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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Träumer (Auszug)
Eingestellt am 01. 05. 2004 21:38


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Markus Veith
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2000

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(Auszug aus meinem Roman „Träumer“. (Noch in Produktion.) Wollte endlich mal was in dieses Forum hineinstellen. Auch wenn es sicherlich recht abgedreht und bizarr ist und stellenweise vielleicht mehr Kontext nötig wäre.)

(...)
Eine Erscheinung der zahllosen Art offenbart sich Max in diesem hässlichen Raum aus neonbestrahlten Kachelwänden. In seiner Kehle hüpft sein Adamsapfel Gummitwist. Eine makellose Figur süßer Nacktheit. Kein Flaum, kein überflüssiger Wald an diesem wundervollen Kontinent, keine Böschung zu wenig, Rundungen, Erhebungen und Täler, die jedem Weltenschöpfer wünschenswert erscheinen müssen.
Sie weicht drei Schritte zurück, an die Waschbeckenauflage, zurück in den fallengelassenen Kreis ihrer Kleidungsstücke, die wie die Hülle eines Schmetterlings als niedriger Wall zu ihren Füßen liegen, um ihre Füße, die so schmal, so zerbrechlich sie wirken, fesseln diese Fesseln doch seine Blicke, nackt – Bei aller Liebe! – eine Beobachtung, deren Auffallen in dieser Fülle an Nacktheit seltsam irreal anmutet, sich aber inmitten aller wirren, von Herzschlägen zerstoßenen Wahrnehmungen aufbäumt, der nackten und nur nackten Wahrnehmung; sein Blick rauscht wie eine Tsunami über diese Schönheit, wallt über sie her, gierig und salzig, Gischttränen in den Augen, in den Mundwinkeln, lässt sich brechen, in dem rosenfarbenen Delta, das leicht auseinandergeschoben wie ein Wegweiser in die wundersame Freiheit der warmen Enge lockt, ins Reich der Mitte, in die Weite dieses Körpers, in das brodelnde Magma unter der Oberfläche, in die unbekannten Dimensionen, die hinter einer Strasse liegen, deren Ende in den Horizont reicht; und doch – Bei aller Liebe! – es muss sein, dass seine Augen-Tsunami sich losreißt, weiter spült, empor; hoch und höher wallt die Gischt, pulsiert voran, getrieben von der Blutflut in seinem Innern, wirbelt sie um die Mulde des Nabels, schürft Gedanken, woher sie käme, diese Strauchelspur einer menschlichen Geburt, die jeder Logik dieser Momente widerspricht; und so machtlos er ist gegen die unbändig Gewalt, die starre Wildheit seiner Augen, die er nicht zu bremsen vermag, nicht möchte, will, kann, darf, streifen seine Blicke empor, wogen berauscht über die feinen Rippenrippeln, die Ausläufer der atmenden Höhen, die sich weiter erheben, höher, voller, runder, von erregter Luft gefüllt, sich senken und heben und senken, gleich zwei lebenden Dünen, in vollkommener Symmetrie beieinander, fest und dennoch anschmiegsam wie warmer, weicher Sand, an der Küste überspült von der herrlichen Flut kastanienbrauner Haare, die über die Brüste branden, die Knospen wie aus Sand gewaschene Muscheln umspielend, herab fließen, herab, um den Schwanenhals von der edlen Blässe reinen Elfenbeins, um die Schultern, die Arme, die schlanken Hände, die leicht und wartend in Deltanähe schweben; und dazwischen – vor Erregung schäumend spült die Tsunami erneut hinauf – zwischen diese wallende Seidenpracht, welche den Gipfel – Bei aller Liebe! - das Haupt dieses wundervollen Kontinents verziert, das aufgetauchte Atlantis, das Eden eines Gesichtes, das lächelt, mit Lippen, anmutig mutig und bestimmt, bewusst um alles, was folgen mag, folgen soll, muss, flüstern sie: "Komm."
Bei aller Liebe! – Ein Traum.
Max’ Körper ist vollkommen erstarrt und gleichzeitig butterweich unter seiner willig schwachen Hülle. Seine Empfindungen jagen Stromstöße, sein Blut hämmert, pulsiert mit Druck in seinen Unterleib. Er sieht sich selbst, hinter dem Mädchen, in den Spiegeln über den Waschbecken, denen er dankbar ist, da sie ihm Rücksicht ermöglichen, die er verflucht, weil sie auch ihn selbst zeigen, reglos, hässlich blass, den Kiefer herunter hängend, bekleidet und dennoch seiner Seele entblößt.
TimpeTe nimmt die Arme nach hinten, umgreift die Kante der steinernen Auflage, stemmt sich empor, setzt sich auf die Fläche, lässt die Schenkel auseinander weichen, weit, die rosene Haut, die Mitte des den Blicken freigegebenen Glücks, die Knospe im Zentrum der Lebensblume, faltet sich auseinander ... Max vernimmt ihr kosende Flüstern: "Komm."
Eine Klimakatastrophe lässt seine Sturmglocken läuten. Er merkt nicht, wie er seine Schritte plump nach vorne stampft, willenlos auf sie zu, wie seine Finger, ungelenke, zitternde Stumpen, an seiner Hose nesteln. TimpeTe wartet, geduldig lächelnd wie eine Mutter, die dem Kind das Schleifenbinden lehrte. Schließlich – Endlich!! – steht er nackt und hoch aufgerichtet da, in diesem hässlichen Raum aus neonbestrahlten Kachelwänden, den es nicht gibt, nicht geben kann, der sämtliche Wahrnehmung entbehrt, steht Max da, bar jeden Verstandes, erfüllt und getrieben von allem, was seit Urzeiten sein Geschlecht ausmacht, nähert sich ihr, dieser Fee, dieser Venus, dieser still lächelnden Circe, die weit entfernt ist von allen platten, lüsternen Attitüden, die einfach seiner wartet, dem bewaffneten Krieger, dessen nackter Harnisch zwischen ihren ruhigen Blicken zu schmelzen droht.




