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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Tom und Lisa
Eingestellt am 04. 07. 2013 20:47


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Sebahoma
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2013

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Vor einigen Wochen fing alles an.

Irgendwann bekam ich morgens einen Anruf von der Polizei. Sie sagten, Tom sei tot. „TatsĂ€chlich?“, fragte ich und man bestĂ€tigte es mir.

Tom und ich waren immer gute Freunde gewesen. Wir waren zusammen auf der UniversitÀt und haben viel zusammen erlebt. Auch die Sache mit Lisa. Tom hatte mir damals tagelang Mut zugesprochen, bis ich sie endlich angesprochen hatte und mit ihr zusammen kam. Ohne Tom hÀtte ich sie niemals angesprochen, hÀtte dies nicht geschafft und vieles andere auch nicht. Wir waren immer gute Freunde. Bis zu diesem Tag. Gewesen.

Die Zeit nach diesem Anruf war ganz anders. Man hatte ihn ertrunken in einem Fluss gefunden, sehr viel Alkohol im Blut. Ob er wohl Probleme hatte? Die Leute fragten sich, ob es Selbstmord war.

Lisa ging es in den nĂ€chsten Tagen schlecht. Klar, sie kannte Tom schließlich auch schon lange. Wohl auch sehr gut. Ich wollte sie trösten. Ich hatte gedacht, wenn sie Toms Abwesenheit erst einmal verkraftet hĂ€tte, wĂŒrden wir uns wieder nĂ€her kommen, nachdem wir uns zuvor oft gestritten hatten. Haben beide viel Stress bei der Arbeit, da knallt es manchmal. Aber danach war sie viel ruhiger. Ging viel weniger aus. Sie sagte immer wieder, sie glaube nicht an Selbstmord. „Tom war doch nicht so“, sagte sie. Menschen sind eben manchmal ganz anders als wir denken.

Mir ging es auch nicht gut. Ich fĂŒhlte mich schlecht. HĂ€tte ich etwas Ă€ndern können? HĂ€tte ich vielleicht Tom fragen sollen, ob irgendetwas ist. Ob er mir vielleicht etwas sagen möchte. Ich fragte ihn nicht.

Irgendwann kam dieser Kommissar zu mir, stellte mir Fragen und ich gab bereitwillig Antwort: Ja, Tom sei mein Freund gewesen. Nein, ich hÀtte nichts bemerkt. Mord? Das könnte ich mir nun gar nicht vorstellen, Tom hatte doch eigentlich keine Feinde.

Lisa verhielt sich immer auffÀlliger. Wenn ich mich ihr nÀherte, wich sie mir aus. Sie guckte mich oft so fragend an. Wusste sie etwas? Hatte sie Angst, es zu sagen? Ein paar Tage spÀter fand man ihr Auto. Verlassen. Sie lag ein paar Meter weiter auf einer Wiese. Tot. Mit diesem LÀcheln im Gesicht, in das ich mich damals verliebt hatte. So lange hatte ich es nicht mehr gesehen.

Damit kehrte Ruhe in mein Leben ein. Eine schreckliche Ruhe. Kein Tom, keine Lisa. Vielleicht sind sie jetzt wieder vereint. Saubande. Haben wohl gedacht, ich wĂŒrde es nicht bemerken. Ihre verlegenen Blicke. Ihre geheimen Treffen. Wie konnten sie mir das antun.

Jetzt schreibe ich dieses GestĂ€ndnis. Eben kam die Polizei vor meinem Haus an, jetzt höre ich sie heraufkommen. Ich höre die Klingel, sie rufen mich. Wie sind die so schnell auf mich gekommen. Ich habe doch alles so gut geplant. Eine TĂŒr wird aufgebrochen. Gleich werden sie in meinem Zimmer sein und mich mitnehmen. Was habe ich nur falsch gemacht.

Version vom 04. 07. 2013 20:47

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sharks.sharks
Hobbydichter
Registriert: Aug 2013

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Also die erste HĂ€lfte fand ich wirklich gut, sehr nett gemacht, hat Spannung aufgebaut.

Aber es ist unlogisch, dass der ich ErzÀhler sowas sagt wie 'Mord, das kann ich mir nicht vorstellen'.

Das signalisiert den Leser, der (mit Verlaub) an sich sofort erwartet, dass der Protagonist der killer ist, dass das nicht stimmt.
Man fĂŒhlt sich an der Nase herumgefĂŒhrt, wenn dann die Pointe kommt.

Es wÀre vielleicht besser gewesen, wenn der Protagonist mit Lisa gesprochen hÀtte und erst am Ende ihr dan nsagt, dass er sie töten wird und die Offenbarung erfolgt wenne r auf sie zugeht mit nem messer oder so

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