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Leselupe.de > Humor und Satire
Trägt der Mann seinen Kopf zwischen den Beinen?
Eingestellt am 23. 01. 2002 17:02


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salome
Routinierter Autor
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... oder: Der Mann an sich ist polygam

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Ich bin ja erpicht darauf, den Traumprinzen kennenzulernen, mit dem ich dann die Probleme lösen würde, die ich allein gar nicht hätte. Doch gestaltet sich diese Suche in letzter Zeit als äußerst kompliziert, da niemand auch nur annähernd an das Exemplar heranlangt, das ich mir so vorstelle. Der Grund dafür gipfelt in folgender Hypothese:
Das Zusammenspiel zwischen Mann und körperlicher Treue steht im exakten Verhältnis zu einem Igel, der Kopfbälle mit einem Luftballon versucht. Beide Paarungen versprechen ein jähes Ende, gipfeln in einem benutzten Gummi und hinterlassen nur heiße Luft!

Ich will damit sagen, daß der Mann an sich ja schomma nicht monogam veranlagt ist. Er kann seinen Schniepel schlecht bei sich behalten, und für etwaige Steckmöglichkeiten reicht auch meist nicht ein einziger Unterstellplatz aus, sondern es müssen mindestens zwei, wenn nicht sogar mehr Neben-Abstellplätze gesucht werden ... und daß, obwohl ER doch in den seltensten Fällen einen Zweit- oder Drittschniepel besitzt!

Wo man auch hingeht – überall sind frische und charmante Herren anzutreffen, die kultiviert aussehen, herrlich mit einem flirten können, einem kleine Artigkeit bei einem Glas Sekt ins Ohr säuseln, dort anpacken, wo es sich in der Öffentlichkeit gerade noch geziemt, ohne daß es schon unschicklich ist, und die dennoch ihren wahren Familienstand durch den weißen Hautstreifen an ihrem Ringfinger ausweisen, der verrät, daß des Nächtens ein braves Heimchen am Herd darauf wartet, daß der gute Gatte frohgemut nach einer nächtlichen Tändelei oder mehr ins angewärmte Bettchen schlüpft.
Man soll sicher nicht alle Smörrekiekerbesitzer über einen Kamm scheren, doch je mehr ich unter diesen Wesen wandele, befällt mich immer wieder der Verdacht, daß die Grundstruktur des Mannes eben jenem Verhalten entspricht, das ich soeben entworfen habe.

Mein letzter Gatte geriet in Salomes "Grube der abgelegten Verehrer", weil er ganz und gar nicht seinen Hakenschniepel bei sich behalten konnte. Hatte sich die anmutige Salome einmal umgedreht, steckte seine Nase schon im Gekräuse des nächsten willigen Opfers. Zur Verteidigung meines holländischen Mick Jaggers sei gesagt, daß er dieses Verhalten schon vor der "Eheschließung" ankündigte, was die Sache allerdings auch nicht besser macht, zumal mir das wahre Ausmaß seiner außerpartnerschaftlichen Bedürfnisse zu Beginn auch noch nicht in vollem Umfang offenbart wurde. Diese Einsicht folgte erst viel später bei näherem Kennenlernen. Doch wenn man erkannt hat, daß der eigene Prinz sogar im Beisein seiner eigenen Flamme nach dem Gießkannenprinzip flirtet ("Irgend jemanden werden meine Tropfen schon treffen"!), dann ist eine Partnerschaft in ihren Grundfesten stark gerüttelt und der Gatte schneller als gedacht passé.