"Du sollst mich berühren", flüstert sie. Doch als er seine Hände hebt, die unter der Hochspannung zittern, weicht ihr Körper mit einem Male zurück, eine langsame, aber deutliche Entgegnung.
Max erschrickt, wie er ihre vorher so entspannte Miene sich bewölken sieht, nicht erbost, nicht verärgert, ein wenig bedauernd sogar, als möchte ihre Weigerung erklären, was er nicht wissen kann.
"Berühren", betont sie liebevoll, "nicht betasten. Die Essenz liegt im Wesentlichen, mein König, nicht im Offenbaren. Berühre mich im Innern. Liebe mich. Aber weder mit Haut, noch mit Haaren."
Und die Herrscherin stützt ihre Elfenbeinarme, lehnt sich auf ihrem Thron zurück. Und der König versteht. Er lässt die Hände sinken, kommt noch näher, betritt den Vorhof ihrer gespreizten Beine und legt die Hände beiderseits, vorgebeugt, aber nicht berührend, das Zepter gerichtet, pocht er sanft, behutsam, beinahe schüchtern an die Pforte der Herrscherin, bittet stumm um Einlass in ihr inniges Königreich, neigt den Kopf, den Blick, zu sehen, ob alles in erforderter Weise geschieht, keine Berührung die filigrane Liebe verdirbt. Und die Herrscherin gewährt; empfängt das Kronenhaupt, nimmt es, vor Freude seufzend, in Empfang, lächelt, ihr Mund öffnet sich, Atem zieht lang und wohlig bebenden durch die Nüstern, strömt erwärmt wieder heraus. Die kastanienbraune Flut wallt nach hinten, zur Seite, gleitet über das nackte Elfenbein der Schultern und ihr Blick, ihr tief brauner Blick, schweift herab, als glückliche Amazonenwächterin, die sieht, wie ihre Festung erobert, den Mauern jedoch kein Schaden zugefügt wird. Und der Eroberer nimmt ein, wühlt sich in die süßen Fluten ihres Schoßes, zieht sich wieder zurück, um erneut vorzupreschen, mit bebenden Armen und Beinen, die um Haltung suchen, mit einem Atem, so heiß, dass er die Lunge zu entflammen droht, mit Gedanken in seinem Kopf, der sich Fragen nicht zu stellen traut, nicht jetzt, nicht hier; es soll alles seinen Gang nehmen, wie sie es will, sonderbar, aber in diesem goldenen Moment womöglich nötig. Er gesteht sich flüchtig ein, dass er mehr bedarf, als nur die Juwelen vom Gipfel dieser Lust zu klauben, dass er mit vollen Händen hineingreifen will in diesen Schatz, den Reichtum mit allen Sinnen kosten will ...
... Irgendwo draußen ertönt Maschinenpistolengeratter und das Gebrüll einer männlichen Stimme. Der Schreck fährt Max in die Glieder. Wie aus dem Schlaf gerissen ruckt sein Kopf zur Tür. "Was ist da los?"
"Was wohl?" antwortet das Mädchen in einer Weise, die atemlos und nicht so gelassen klingt, wie sie es vielleicht soll.
Max seufzt. Nein, nicht jetzt. Das darf nicht sein. Er muss seine Hände zwingen, auf dem Marmor zu bleiben ...
... Der König wappnet für den nächsten Angriff ... Stärkt seine Truppe mit Mut ... Die Waffe ist gesegnet ... Sie kann, sie darf nun nicht fallen ... Die Herrscherin weitet das Tor ... stöhnt lustvoll auf, als der geliebte Eroberer einfällt ...
Die Schreie seines Bruders zerren Max ins Bewusstsein. "Ich muss hier raus!" schreit er. "Dietmar ist ...!"
"Pssst", zischt das Mädchen. "Mach weiter, mein König."
Die Stimme draußen brüllt wie am Spieß. Eine Uzi knattert fast ununterbrochen.
Der Krieger schüttelt heftig den Kopf, versucht, den Hinterhalt abzuschütteln. Aber Max sieht nun plötzlich alles klar, so klar, dass es ihn ekelt. Er sieht den Schmier in den Kachelfugen, den Staub auf dem Spiegelglas, die Flecken im Waschbecken, hört das Schnarren der Lüftung, bemerkt wieder das Flimmern der Beleuchtung. Draußen erklimmt Dietmars Kreischen bedenklich schrille Höhen. Max nötigt sich selbst zu einem weiteren Stoß in TimpeTes vorgeschobenes Becken, zu noch einem, in diesen Körper, den zu betasten, zu streicheln, zu kneten ihm nicht erlaubt ist. "Ich ... kann nicht!" ächzt er matt und hält inne. Kein König, keine Waffe, keine Herrscherin, der Traum zerrieselt. Er fickt ein schönes Mädchen auf dem Waschtisch einer schmutzigen Herrentoilette.
