Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92248
Momentan online:
302 Gäste und 17 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Touch down
Eingestellt am 04. 12. 2010 00:58


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
sekers
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 25
Kommentare: 122
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um sekers eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Touch down

Noch hundert Meter. Es w├╝rde anders werden, wieder anders als die unz├Ąhligen Male zuvor. Sie hatte schon viel gesehen und war schon viel gewesen. Einen Tunnel durch einen ganzen Berg hatte sie sich vor kurzem noch geschaffen. Nat├╝rlich, irgendwann war da eine Schicht gewesen, die sich als undurchdringbar erwiesen hatte. Aber war es nicht ein Zeichen von wahrer St├Ąrke nachzugeben, auszuweichen, sich einen neuen Weg suchen, wenn es nicht weiterging? Bald nach diesem Vorfall hatte sie auch schon wieder ein Erfolgserlebnis, ihre Darbietung am Wasserfall hatte hunderte Zuschauer in Verz├╝ckung versetzt. Eine Welle von Ahs und Ohs stieg an und fiel wieder ab, aber sie hatte nicht viel Zeit, das zu genie├čen, denn es ging weiter, weiter wie immer, nach dort ins Fort.

Das Konzept der Wiedergeburt kam ihr in den Sinn, und sie konnte sich zunehmend damit anfreunden. Denn auch wenn es - vielleicht einmal vom ewigen Eis abgesehen - nie ein Ende gab, so kamen die Dinge doch mit jedem Abschluss zu neuem Entstehen.

Entstanden war sie schon an unz├Ąhligen Orten, sie hatte das Keuchen von liebenden Leibern hautnah miterlebt, war beim Versuch, das D├╝rsten zu stillen, einmal erfolgreich und dann wiederum gescheitert, und wusste nur zu genau, was es hie├č, der Tropfen auf dem hei├čen Stein zu sein.

Doch diesmal war sie in einen Luftangriff verwickelt. Die Nacht hatte daf├╝r beinahe alles abgedunkelt, nur dem Sternenmeer war nicht beizukommen gewesen. Aber egal, der Frost war gegenw├Ąrtig, der gute Freund, er hielt in Form. Unz├Ąhlige Schwestern flogen mit, ├╝ber und unter ihr und alle strebten sie dem Boden entgegen. Auf den ersten Blick war es eine Armee gleicher Soldaten, aber wenn man genau schaute merkte man die Individualit├Ąten, die unterschiedlichen Ecken und Kanten. Unten angekommen w├╝rden sie immer enger aneinander r├╝cken, sich ineinander verzahnen, eine riesige Platte bilden, Himmel und Erde w├╝rden f├╝r eine Weile geschieden sein. Jetzt war es soweit. Sanft und sicher landete sie.

Ganz nach Art einer Schneeflocke.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!