In der Zeit nach diesem Herrn lernte ich nun etwaige Mannen kennen, die alle als Witwentröster eingespannt wurden, um mir selbst über den Verlust des untreuen Gatten hinweg zu helfen, und von denen man natürlich begierig war zu hören, wie sie zu außerpartnerschaftlichen Kontakten stehen, um das eigene Weltbild wieder ins rechte Licht rücken zu können. Ja, ich lechzte förmlich danach, die Worte zu hören, daß bei diesen nächtlichen Gespielen sinnliche und körperliche Treue oberste Priorität besäßen.
Doch mit dem Zurechtrücken war es leider schwerer getan als vermutet, taten die Herren doch allesamt kund, daß sie eigentlich doch auch gern an fremden Blüten naschen würden, sollten sich deren Kelche bei des Mannes Anblick nicht sofort verschließen, auf daß auch die hartnäckigste Drohne keinen Einlaß mehr erhält. Und da Blüten in meinen Kreisen oft zu allem willig sind, bevor der späte Tag die Sonne verschwinden läßt und sich automatisch die Kelche ducken, gibt es für die Mannswelt immer wieder viel Gelegenheit, um an dem Nektar der schnellen Lust zu naschen, der sich für eine gutbürgerliche Schwester, wie ich eine bin, immer noch verbietet ... wenigstens solange ich verbandelt bin.

Etwa zwei Wochen nach meiner Trennung von dem immer willigen Oranjefreund lernte Madame einen Herrn kennen, der ihr artige Avancen machte, der die Rendezvous vereinbarte (Hach, sogar von sich aus!), und ihr teure Geschenke zuteil werden ließ. Gut, "teuer" ist ein relativer Begriff, doch er machte sich sehr viel Mühe und Gedanken, worauf es in dieser Erzählung für´s erste ankommen soll. Es folgten romantische SMS-Mitteilungen, die man im Internet nicht besser abschreiben könnte, und die ihre Krönung in einer Nachricht fanden, die nach zehn Tagen (und bisher nur zwei Treffen) darin gipfelten, daß er mir seine Liebe gestand, quasi nach dem Motto, es würde ihn mit Trauer erfüllen, weil er nur ein Leben hat, um es mir zu schenken..
In Muttern schrillte eine Alarmglocke auf, die darauf hinwies, daß nach zehn Tagen Bekanntschaft und zwei realen Treffen niemand mit Fug und Recht sagen kann, daß man einen noch völlig fremden Menschen lieben kann!
Am zwölften Tag der Bekanntschaft, dem dritten Rendezvous also, mußte Madame allerdings ein unter Tränen gestammeltes Geständnis vernehmen, das besagte, daß der Herr eigentlich schon seit sieben Jahren verbandelt sei. Er hätte zu seiner besseren Hälfte nie die Worte "Ich liebe Dich!" gesagt, was doch schon einiges erklären würde! Aber mich würde er (nach nur zwölf Tagen) auf Händen tragen ... sofern keine andere Blüte seinen Drohnenflugkurs kreuze!
Zur Strafe schlief Madame noch ein letztes Mal mit ihm, nicht ohne danach die Worte zu verlieren, daß er der schlechteste Liebhaber gewesen sei, den sie je hatte.
Mich muß wohl einfach die Rachegöttin getreten haben! ;-)