"Du musst", vibriert die Stimme des Mädchens und schiebt sich ihm entgegen. „Wir können es! Wir sind anders!“ Ihre Arme zucken, als wollte sie ihre Zurückhaltung aufgeben, ihn umarmen und durch heiße Küsse weiter fordern. Doch dann drückt sie die Ellenbogen durch und bäumt sich auf. Max’ schon erschlaffendes Glied wird von ihrer Vagina förmlich verschluckt. Sie atmet wild. Ihr Blick blitzt ihn an. Augenfeuer lodert direkt in sein Gesicht. Sie lässt ihn ein Stück entflüchten, fängt ihn aber wieder ein, wie im Sog. Max bleibt die Luft weg. Dasselbe Spiel erneut. Ja. Ein Katzenspiel. Sie spielt mit seinem Mäuseschwanz. Und sie gewinnt. Beinahe brutal pumpt sie ihm das Blut in den Stachel.
Das Dauerfeuer jenseits der Toilettentür unterbricht kurz. Dann rattern einzelne Salven durch die Bar. Aber Dietmars anhaltende Schreie lassen Qualen vermuten, von denen niemand sich ein Bild machen kann. Sie schmerzen Max. Sie lenken ihn ab.
Er drängt seinen Unterleib gegen den TimpeTes. Wieder und wieder. Stampft in dieses schwarze Loch zwischen ihren Schenkeln, in dem alles unterhalb seines Nabels verschwunden zu sein scheint. In diesem saugenden Schlund. "Und mein Bruder?! Was ist mit meinem Bruder?!" brüllt er und wird hin und her gerissen.
Das Mädchen brennt ihren Blick in sein Gehirn. Ihr Gesicht tobt zwischen wütender Lust und verzweifelter Verzerrung. "Dein Bruder ist unwichtig", stößt sie durch die Zähne und rammt sich ihm entgegen. "Es ist bloß ein Traum. Nur Nachtgestaltung, nichts weiter."
Draußen zerballern Geschosse irgendetwas, was klirrend zerspringt. Das Brüllen wird zu einem kläglichen Heulen, das kaum noch zu ertragen ist. Max Gewissen gerinnt, er fühlt, als schaben ihm die Schreie seines Bruders die Ohren aus und stochern in seinem Hirn. Er kann das nicht ertragen. Seine Hände heben sich. Er will es ja schaffen! Wenn sie es will! Wenn sie ihn ließe!! Er will, er muss sie berühren, sich an sie lehnen, an ihr reiben, sie mit aller aufzubringenden Liebe an sich ketten, ihre Brüste kneten, walken, diesen Körper küssen, mit Speichel bedecken, gierig zerquetschen, fressen, damit dieser Akt endlich ein Ende nehmen kann.
Aber ihr Keuchen schreit „Nein!“ in seinen Kopf. Dabei gebärdet sich ihr Becken wie ein Zylinder, der in einem übertourten Motor die Arbeit des Kolbens übernommen hat. Und Max’ fühlt sich wie ein Brennstab kurz vor dem Gau. Er stemmt die Zähne zusammen. Rammt, zieht, stößt, stößt, stößt, versucht im Takt zu bleiben. Weiter. Weiter! WEITER! WEITER!!!! Prallen! Prallen! Er hört nur noch Dietmars Schreien, das sich mehr zu einem Jammern, einem Heulen verformt hat, das ihm schlimmer erscheint, als sein Kreischen vorher. Er will sich seinen Bruder aus den Gedanken ficken, sich auf das hier und jetzt Notwendige konzentrieren können, aber so sehr er sich auch bemüht, sich vor Anstrengung auf die Lippe beißt, warum, zum Kuckuck, muss Dietmar ausgerechnet JETZT Theater machen?!?! Die Schüsse verstummen.
TimpeTes voranpreschende Stöhnen, wirbelt weit über jeder Ekstase. Oh, Gott, sie muss wund sein, eine Krampf kriegen. Dieses Stoßen, Stoßen, Stoßen, muss ihr das Rückgrad zertrümmern, innere Verletzungen zufügen. Aber sie saugt ihn an und stößt ihn von sich, saugt an, stößt fort; sie könnte einen JumboJet vom Himmel saugen. Max brüllt vor Verzweiflung. Ein Ende! Bitte! Stoß, Stoß, Gebete strömen durch sein Hirn, werfen Blasen, weiter, weiter, schäumen auf, kochen über, ein Ende, bitte. Ein Ende! Bitte! Einen Abschuss!

