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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Tränen seh ich nicht
Eingestellt am 26. 05. 2002 20:16


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STEFANIE
Festzeitungsschreiber
Registriert: May 2002

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Als der Wecker klingelte war ihm schlagartig klar: heute muss es sein
Seit Tagen endete jeder Gedanke immer beim selben Thema. Ob es um wichtige berufliche Entscheidungen ging oder nur um die Frage was will ich heute Abend essen, es schien so als sei in seinem Kopf nie wieder Platz für einen anderen Gedanken.
Außerdem war der Abend aussichtsreich. Eine Fete bei einem flüchtigen Bekannten, viele Leute denen man danach mühelos aus dem Weg gehen könnte.

Während er unter der Dusche stand plante er seine Vorgehensweise.
Die letzte Masche war nicht gut angekommen, er musste sich etwas anderes einfallen lassen.

Beim rasieren kam ihm ein grandioser Gedanke. Fironia, die sentimentale Episode nach dem letzten Urlaub. Kennen gelernt hatte er sie auf Kreta und zwei unbeschwerte Wochen mit ihr verlebt.
Überhaupt war es eins seiner Hauptanliegen, Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.
Nach dem Urlaub hatten sie versucht die Sache fortzuführen, was jedoch schnell an der Entfernung gescheitert war.

Seitdem er Fifi nicht mehr regelmäßig traf, war er wieder auf seinen Charme und seine Fähigkeit, in sekundenschnelle etwas geistreiches zu produzieren, angewiesen gewesen.

Mitunter führte das zu auch für ihn erstaunlichen Erfolgserlebnissen, aber es gab auch immer wieder Durststrecken, wie er sie gerade jetzt erlebte.

Aber heute war Freitag, das hieß am Mittag konnte er, dank Gleitzeit, ins Wochenende starten. Und wie einfach wäre ein kurzer Anruf...........
Der richtige Satz, mit dem richtigen Schmelz in der Stimme. Geplantes und wohl dosiertes Schweigen an der richtigen Stelle.........

Ja" blaffte Fironia in den Hörer.
"Christian hier, kann ich Dich kurz sprechen."
"Christian," jetzt hauchte sie seinen Namen fast atemlos, "oh, schön Dich zu hören..."
"Fironia, ich komme mir zwar total dämlich vor," er holte tief Luft um den Eindruck von Aufregung und freudiger Anspannung in ihr zu wecken, "aber ich bin auf dem Weg zu Dir. Bitte sage jetzt nicht, ich soll umdrehen, wir müssen einfach miteinander reden. An dieser Stelle musste er unbedingt zerknirscht wirken um glaubwürdg zu sein. "Das ist aber eine fabelhafte Idee, ich habe noch ein paar Erdbeeren und Prosecco. Soll ich den mal kalt stellen?", säuselte sie.
Er lachte dunkel und vielsagend in den Hörer, "Du bist eine wunderbare Frau. Und so wie ich Dich kenne, hetzt Du gleich in den nächsten Supermarkt und besorgst die Erdbeeren. Bis später... und vergiss nicht - Du bist meine schöne Sternenfee." "Ich freue mich auf Dich." Schickte er noch hinterher.

Über sein Gesicht zog ein siegesgewisses Grinsen. Na bitte, das Wochenende ist gerettet.

Und vielleicht war sie sogar davon zu überzeugen, wie ernst seine Absichten, wie tief seine Gefühle waren........


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soleil
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Hallo STEFANIE,

netter Einfall zu "Tränensee" von carolin.a die männliche Sichtweise zu erzählen, aber ich stolpere über einige Deiner Formulierungen. Deine Geschichte ist noch nicht rund, vor allem sprachlich, aber auch die wirkliche Intention Christians. Die folgenden beiden Sätze kollidieren in meinen Augen; laß' den letzten weg oder formuliere ihn treffender:

"Über sein Gesicht zog ein siegesgewisses Grinsen. Na bitte, das Wochenende ist gerettet.
Und vielleicht war sie sogar davon zu überzeugen, wie ernst seine Absichten, wie tief seine Gefühle waren........ "

Viele Grüße
Soleil


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