Der nächste Herr kam in voller romantischer Montur. Monate vorher lernte ich ihn kennen. Was beeindruckend war, waren seine Augen: Er hatte einen so durchdringenden Blick, daß sogar eine Schlange nach 30 Sekunden das Handtuch geworfen hätte – gesetzt den Fall, Schlangen würden auch nur irgend etwas werfen können. Doch verlor der Herr meine Telefonnummer. Und da ich ihm mehrere SMS schickte, die allerdings per Internet kostenlos und ohne Nummernangabe zu ihm gelangten, war der Kontakt versiegt. Gut, zu jener Zeit war ich auch nicht auf mehr aus, war ich doch selbst in jenem Stadium noch gebunden und wollte es auch bleiben. Nun, Monate später traf er zufällig wieder auf mich, und ein Glücksgefühl überspülte uns beide, hatte er doch sogar seine Exflamme die ganze nächste Woche nach unserem Kennenlernen in die Gaststätte geschickt, wo wir uns einst kennenlernten, um mich dort noch einmal aufspüren zu lassen und meine Telefonnummer zu erfragen. Ist das nicht wohl herrlich romantisch!?!!!
Madame fuhr also kurz vor Weihnachten noch flott kurzfristig zu diesem Herrn nach Köln (Himmel, ein Ausländer!), um noch vor Jahresende abzuklären, was denn das nun wieder für eine Spielart der Gattung Mann sei.
Es war eine fabelhafte Spielart von Mann, denn Salome wurde bereits am Bahnhof mit einer roten Rose abgeholt, Hand in Hand durch den Bahnhof geschleift, seinen Freunden als neue Flamme vorgestellt und dergleichen mehr. Nur konnte er seine Augen leider auch nicht in meiner Gegenwart von anderen KampfgenossInnen lassen, was den ersten Argwohn in mir bereits erregte. Auch ausgetauschte Telefonnummern, die in meinem Beisein mit anderen ganz offensichtlich willigen Bewerberinnen gewechselt wurden, trugen nicht zu meinem bereits erschütterten Vertrauen bei, daß dieser Mann der Mann meiner Träume sein könnte. Mit dem Wissen wächst der Zweifel, so daß diese Liebelei bereits einen Tag vor meiner geplanten Abreise darin gipfelte, daß Madame verfrüht und vollkommen überreagierend ihren Hut und Koffer nahm und für die letzte Nacht zu einer Freundin flüchtete, die sie mit offenen Armen empfing, ihr Trost spendete und sich um sie kümmerte, wo sie nur konnte.
Petra ist eben doch die Beste!!!

Der Dritte im Bunde kam aus der Theaterbranche, seines Zeichens Ballettänzer und Amerikaner. Hach, dieser Dialekt und diese Figur! Ich lief so heiß, daß ich mit der flachen Hand eine Hose hätte bügeln können! Doch auch jener hatte seine Probleme mit der Treue, führte er doch vor mir eine Beziehung, die auch nicht unbedingt auf den Sockeln der körperlichen Verbundenheit stand.
Ich bin durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre davon überzeugt, daß ein polygamer Mann sich niemals ändern kann, so daß er dem lockeren Treiben abschwört und nunmehr nur noch einer Person seinen Leib schenkt und eine Familie gründet – Hochzeit, Reihenhaus und Anschaffung eines Hundes inklusive.
Nein, ich denke, daß dies nahezu illusorisch ist. Schließlich wechselt ein Leopard auch nicht seine Punkte ... und eine Schlampe niemals ihren Slip!
Zeige so einem Mann 30 willige Weiber – naß wie Holland – und er ist dabei, egal, ob ein Ring an seinem Finger steckt oder nicht. Attacke geritten wird in jenem Falle immer!!!
Somit war der Tänzer nach dem zweiten Treffen und jener Offenbarung bereits den Gefilden des Vernachlässigtwerdens anheim gefallen.
Eine einsame Drüse macht eben noch keine Silberhochzeit!

Der vierte Herr, der nun kürzlich meinen Weg kreuzte, sah danach aus, als schienen zu seinem Stammbaum einige besonders große und kräftige Bären zu gehören *seufz*, der aber bereits am ersten Tage berichtete, daß er zwar verbandelt sei, sich aber eigentlich bereits in einer radikalen Trennung befinde. Aber so was von ra-di-kal!!!
Nachtigall, ik hör Dir trapsen ...
Er schilderte seine Beziehung eher als lockere Affäre, die aus reiner Leidenschaft und ohne sinnliche Emotion ihren Bestand feiere. Eine heiße Verschmelzung war unser Beginn, dem noch eine weitere folgte. Bei jenem zweiten Treffen stellte sich allerdings heraus, daß besagtes Verhältnis doch schon seit zwei Jahren ihr Bestehen festivitierte und eigentlich die Trennung doch nicht so ganz richtig vollzogen sei, wie sie am ersten Abend noch geschildert wurde. Ja, guck einer an, wie man doch auf die Nachtigall hören sollte!
Es dämmerte Madame bereits schon am ersten Abend, daß diese hinderliche Beziehung mitnichten einem nahen Ende zusegelte, sondern eher dem Hafen der baldigen Ehe. Jedenfalls waren nun der Hoffnung und dem Verlangen nach mehr stracks klare Grenzen gesetzt.
Traue niemals einem Mann, der sagt: "Ich habe einen wunderbaren Kaffee in meiner Wohnung.", "Wir werden nur fernsehen – ich versprech´s!" und "Meine Beziehung liegt seit Jahren am Boden, doch Du bist der Grund, jetzt endgültig einen Schlußstrich darunter zu setzen!"