Mit einem Male rauscht es in seinen Ohren, durch seinen Kopf, überall. Ein Gurgeln nähert sich, ein Blubbern. Und plötzlich krachen in den Kabinen hinter ihm sämtliche Toilettendeckel gegen die Spülkästen und breite Lokuswasserfontänen schießen empor gegen die Decke. Gleichzeitig setzt die Sprinkleranlage ein und lässt einen kühlen Sprühregen auf die überhitzten Leiber rieseln. Neben Max und TimpeTe knallen die Chromarmaturen wie Sektkorken aus ihren Fassungen und die Seifenspender an der Wand entleeren sich bis auf den letzten Tropfen Lotion.
Max glaubt kein Quäntchen Luft mehr in seinen Lungen. Die Beine zittern und drohen ihm nachzugeben. Wie eine aufgequollene Made schlüpft sein Glied schwer und taub aus dem Unterleib des Mädchens und baumelt wie leblos herab. Dann sinkt er auf die Knie, krallt sich am Waschbeckenrand fest, um nicht lang auf die Fliesen zu schlagen. Er meint, den auf ihn niedergehenden Regen auf seiner überreizten Haut verdampfen zu spüren. Das Licht flackert. Dann ein Knall. Erschrocken schaut Max auf. Er sieht, wie die Spiegel hinter seiner Geliebten zu einem Spinnennetz aus Rissen zerborsten ist.
Sein letzter Blick gilt TimpeTe, die zu ihm herabschaut, die Wangen gerötet, ebenfalls außer Atem, mit einem Gesichtsausdruck, der auf seltsame Weise ebenso liebevoll und befriedigt, wie berechnend und, ja, irgendwie mitleidig wirkt ...
Dann erlischt das Licht.

