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Leselupe.de > Kurzprosa
Todessehnsucht I - (Überarbeitung)
Eingestellt am 20. 07. 2005 14:04


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Andrea1694
Hobbydichter
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Todessehnsucht I - (Überarbeitung)

Splash …

Sie erwacht aus einem tiefen Schlaf. Versucht sich zu bewegen. Es geht nicht. Ihre Glieder sind schwer, Hände, Füße und Becken an das Bett gefesselt. Sie versucht zu schreien, doch ihre Zunge ist bleiern, kein Laut dringt aus ihrer Kehle.

Splash …

Sie erwacht. Die Stimme ihres Vaters flüstert an ihr Ohr „Komm mein kleiner Schatz, lass uns ein wenig kuscheln“. Seine raue Hand gleitet zwischen ihre Beine. Sie weint, stammelt „Papi, bitte nicht“, doch seine Hand gleitet immer weiter hinauf zu ihren kleinen Schamlippen.


Splash …

Sie geht benommen den Flur der geschlossenen Anstalt entlang. Zählt jeden einzelnen ihrer Schritte. 35, Stopp, Drehung und wieder zurück. 35, Stopp, Drehung und noch einmal von vorn. Mehr gibt dieser Flur nicht her. Sie fühlt sich eingeengt, nimmt alles wie durch einen Nebelschleier wahr. Sie will einfach nicht mehr.

Splash …

Mami ist wieder auf der Arbeit. Sie ist mit Papi allein. Er setzt sich hin, nimmt sie auf seinen Schoß und öffnet seine Hose. Holt seinen Pipimann heraus. „Streichel ihn“. Sie will nicht, will seiner Nähe einfach nur entflieh`n. Er hält ihren kleinen Arm fest und führt ihre Hand zu seinem Glied. Sie fängt an zu weinen. Sein Glied wird immer steifer. Er fängt an zu stöhnen, sie weint, schreit „Papi, bitte nicht“ doch er hört nicht auf.

Splash …

„Wieso wird meine Tablettendosis erhöht“ stammelt sie. Die Ärztin entgegnet „Es wird ihnen gut tun und sie etwas mehr beruhigen“. Sie verlässt den Therapieraum. Schreitet wieder den Flur entlang. 35, Stopp, Drehung und wieder zurück. 35, Stopp, Drehung und noch einmal von vorn. Sie geht in ihr Zimmer, ist dort allein. Schaut sich hilfesuchend um. Nimmt die hochgezogene Innenjalousie wahr, reißt wie besessen an deren Schnur herum, fängt an zu schreien „ich will nicht mehr“. Die Türe wird aufgerissen, 5 Pfleger kommen in den Raum, nehmen blitzschnell die Situation wahr. Stürzen sich auf sie, werfen sie auf`s Bett, fesseln ihre Hände, Füße und das Becken. Jeder Versuch sich zu wehren schlägt fehl. Eine Ärztin jagt ihr eine Spritze in den Arm, sie schläft ein.

Splash …

Sie erwacht, spürt eine Berührung. Papi steht splitternackt vor ihr. Sein Pipimann ragt wie eine Bedrohung, steil in die Höhe. „Jetzt zeig ich dir mal, wie sehr ich dich lieb habe“ und dringt in sie ein. Sie weint, schreit vor Schmerzen „Papi, bitte nicht“ und bricht bewusstlos zusammen. Mami hört sie nicht, sie ist mit Papi allein.

Fortsetzung folgt, sofern der Stil OK ist.

Andrea
20.07.05

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herb
???
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okay

Liebe Andrea,

in deiner ersten Fassung kritisierte ich den Telegrammstil. Du hast eine bemerkenswerte Lösung gefunden, du hast ihn sogar verstärkt hervorgehoben und - das finde ich gut. Dieses "Splash" ist ja jetzt tatsächlich so ein immer wieder kehrenden harter Wassertropfen.
Deine Erzählweise ist wahrscheinlich die einzig mögliche:
knallhart ohne Gefühslduselei.
So sieht man auch Dokumentarfilme auf menschlich nicht mehr Nachvollziehbares, einfach die Kamera draufhalten, gewissermaßen stark unterkühlt, die Fakten sprechen für sich.
Diese Schreibart ist dem Thema angemessen.
Das macht neugierig auf eine Fortsetzung. So kann ich mir vorstellen, dass die Betroffene, die da im grellen Licht liegt, nicht mehr fähig zur normalen Liebe und Sexualität ist, dass in der Folge der Tat des Vaters auch ein Liebhaber unglücklich wird, ohne dass sie etwas dagegen tun kann...es bieten sich interessante Sichtweisen an, ein so oft hilflos behandeltes Thema brisant und souverän darzustellen, ich bleib neugierig...

liebe Grüße

herb

PS In diesem Fall ist die erzählte Zeit in der Gegenwart auch total okay
__________________
hier Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Kästner

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Andrea1694
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Lieber Herb,

sitze hier im Büro, wie auf heißen Kohlen, auf der Suche nach einer Antwort von Dir ... und schwupps ... schon ist sie da = freu

Finde es schön, dass die nun überarbeitete Fassung Deinen Anklang findet. Gleichermaßen regt mich Dein Kommentar dazu an, weiter in diesem Stil auf das Thema einzugehen und abzuwarten, wie die Reaktionen - so die denn kommen = so ich hoffe - sind.

LG
Andrea

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majissa
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Gut gelöst, Andrea. Die Rückblicke, das Umherlaufen im Flur, die 35 Schritte, dann wieder die Umkehr. Ein Teufelskreis. Das liest sich gut und flüssig. Mich stört der "Pipimann" zwar enorm, aber du beschreibst die Rückblicke ja aus Kindersicht. Was mir noch auffiel, waren der kleine Arm und die winzige Hand in einem Satz. Einmal "klein" oder "winzig" reicht, wie ich finde. Mal sehen, was als nächstes kommt.

LG
Majissa

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Andrea1694
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Liebe Majissa,

danke auch Dir für Deinen Kommentar. Den Begriff "Pipimann" - wohl gemerkt ein Name aus der Kindersprache - habe ich gewählt, weil die Prot. (kenne sie persönlich) es mir so beschrieben hat.

Als der Missbrauch durch ihren Vater begann, war sie gerade mal 5 Jahre alt.

Mir stellen sich immer noch die Nackenhaare auf, wenn ich an unsere langen Gespräche zurückdenke und ihr trotz meiner Versuche des "zuhörens" und "kommentierens" nicht helfen konnte.

Wünsche Dir einen wundervollen und erfolgreichen Tag.

LG
Andrea

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