Aus all diesen Erlebnissen leitet sich ja nun einiges ab:
Nicht jeder Mann ist derart gestrickt wie die vier Nachfolger meiner holländischen Tulpenzwiebel, doch sind gewisse Parallelen nicht zu verkennen.

Der Mann an sich ist von polygamer Ausrichtung. Lebt er sie auch nicht immer in der Realität aus, so ist sie dennoch vorhanden – die Polygamie. Und nur selten schaffen es die Vertreter der Gruppe "Salome´s Verehrer", diesem Verlangen zu widerstehen.
Daher empfiehlt es sich, bei der Auswahl der Bewerber folgende Punkte zu beherzigen:

Der Mann an sich ist nicht wandelbar. Man kann versuchen, einen Eber in einen Armani-Anzug zu zwängen, ihm die Hauer zu richten, sein Fell zu bürsten und ihm die Hufe zu pediküren – er bleibt dennoch ein Schwein. Versucht mal, einen Mann zu ändern, und ihr rüttelt am konstanten Weltgefüge. Und wie vielversprechend das sein wird, kann sich wohl jedeR selbst ausmalen.
Was Kleidung, Stil und in seltenen Fällen auch die Auswahl des Fernsehprogramms betrifft, kann man sicher mit Kraft und übermenschlicher Anstrengung kleine Erfolge erzielen. Doch einen Mann ändert man nie ganz!
Daher schnell die Segel gestrichen, sollte es in wesentlichen Punkten keinen Einklang geben.

Der Mann an sich ist so angelegt ist, daß er den Fortbestand seiner Rasse gewährleistet ... in meinen Kreisen doch eher ein Punkt von gesteigerter Ironie und allenfalls als biologisches Rudiment zu erklären! ;-)
Doch sei´s drum: Der Instinkt scheint stark, egal, welche geschlechtliche Ausrichtung er nun auch immer verfolgen mag. Es geht ums Gene plazieren, egal auf welchen fruchtbaren oder unfruchtbaren Acker sie auch immer fallen mögen.

Doch muß man sich nun damit abfinden, daß der Mann seinen Schniepel nicht einzig in einer Blume versenken kann? Oder gibt es doch noch den hehren Recken, der allein auf Tugendhaftigkeit setzt und seine Angebetete auf sein stolzes Roß hievt, um sie in seine Burg zu schleppen, Hochzeit zu feiern und sämtliche Zofen und Kammermädchen zu entlassen, um ja nicht in Versuchung zu geraten?

