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Leselupe.de > Feste Formen
Torenzeit, als Sonett 117
Eingestellt am 24. 06. 2003 15:38


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weghenkel
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Torenzeit, als Sonett 117



Zukunft ineins mit Vergangnem. Ich wandere durch die Dekaden:
T├Âricht, burlesk die Vasallen der schlie├člich obsiegenden Maden.
Aber die Freiheit mu├č leben. So klage, unsterbliche Seele -
├ťber den Tod hoher Sch├Ânheit und ├╝ber den Schlaf, da├č er fehle.
St├╝rme, Bajazzo, die W├Ąlder und nimm dem Rialto die Br├╝cke!
In unsrer Flur Venezianer: ersp├Ąhten den Braunstein wie St├╝cke
Seltenen Goldes, Lucinde. So nimm, Ardinghello, den Zettel:
Sie ist von Sinnen, die Liebe - und schlie├člich steinalt, eine Vettel.

Argwohn, die m├Ąchtige Kraft der Zerst├Ârung, die purpurne Bl├╝te,
Die alles ausl├Âscht, ein raschelndes Seidenkleid - da├č Gott beh├╝te!
Dort ist die W├╝stung. Und Parzival stellt seine n├Ąrrischen Fragen:
Was denn das sei, dieser Gott. Fortan mu├č Torenkleider er tragen.
Gachmuret k├Ąmpfte in Bagdad. Ein Glas Lacrimae in der Klause
Soll mich erfrischen. Was gilt, wei├č ich nicht. M├Ąrchen will mein Zuhause.







25./26.5., 13.-15.6. & 20.-22.6.2003
__________________
weghenkel

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weghenkel
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Torheit?

Ist es also eine Torheit gewesen, am Johannistag den gerade beendeten Text 117 aus dem in Arbeit befindlichen Band Sonette aus dem Sumpf ins Netz zu stellen - unter die Leselupe, die offenbar niemand so recht benutzt? Mit einer Lupe wird das genaue Hinsehen bef├Ârdert, dazu kommt es in diesen Foren kaum. Es ist eher ein Chatbetrieb, literarische Versuche dienen mehr oder weniger als Aufh├Ąnger. Das k├Ânnte ein erstes Resum├ę sein.
Aber nur so stimmt es nicht. Diese Leselupe macht Sinn, ich finde jede einzelne Korrespondenz gut. Beteilige mich (so schwierig das f├╝r mich bei meiner arg beanspruchten Zeit und meinem extrem lahmen Computer ist) gern an jeglichem Gedankenaustausch. Und will auch gar nicht, da├č sich da jemand unter ├Ąsthetisch-k├╝nstlerischen Gesichtspunkten mit meinen Arbeiten auseinandersetzt. Wenn das im normalen literarischen Betrieb nicht m├Âglich ist, warum sollte es virtuell funktionieren? Also Dankbarkeit, f├╝r jede tiefergehende ├äu├čerung - das entsteht.
Und alle anderen ├äu├čerungen haben genauso ihre Berechtigung.
Also verabschiede ich mich hiermit von der Torenzeit als Sonett - irgendwie wird sich 2004 dann der engagierte und kunstsinnige Verleger finden, jenseits g├Ąngiger Marktstrategien, der mutig die dann 154 Sumpftexte auf Druckpapier bringt.
Sicherlich werde ich etwas leichtere Kost ausw├Ąhlen f├╝r die Leselupe. Trial and Error. So funktioniert das Lebenslernen. Aber von den Sonetten aus dem Sumpf wird es immer noch Kostproben geben, auch. Seelenwelten und Narrenkleider, so will ich es weiter halten. Und Wolfram von Eschenbach hat die entscheidenden Kapitel des Parzival auf der Brandenburg geschrieben, meiner Ruine unweit von Lauchr├Âden im Werraland. Dabei bleibt es.
Auch wenn das gro├če Symbol des Grals f├╝r die menschliche Suche nach einer lebbaren Utopie au├čerhalb des Blickfeldes einer Lupe bleiben mu├č, die f├╝r Briefmarken- und Textsammlungen hinreicht: und damit gut.
Mein Mittun hier ist keine Torheit. Und ich gespannt auf alle m├Âglichen Korrespondenzen und Bezugnahmen. Und will gerne viel Faden geben f├╝r das Gewebe der anderen. In diesem Sinne:
Harry W.

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weghenkel

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vivien
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo weghenkel,

es ist so gut dein Sonett,
da├č ich erst einmal
deine anderen Werke lesen will.

Der Leser bemerkt nicht nur
dein Belesensein,
sondern deine perfekten,
technischen Kenntnisse.

Wer schon ist in der Lage,
ein Sonett technisch so perfekt
zu schreiben?

Hochachhtung und sommerliche Gr├╝├če
von viv.

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HerZPiraT
Guest
Registriert: Not Yet

weghenkel,
nicht so weinerlich.
wer kommentiert schon seinen eigenen text?
also:
warum stellst du einen text ein?
weil es dir so gef├Ąllt?
weil du gerne anderen gefallen willst?
hab also geduld mit den geneigten lesern.

sie sind nur sch├╝chtern, weil du ein "profi" bist, im gegensatz zu den meisten anderen.
die sich deswegen aber nicht weniger scheuen ihre texte einzustellen.

dein sonette gef├Ąllt mir, auch wenn ich nicht alle anspielungen verstehe....

gruss

der
PiraT

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