Wagen, der an den Trecker kommt, fest verbaut) auf das Feld. Der in der Fl├Ąche Wohnende nennt diesen Akt "G├╝llefahren". Sie stinkt erb├Ąrmlich, taut den Schnee auf dem Feld komplett und sorgt f├╝r den erh├Âhten Nitratgehalt im Grundwasser.

Das Bild pa├čt also in G├Ąnze. Auch Seelenkot kann brenndend hei├č sein und versengen.

Letztlich ist das ein bewu├čt extremes Bild, das im Bezug auf die roten Lippen, von denen man eigentlich Liebesschw├╝re erwartet, seine gewaltig-gewaltt├Ątige Spannung aufbaut. Nun magst Du mit diesem Bild nichts anfangen k├Ânnen, dem kann ich nichts entgegnen. Bilder sind "Geschmacksache", wie jede Sprach├╝bung, egal in welcher Form.

Im Gro├čen und Ganzen ist es wohl so, da├č M├Ąnner eher zur k├Ârperlichen Aggression, w├Ąhrend die Damen mehr zur Wortgewalt neigen. Wobei diese Bemerkung, wissenschaftlich gest├╝tzt, immer nur die Tendenz aufzeigt, aber nie die komplexen Beziehungen zwischen sich Hassliebenden im Einzelfall v├Âllig beschreibt.

Kurz: Dieses Gedicht kann man(n) m├Âgen oder nicht. Es beschreibt dennoch ein St├╝ck aus dem Leben, getreu meinem Motto: Gelegenheit macht Dichtung.

Sonnige Herbstgr├╝├če

W.
__________________
Walther
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Outliner
Guest
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ein ext, der unehrlich auf mich wirk und eher die phantasie eines sesselsitzers darstellt.
wer die frauen achtet, der wei├č sie zu beschreiben.
hier sehe ich nur das verkrapfte bild einer eindimensionalen betrachtung, die zudem an witz und esprit vermissen l├Ąsst.

alles in allem ein schlechtes gedicht, dass man auch in keiner anthologie lesen w├╝rde, weil es in dieser thematik hunderte gibt, die eine differenzierte darstellung ausstrahlen.


michael

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Walther
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Hallo Presque-rien,

ich habe Deine Vorschl├Ąge eingearbeitet, vielen Dank daf├╝r. F├╝r das zweite Trippel habe ich eine Alternative gepostet.

Ich hoffe, da├č das so besser geworden ist, Deinen Anregungen sei dank.

Lieber Gru├č W.
__________________
Walther
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Walther
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Hallo Michael Outliner,

danke f├╝r Deinen Eintrag. Jeder Beitrag ist ein wichtiger. Nur so kommt Farbe in die Debatte.

quote:
ein ext, der unehrlich auf mich wirk und eher die phantasie eines sesselsitzers darstellt.
Soso. Du scheinst Dich mit mir gut auszukennen. Touch├ę also.
quote:
wer die frauen achtet, der wei├č sie zu beschreiben.
hier sehe ich nur das verkrapfte bild einer eindimensionalen betrachtung, die zudem an witz und esprit vermissen l├Ąsst.
Aha. Treffend beschrieben. Jetzt w├Ąre f├╝r diese Generalvernichtung noch ein wenig sachliche und handfeste Begr├╝ndung hilfreich.
quote:
alles in allem ein schlechtes gedicht, dass man auch in keiner anthologie lesen w├╝rde, weil es in dieser thematik hunderte gibt, die eine differenzierte darstellung ausstrahlen
Das ist eine Meinung, die ich gerne gelten lasse. Ich habe gar nicht beabsichtigt, damit in eine Anthologie zu kommen, nehme aber Vorschl├Ąge, wo das hinpassen w├╝rde, immer entgegen. Jeder darf hier sagen, was er denkt, egal ob es fundierte Kritik oder platter Bl├Âdsinn / Niedermache ist.

Mein Drang nach Druck ist gar nicht so ausgepr├Ągt. Es reicht zu wissen, was man kann, damit die B├Ąume nicht in den Himmel wachsen. Wei├čt Du's? Oder vielmehr: Wei├čt Du ├╝berhaupt, was (gute) Lyrik ist?

Lieber Gru├č W.
__________________
Walther
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presque_rien
???
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Hi Walther,

ich wei├č, man kann es Frauen einfach nicht recht machen , deine Tripel-Alternative gef├Ąllt mir n├Ąmlich auch nicht so gut (das "bet├Ârt" fand ich n├Ąmlich sch├Ân!), deshalb hier mein Vorschlag:

Ich lasse diese Feuersbrunst verrauchen:
Was kann ich tun, da du mich so bet├Ârt,
Als mannhaft in die H├Âllenglut zu tauchen.

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