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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Todesurteil für die Menschlichkeit
Eingestellt am 07. 09. 2007 08:53


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jon
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Dies ist eine Rezension zu einer Überraschungepremiere


Death Sentence – Todesurteil
Gesehen am 6.9.2007

Nicolas Hume hat, was er will: eine perfekte Frau, zwei perfekte Söhne, einen perfekten Job, einen perfekten Status unter den Kollegen. Nichts Überragendes, nichts Aufregendes, nichts gänzlich Reibungsfreies aber für ihn eben perfekt. Er liebt die Ordnung und er hat sie.

Und dann wird sein älterer Sohn ermordet. Schlimm für ihn, für die Familie. Die Ordnung gerät ins Wanken. Zum Glück hat Hume den Mörder gesehen, kann ihn identifizieren. Der Mörder wird vor Gericht gestellt und wenn er sich in der Anhörung, die in den USA eine Art Vor-Termin vor der eigentlichen Verhandlung ist, gesteht, kann der Staatsanwalt einen Deal aushandeln, der den Kerl für drei bis vier Jahr in den Knast bringt.

Drei bis vier Jahre. Für einen Mord. Einen gezielten, als Aufnahmeritual in eine Gang verübten Mord. Das ist nicht in Ordnung. Hume muss das anders regeln …

… und tritt damit einen Krieg los zwischen sich und der Gang. Einen Kampf auf Leben und Tod in mehrfacher Hinsicht. Eine sich unerbittlich aufschraubende Spirale aus Notwehr und Angriff, Rache und Gegenrache beginnt sich zu drehen und macht den Mann, der am Anfang in seinem Haus nur ein rostiges Messer als Waffe findet, letztlich zu einem mit großem Kaliber um sich ballernden Outlaw. „Sieh dich an“, sagt gegen Ende der Bandenchef, „du siehst aus wie einer von uns. Du bist mein Produkt.“

So viel von der Handlung. So wenig von der Handlung. Denn obwohl in der Tat die Verfolgungsjagden, Kämpfe und Schießereien den Hauptteil des Plots ausmachen, sieht man erheblich mehr. Wie Gewalteskalation funktioniert. Und dass niemand immun dagegen ist. Der Film ist trotz Action weniger ein Actionfilm als viel mehr eine Psychostudie. Ob das Ganze nun ausgerechnet in dieser offenbar modernen Farbigkeit erzählt werden muss, die an mit der Zeit verblasstes Zelluloid erinnert, wage ich nicht zu beurteilen. Aber dass es glaubhaft und fesselnd erzählt wird, dass es – auch dank Hauptdarsteller Kevin Bacon – nahe geht und hinter der Fassade des Run-and-Shot-Kinos ein richtig guter Film steckt, zu dieser Beurteilung kann ich stehen. Fazit: Sehr empfehlenswert.


Filmografisches:
Nick Hume: Kevin Bacon / Regie: James Wan / USA 2007
Mehr unter Kino.de

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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

Version vom 07. 09. 2007 08:53
Version vom 05. 04. 2009 14:30

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