Die Nationalität eines Mannes spielt im Wesentlichen keine Rolle. Auch in diesem Punkt ist die Krone der Schöpfung identisch. Sicher, der Südländer hat kochendes Blut und besitzt eine starke, ihm innewohnende Eifersucht, was ihn zu einem vielversprechenden Liebhaber und Beschützer werden läßt, während sich der Polbewohner eher kühl verhält und die ihm fehlende Wärme unter warmen Pelzdecken sucht. Und da am Pol die Auswahl an nächtlichen Gespielinnen doch eher gering ist (sollte er nicht auf die reichhaltige Fauna überschwenken), ist auch die Gefahr der Untreue klein. Auch seine Eifersucht hält sich in akzeptablen Grenzen. Worauf sollte er auch eifersüchtig sein? Auf den Schiffsmast eines gesunkenen Bootes, dessen Spitze noch aus dem ewigen Eis ragt? Also bitte?!!
Doch das Blut strömt in allen Männern und sammelt sich in gewissen Momenten bei jedem an der gleichen Stelle, um aus einem scheinbar verdorrten Zweig eine mächtige Eiche werden zu lassen. Kubaner, Niederländer, Eskimo oder Mulatte – es gibt keinen Unterschied. Und welche Gärtnerin diese Eiche in solchen erhitzten Momenten schüttelt, ist dem männlichen Baume vorerst mal egal. Hauptsache schütteln!

Ich kann ein gewisses Verlangen nach Abenteuer und dem aufregend Neuem gut nachempfinden, doch muß denn dafür auch gleich der gesamte Rest aufs Spiel gesetzt werden? Ich hatte mal einen Reitlehrer, der nach dem Sex nur noch die Worte "Guuutes Mädchen! Guuutes Mädchen!" für mich übrig hatte. Der Sex war gut, aber schnell vergangen, und die Wirkung desselben hielt doch nur kurz an.
Wozu dann also das flüchtige Abenteuer, wenn man die wahre Erfüllung bereits gefunden hat? Eine Partnerschaft zu besitzen und dabei fremdzugehen ist doch wie ein Schwein zu besitzen, dabei aber selbst zu grunzen.
Was doch ´ne Unvernunft!

Es ist mir schleierhaft, warum ein so gearteter Mann überhaupt eine Beziehung eingeht, wo er doch das gesamte freie Revier zur Verfügung hat. Warum sich denn einen Baum in die Hütte pflanzen, wenn der Wald doch direkt vor der Tür ist?
Geht es einzig und allein um das Bemuttert- und Bekochtwerden? Also, dafür lassen sich doch auch senile Tanten oder andere weibliche Verwandte einspannen, die ihrem Neffen im Notfalle die Krawatte zurechtrücken.

Es ist möglich, daß der Mann das Naschen fremder Früchte nur aus einem Grund tut, nämlich um zu erfahren, ob sein Heimchen am Herd die richtige Wahl für ihn ist. Doch kann es mich irgendwie nicht gnädig stimmen, wenn mein Verehrer sich bei mir mit den Worten rechtfertigt: "Aber Liebling, ich habe Dich doch nur betrogen, um mich zu überzeugen, daß Du das Beste für mich bist. Hab noch etwas Geduld, es dauert nicht mehr lange, und ich bin überzeugt!"
Genug ist eben nie genug! Und er ahnt nicht, daß bereits das Damenkloschwert (oder wie das Ding nun auch immer heißen mag) über seinem weichen Nacken pendelt.

Wer schon in der Anwesenheit seiner vermeintlich besseren Hälfte herumflirtet, der hat sich bereits seine Freifahrkarte ins baldige Wieder-Single-Dasein geholt. Manche Herrschaften besitzen ja noch nicht einmal den Anstand, einen Flirt mit anschließendem Kuß, bei dem die Zunge im rechten Lungenflügel des Abenteuers endet, geheim zu halten.
Wer so etwas erlebt, kann nun wirklich davon ausgehen, daß die bessere Hälfte nicht unbedingt die bessere Hälfte ist, sondern eher eine wandelnde Spielwiese!
Und meist ist es ja auch noch nicht mal wichtig, ob die kommende Verhältnisdame aussieht, als könne man auf ihrem Hintern Tee servieren! Da werden manchmal Objekte der Begierde aufgetan, die einem nun wahrlich nicht das Wasser reichen können. Hach, wenn ich nur an das Wesen denke, das aussah wie ein verdorrtes Kastenbrot mit Perücke! Oder das Flittchen mit den blonden, hochtoupierten Haaren. Die hat doch ausgesehen wie eine Glasfieberlampe!
Manche Männer sind aber auch vor nix fies!
In manchen Naturvölkern, hörte ich, wird man aus solchem Grund noch heute am Boden festgebunden, in Honig gebadet und dann mit roten Ameisen überschüttet!
Europa ist einfach zu zivilisiert!!!

