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Leselupe.de > Kurzprosa
Todessehnsucht
Eingestellt am 06. 07. 2005 16:01


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Andrea1694
Hobbydichter
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Todessehnsucht

Umgeben von einer leeren Packung Schlaftabletten und Bierflaschen, liegt sie regungslos da. Jegliche Farbe scheint aus ihrem Gesicht gewichen zu sein, als sie Uwe auffindet und unvermittelt den Krankenwagen ruft.

Wieder einmal wird ihr der Magen ausgepumpt und wieder einmal schafft sie es dem Teufel von der Schippe zu springen. Wie schon so oft zuvor.

All die Therapien, die sie ├╝ber sich ergehen lie├č und die Versuche der ├ärzte, ihr zu helfen, schlugen fehl. Sie konnte einfach nicht ├╝ber den tiefen, unendlichen Schmerz in ihrem Herzen reden, den ihr einst ihr Vater angetan hatte.

Sie war verheiratet und hatte mit dem Mann, der versuchte ihr all seine Liebe zu schenken, zwei wundervolle Kinder in die Welt gesetzt. Und doch schien sie verloren und lie├č sich sogar scheiden. Sie konnte einfach nicht mehr seine N├Ąhe und die Ber├╝hrung seiner H├Ąnde ertragen, weil sie dadurch stets an ihren Vater erinnert wurde.

Ihr Vater, der all ihre Kindheitstr├Ąume zunichte machte, der sie hatte nie Kind sein lassen.
Wie sehr hasste sie ihn doch.

Nun geh├Ârte sie zu den Suizid-Patienten, die von einer Langzeittherapie in die n├Ąchste geschoben wurden ohne jemals den gew├╝nschten Erfolg zu erzielen.

Immer wenn sie der Meinung war, sie h├Ątte es endlich geschafft, ihrer Vergangenheit und diesen steten Albtr├Ąumen zu entfliehen, brach sie wieder und wieder g├Ąnzlich in sich zusammen. Sie kannte die Intensiv-Stationen der Krankenh├Ąuser und die Psychiatrien schon in und auswendig.

Als alles damals begann war sie gerade mal 5 Jahre alt und es endete erst, als sie mit 25 aus dem Elternhaus auszog und jeglichen Kontakt zu ihren Eltern abbrach.

Doch die Dem├╝tigungen, die ihr Vater ihr all die Jahre angetan hatte, verfolgten sie bis zum heutigen Tage.

...

Die Badezimmert├╝r viel scheppernd hinter ihr ins Schloss, als sie in ihr eigenes Spiegelbild sah und Tr├Ąnen aus ihren Augen rannen, bevor sie sich mit einem K├╝chenmesser beide Pulsadern aufschnitt.

Ihr Freund Uwe fand sie einen Tag sp├Ąter, umgeben von einer Blutlache, doch mit einem sanften l├Ącheln auf ihrem Gesicht.

Sie war ihrem Schmerz auf ihre Weise entflohen.

Andrea
06.07.2005

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herb
???
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zu oft, viel zu oft

liebe Andrea,

liest man immer wieder diese Geschichten von Kindesmissbrauch und Selbstmord.
Deine kommt nun dazu, entschuldige bitte, in einem Schreibstil, als wolltest du einer Modestr├Âmung folgen.
Das Ganze liest sich wie ein Expos├ę zu einem Roman, den jeder Verleger ablehnen w├╝rde.
Wenn, dann m├╝sstest du doch den Leser richtig lebendig mitleiden lassen; die Zweifel, die K├Ąmpfe, die Trauer, die Verachtung lebendig machen, das alles gelang dir nach meiner Ansicht in einer Kurzfassung nicht.
So entschlie├če ich mich, dir eine 5 als Bewertung zu geben. Das aber auch nur, weil f├╝r mich die 5 die schlechtm├Âglichste Wertung ├╝berhaupt ist. Als Tipp kann ich dir nur empfehlen, wenn du am Thema dran bleiben m├Âchtest, einen Zeitraum von vielleicht einer Stunde in ungef├Ąhr zwanzig Seiten zu schreiben.
Vielleicht entgehst du damit dem Telegrammstil.

Liebe Gr├╝├če

herb
__________________
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Andrea1694
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Lieber Herb,

danke Dir f├╝r Deinen ausf├╝hrlichen Kommentar und ein big sorry, dass ich Dir erst jetzt antworten kann.

Denke gerade dar├╝ber nach, ob es Leser gibt, die wirklich mehrere Seiten lesen w├╝rden, welche eigentlich nur eine Minute bzw. einen Bruchteil des Prot. darstellen sollen?

W├╝rdest Du es tun?

LG
Andrea

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herb
???
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quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von Andrea1694


W├╝rdest Du es tun?



Aber ja, wenns gut geschrieben ist. Ich hab auch den Ulysses von Joyce gelesen, grins.

Lieben Gru├č zur├╝ck

herb
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Andrea1694
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Lieber Herb,

OK ... Deine Antwort regt mich nun doch an in ausf├╝hrlicher Weise dar├╝ber zu schreiben. K├Ânnte jedoch noch ein wenig dauern, da ich mir erst einmal Stichpunktartig einen sogenannten Spickzettel dazu machen m├Âchte und meinen Job ├╝berdies nicht g├Ąnzlich vergessen darf :-)

Sobald es eine ├╝berarbeitete Version aus meiner Sicht gibt, setze ich Dich gerne davon in Kenntnis und hoffe dann wieder auf einen Kommentar von Dir.

W├╝nsche Dir ein wundersch├Ânes Wochenende.

LG
Andrea

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