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Leselupe.de > Ungereimtes
Trauer
Eingestellt am 15. 11. 2005 17:24


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tho schett
???
Registriert: Oct 2005

Werke: 36
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Vergessene Trauer

Einmal möchte ich dich greifen,
unheimliches Gefühl in mir.
Mitnehmen möchte ich dich,
in die geballte Faust hinein.

Und hinüberschleudern,
in diese dreisten Gesichter!

Aber immer stirbst du mir weg,
unter dem kleinen Kind von einst,
das immer nur flehte, - stumm,
doch bitte verschont zu werden!

Wann werde ich dir vergeben?
du kleiner Feigling in mir.
Wann werde ich dich heben,
du mein Schatz in stillem Revier?

__________________
©thosche

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
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Hallo Thomas,

wäre ich ein ängstlicher Leser, würde ich mich vor Deinem Text in Sicherheit bringen, um nicht versehentlich eine faustvoll abzubekommen...von dem was an Hilflosigkeit, Feindseeligkeit, Wut und Schwäche herausspringt.

quote:
Und hinüberschleudern,
in diese dreisten Gesichter!


Da ich es nicht bin, fühle ich mich herausgefordert, Wege aus dem Dilemma zu suchen. Beides behagt mir nicht.

Was mir gefällt ist die Sprache und die vorhandene Idee der Bewegung.

quote:
...greifen,... mitnehmen,... heben


Den Bezug des Titels zum Text verstehe ich nicht.

Bin ich zu sinngläubig dafür?

So long
ENa
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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tho schett
???
Registriert: Oct 2005

Werke: 36
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Hallo ENa!

Danke für die Kritik!

Zu lösen gibt es hier für den Leser wohl nichts, sollte auch nicht der Sinn der Sache sein. Eher sich darauf einlassen, und spüren was dahinter steckt, ohne gleich wertend zu attributieren.

Dass dir die "vorhandene Idee der Bewegung" gefällt ist ja ein kleiner Trost für mich.

Zu Sinngläubig? Keineswegs! Nur vielleicht etwas zu sehr an der Oberfläche des Sinns orientiert!

Es soll der Zusammenhang zwischen Ohnmacht, Zorn/Wut und Trauer thematisiert werden. Vergessen ist die Trauer, weil sie unbewusst (dunkel) wurde, beim "hinübernehmen" wird sie zum Zorn oder zur Wut die natürlich ein Objekt, die "dreisten Gesichter" brauchen (Psychologen wissen, dass hinter Trauer oftmals unterdrückte Wut steckt). Und alles das hat seine Quelle wiederum in der einstigen Ohnmacht.

So long und danke dass du mir die Gelegenheit gegeben hast, mein eigenes Gedicht noch mal genauer zu reflektieren.

tho




__________________
©thosche

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

mein erster eindruck: mitreißend, doch beim letzten vers
entglitt dir die dichtkunst.

bon.





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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

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Hallo Tho,

das Thema hab ich auch mal aufgegriffen. Finde ich sehr gut ausgedrückt.
Dennoch mal Gedanken dazu, als Fragen gedacht. Der Titel, mei, der könnte passend zu dem Text noch ein wenig "tiefgründiger" sein.

lG
Sanne

Vergessene Trauer

Einmal möchte ich
dich packen(können),
unheimliches Gefühl in mir.
Heraus greifen möchte ich dich,
in die geballte Faust hinein.

Und hinüberschleudern,
in diese dreisten Gesichter!

Aber immer stirbst du mir weg,
hinter dem kleinen Kind von damals,
das immer nur flehte - stumm,
doch bitte verschont zu werden!

Wann werde ich dir vergeben?
du kleiner Feigling in mir.
Wann werde ich dich heben,
du mein Schatz in den Tiefen
meines Ozeans
?

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tho schett
???
Registriert: Oct 2005

Werke: 36
Kommentare: 93
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@bonanza:
Hast leider recht. Man merkt, dass die letzte Strophe mehr oder weniger nachträglich dazugekommen ist. Danke für den Hinweis!

@Stoffel:
Hab ich nicht ganz verstanden, wie das mit den Gedanken als Fragen gemeint ist, da nachher eine Eigenversion vorgestellt wird. Den Titel finde ich ok. Es gäbe viele Namen dafür. Danke für deine Reaktion.
__________________
©thosche

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