Überlegungen, die nachdenklich stimmen, fürwahr!
Ich bin mir ja über die Richtigkeit meiner Recherchen nicht sicher, aber eines steht vorerst fest:
Der Kerl an sich ist polygam, und solange ich nicht ein halbwegs akzeptables Exemplar gefunden habe, das sich mit seinem ... ich nenne es mal "Verstand" ... allein auf ein einziges angebetetes Wesen versteifen (hoppla) kann, wandele ich doch lieber allein durch die dunklen Hafengassen, um stille Gelüste zu befriedigen, die gestillt werden wollen. Wie sagt doch meine treue Freundin Feigchen immer: Man kann so etwas ja auch nicht ausschwitzen!

Verliebtsein ist der Abgrund, in den man sich stürzen muß, um im Glücksfall von den Schwingen der Liebe aufgefangen und in den Himmel getragen zu werden.
Also, ich werde jetzt mal die schönste Absturzstelle suchen gehen.

Eine sich auf der Suche nach dem rechtschaffenen Mann befindliche
Salome.

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Mößner, Bernhard
Routinierter Autor
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Trägt der Mann seinen.....

Jammerschade, dass ich mit festen Banden festgezurrt bin!
Bedingt durch mein schon etwas fortgeschrittenes Alter würde ich mich hüten, meine mir verbliebenen Körnchen auf fremden Äckern zu verstreuen, wo ich doch Mühe hätte, mein eigenes kleines Beet in jedem Frühjahr zum Keimen zu bringen!
Aber Dein Text ist große Klasse, ob autobiografisch oder
nicht.
-Bernhard-
__________________
-Bernhard Mößner-

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Sansibar
Guest
Registriert: Not Yet

Hilfestellung

Hallo Silvi,
da hilft nur eines: Nicht an die Ehrlichkeit der Männer glauben und mit diesem Hintergrundwissen weiter auf die Pirsch, um erneut die Erfahrung zu machen, die man hinter sich hat.
Ich werde mal wieder die Nana" einstellen, ein selbstewußtes Weib, die den Spieß halt umdreht.
Im übrigen, dies ist dein erster Beitrag:Herzlich willkommen auf der Lupe
Sansibar aus Sansibar

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Hobbydichter
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zunächst eine kurze Antwort...

Hallo Salmone,

ich bin deinen Zeilen mit einem Lächeln gefolgt, einiges ist wirklich humorvoll und treffend beschrieben.

Jedoch ist sind auch einige wichtige Tatsachen verloren gegangen, aus diesem Grund werde ich sobald ich kann
ein paar Anmerkungen als Mann zu Männern hinterlassen.

Bis dann.

Ciao


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masterplan
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2001

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Ts ts ts...

Hallo Salmone,

da Du ja jetzt sämtliche Nationalitäten, Augenfarben und Akzente an Männern durchprobiert hast, versuchst Du beim nächsten mal vielleicht auf Dein "Herz" zu hören.
Im allgemeinen gebe ich Dir ja Recht. Viele Männer denken nunmal mit ihrem Dingens zwischen den Beinen, doch das kann dann doch wohl nicht alles sein, oder?
Als (selbsternannter) Gentleman sage ich: Wir Männer können auch nett, zuvorkommend und monogam sein.
Und wenn ich jetzt böse wär, würde ich ganz einfach sagen: Ihr Frauen schnallt einfach nicht, mit welchen (Pseudo-)Männern ihr euch immer wieder trefft!

Ich wünsche fröhlichen Frühling,
masterplan
__________________
Schön, dass wir einmal darüber sprechen konnten...

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