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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Trainspot
Eingestellt am 08. 01. 2001 09:07


Autor
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Martina H.
Hobbydichter
Registriert: Jan 2001

Werke: 4
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Hin├╝berd├Ąmmernd mit dem steten Ger├Ąusch das der Zug auf den Schwellen verursachte ergab sie sich ihren Gedanken und Gef├╝hlen, sie lehnte den Kopf gegen die k├╝hlen Scheiben an denen stetig Regentropfen versuchten ihrem Schicksal zu entkommen.
Da war dieses Erbeben wenn sie seinen Namen dachte, da war dieser Druck in ihrem Herzen, wenn sie seine Seele dachte und da war dieses Ziehen in ihren Lenden wenn sie seinen K├Ârper dachte.
Ihre Lippen leckend wurde sie sich bewu├čt, da├č sie die Umwelt ausgeschaltet hatte, und getragen wurde von den Fl├╝geln ihrer Phantasie. Eingeh├╝llt in den warmen Mantel zarter, tr├Ąger Sinnlichkeit. Sie f├╝hlte sich matt und schwer an, unf├Ąhig ihre Glieder zu bewegen oder auch nur daran zu denken. Wie ein zarter Seidenschleier strichen seine Blicke ├╝ber ihre Haut, wie l├╝sterne Zungen streiften sie seine Gedanken - und sie vermochte sich nicht mehr zu erinnern wo sie war.
Es mu├čte dieses leise Seufzen gewesen sein das ihr erschreckend zu Bewu├čtsein brachte, wo sie war - oder der erstaunte Blick ihres Gegen├╝bers - dennoch, sie war zur├╝ck.
Mit einer Bewegung die lose Str├Ąhne ihrer Haare aus dem Gesicht streifend machte sie sich auf, den Mann auf der gegen├╝berliegenden Bank zu erkunden.
Tief drang ihr Blick in seine Gedanken und sie f├╝hlte sein steigendes Beklemmungsgef├╝hl., und ein leichtes Zucken um ihre Mundwinkel gab das Zeichen - das Spiel konnte beginnen.
Schau mich an forderten ihre Augen - tr├Ąum von uns wisperten ihre feuchten Lippen - bring uns zur Ruhe baten ihre unruhigen H├Ąnde - und er tat nichts von alledem. In Gedanken bestieg sie seinen Scho├č, nahm seinen Kopf in beide H├Ąnde und streifte mit ihrem Gesicht seinen Hals. Sie fl├╝sterte kleine Unanst├Ąndigkeiten in seine Ohren, begleitet von leisen gurrenden Lauten. Wehrlos sa├č er da - nichts ahnend da├č er soeben vergewaltigt wurde. Es war dieses Flackern in seinen Augen, der Blick der immer unsteter wurde, und es war das nerv├Âse Reiben seiner H├Ąnde aneinander das ihr zeigten da├č er sie f├╝hlen konnte.
Sie kratzte leicht mit den Fingern├Ągeln ├╝ber seine Haut - und mit jedem Schauer der ihn ├╝berlief wurde sie m├Ąchtiger in ihrem Empfinden, bereit ihm etwas zu schenken, das er nie verstehen w├╝rde. Schob ihre Zungenspitze sich vor, streifte ├╝ber die Z├Ąhne w├Ąhrend ihr Blick scheinbar gedankenverloren an seiner Schulter verschwand. Ihre Nasenfl├╝gel bebten in dem Moment, als sie seine Erregung - jetzt deutlich sichtbar - noch steigerte. Die Zeitung in ihrem Scho├č scheinbar belanglos durchbl├Ątternd befeuchtete sie mehrmals ihren Mittelfinger ehe sich ihr fragender Blick seinem Gesicht zuwandte.
Und ihr gefiel was sie sah und ihr L├Ącheln fiel offen auf sein irritiertes Antlitz.


"Ihr n├Ąchster Halt ist Winterthur, der Zug f├Ąhrt weiter nach Z├╝rich, Lenzburg, Lausanne ohne Halt bis Z├╝rich......."

Sie erhob sich und gab ihm so Gelegenheit sie noch ein letztes Mal zu riechen ehe sie das Abteil verlie├č. "Sch├Ânen Tag noch " sie nickte ihm l├Ąchelnd zu "gleichfalls......aufwiedersehen" murmelte er

In Z├╝rich stieg sein Gesch├Ąftspartner ein, lachend, polternd und laut wie immer.
"Mein Gott was ist denn mit dir los, du siehst aus als h├Ąttest du ein Gespenst gesehen Alter"
"hmmmmm, naja gesehen nicht gerade, aber ber├╝hrt hat es mich sicher " schmunzelnd vergrub er sich hinter den Akten die er noch durchsehen mu├čte ehe sie in Lausanne ankamen.........

__________________
MH

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flammarion
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prima,

das nenne ich erotik!
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