(...)

__________________
"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller." - Stanislaw J. Lec

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Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

An Markus Veith

(Auszug aus meinem Roman „Träumer“. (Noch in Produktion.) Wollte endlich mal was in dieses Forum hineinstellen. Auch wenn es sicherlich recht abgedreht und bizarr ist und stellenweise vielleicht mehr Kontext nötig wäre.)

Dieser Einleitung hätte es nicht gebraucht. Dein Auszug ist für dieses Forum eine Bereicherung und ich habe ihn atemlos gelesen.

Einzige Anmerkung: Zu Beginn sind die Sätze etwas langatmig. Ich bin ein Freund kurzer Sätze, und habe hier ein wenig gezögert. Danach aber, werden die Abschnitte kürzer und die Spannung steigt.

Besonders mochte ich das Bild des aus der Hülle schlüpfenden Schmetterlings:

Sie weicht drei Schritte zurück, an die Waschbeckenauflage, zurück in den fallengelassenen Kreis ihrer Kleidungsstücke, die wie die Hülle eines Schmetterlings als niedriger Wall zu ihren Füßen liegen,

Die Verbindung des Liebesspiels in der irrealen Szenerie, das Gemisch und Gebrodel aus Lust, Gewalt, Kampf und Stöhnen, ist gekonnt umgesetzt.

Lotte Werther

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Markus Veith
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2000

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Vielen Dank!

Nun ja, ich habe nie vorher eine solche Szenerie beschrieben und in dem Roman ist sie fast notwendig. Eigentlich verspüre ich immer ein wenig Grummeln dabei, Ausschnitte aus einem Gesamtwerk zu präsentieren, aber es hat mich einfach gereizt mal zu lesen, wie dieser 'Akt ohne Berührung' sich gelesen macht.
Und 10 Punkte ... Donnerwetter.

Dankend verneigt sich

Markus
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"Ich wollte der Welt nur ein einziges Wort sagen. Da ich es nicht konnte, wurde ich Schriftsteller." - Stanislaw J. Lec

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bonanza
Guest
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Gelungene Ansätze. Im Ganzen zu schwülstig.
Als hätte ein Schulbub gerade die Sprache gefunden.

bon.

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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

Werke: 39
Kommentare: 48
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Dass dieser barocke Schwulst nicht jedermanns Sache ist, verstehe ich durchaus – was ja nicht heißt, dass es nicht reizvoll sein kann, solche Texte zu schreiben – gewissermaßen gegen den Zeitgeist und gegen die vorherrschenden Lesegewohnheiten . Und eine überschaubare Erzählung in diesem Stil könnte ich mir wohl auch mal antun, ob ich aber einen ganzen Roman zu lesen bereit wäre...

Bei dem Textausschnitt handelt es sich vermutlich um einen Traum, und da ist ja ohnehin alles möglich und erlaubt – fast alles, denn (kleinere oder größere) Konstruktionsfehler wirken im Traum genau so störend wie in der fiktionalen Realität: Eine Erscheinung der zahllosen Art (Könnte es „zahnlosen Art“ heißen?), der Bauchnabel als Strauchelspur einer menschlichen Geburt, die Essenz, die im Wesentlichen liegt (ja, wo denn sonst?) , der Krieger, der versucht, den Hinterhalt abzuschütteln (???) , dann die Eruption der Lokuswasserfontänen, der sich im richtigen Moment entleerende Seifenspender... – alles wirkt auf mich wie ungewollt auf vertrackte Weise ironisch - und gleichzeitig seltsam zielungenau, verfehlt...

Nein, zehn Punkte mag ich darauf wirklich nicht geben, aber acht werden es immerhin, und sei es auch nur für den Mut, den der Autor hatte, als er dieses überbordende Stück Text veröffentlichte.

Freundlicher Gruß, Herzog

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Markus Veith
Routinierter Autor
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Hallo, Bonanza,
zwei unkomplette Sätze und eine hinkende Metapher. Mit deiner Kritik kann ich leider so gar nichts anfangen.
Mit deiner, Herzog, schon mehr. Hab Dank dafür. Denke um Himmels Willen nicht, der ganze Roman sei so geschrieben. Im Gegenteil. Es ist ausschließlich dieser Geschlechtsakt auf der Toilette so beschrieben und bekommt eben durch diese abgehobene, meterhoch über dem Boden der Tatsachen schwebende Schreibweise den Surrealismus, den (zumindest ich bisher) haben wollte. Aber jedenfalls will ich über deine roten Einwände nachdenken. 'Hinterhalt abschütteln' ist Quatsch, das gebe ich zu. Keine ahnung, warum mir das nicht aufgefallen ist. Die Waschraum-Geysire am Ende ... deren Sinn zu erörtern, dazu müsste ich den ganzen Roman erklären. (Daher meine Einleitung, sozusagen als Vorwarnung.) Aber Sinn haben sie durchaus. Mit deiner Bemerkung ‚... und gleichzeitig seltsam zielungenau, verfehlt ...’ hast du mir, sicher ungewollt, eine Bestätigung gegeben. J
Ach ja, noch eines, weil es mich immer wieder bei Kommentaren nervt: Kritik an die dritte Person ‚Autor’ finde ich höchst unpassend. Die Beurteilungen, die ihr hier gebt, sind für uns, die die Texte schreiben. Also tut bitte nicht so, als wären wir Autoren nicht hier und ihr würdet eure Meinung ausschließlich dem Rest der Welt kund tun. Herzlichen Dank.
Markus Veith

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