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Leselupe.de > Gereimtes
Tischtuch runter!
Eingestellt am 15. 05. 2003 14:39


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Inge Anna
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Tischtuch runter!

Leo aß selten im Lokal,
denn seine Tischmanieren
taugten f√ľr Kuh- und Schweinestall,
doch wenig zum Dinieren.

Mitunter ließ sich's nicht umgeh'n
im Grand-Hotel zu speisen;
denn Ehefrau Lisa-Doreen,
wollt' großspurig verreisen.

F√ľnf-Sterne-H√§user, schick und fein,
den Geizigen das Sparen!
Er wäre gern nach Eberstein
zu Bauer Lutz gefahren.

Dort war er Mensch und durft's auch sein,
kein Tischtuch und kein Schema;
man schob die frische Landkost rein:
Bekleckern - nie ein Thema.

Lutz äußerte mit vollem Mund,
was er vom Leben dachte
und r√ľlpste, dass sein Hosenbund
vor Wohlbehagen krachte.

Die B√§u'rin f√ľllte ihm den Trog,
ihr Kittel roch nach Kuhstall;
wenn Loni auch zwei Zentner wog,
war sie sein bester Zufall.

Des Bauernpaares Meisterst√ľck
war rundlich und hieß Trudel.
Zehn Freier suchten bei ihr Gl√ľck;
doch sie vertrieb das Rudel.

Trudels Herz gehörte Malte,
'nem reichen Gastwirt aus der Schweiz;
kam er ins Haus, so pfiff der Alte,
denn Geld hat schließlich Sinn und Reiz.

Der Bauernsohn soff Kneipen leer,
galt als der Klapperstorch im Ort.
Man schmiss ihn raus, er nahm es schwer,
Lutz w√ľrgte am Vers√∂hnungswort.

Leo kämpft mit Urlaubszwängen,
sein Magen ist kein Luxushaus;
bei dem Men√ľ von sieben G√§ngen,
rastet er dann plötzlich aus.

Die teu're Hose, auch die Weste
sind von Sternen √ľbers√§t;
es handelt sich um Speisereste:
da geht er, noch ist's nicht zu spät.

Nicht länger mag er sich verkrampfen,
er fährt zu Lutz nach Eberstein.
Nie wieder tafeln, nur noch mampfen
und ohne Tischtuch locker sein!

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