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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Trauer ist das Weinen um sich selbst (gelöscht)
Eingestellt am 09. 05. 2018 19:27


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AbrakadabrA
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Aron Manfeld

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Cellist
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Der Text hat was. Aber die letzten zwei Zeilen

quote:
Doch legte meinen nur
Auf Mamas Schulter

irritieren mich. Hast du hier etwas vergessen? Ich hoffe doch ... ;-)

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Bernd
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Trauer ist das Weinen um sich selbst

-- ein sehr schöner Titel, poetisch, interessant, was sich verbirgt: Echte Trauer oder Betroffenheitslyrik?

Heute Papa beerdigt

-- Echte Trauer also.

27375 Tage war er da

-- Distanzierung durch genaue Angabe der Zahl, Objektivierung des Daseins.

Warum berechne ich die Tage nicht
Genau wie die Rechtschreibung

-- Rückbezug des lyrischen Ichs auf sich selbst, Nachsinnen über: Was habe ich eben gesagt? Die Rücknahme der Distanzierung.

Ein Liter Tränen

--- Verstärkung der Distanzierung durch Ironie.

In Hannovers Sonnenschein
Der morgen schon nicht
Mehr da ist
--- Werden und vergehen. Ein jegliches hat seine Zeit. Übereinstimmend im Judentum, im Christentum und beim Atheismus. (Beim Islam kenne ich mich nicht so aus. Gibt es dieses Mem dort auch?)

Jesus bleibet meine ewige Freud
--Ja, da ist er, der Hinweis aufs neue Testament, vorhin, das war das alte.

Spielte ein alter Mann an der Orgel
-- Orgel- Symbol der Kirche.

Kamen vor Jesus alle in die Hölle
Wollte ich die Rabbinerin fragen

--- Eine hier paradoxe Frage, sie zerschneidet die Religionen.
Wo landeten ungetaufte Kinder, wenn sie starben? In einer Art Vorhölle.

Doch legte meinen nur
Auf Mamas Schulter

--- Ausdruck der Trauer nach der Verwirrung der Sinne. Arm um Mutters schulter legen. Was sonst?

Das Gedicht zeigt viele Fazetten der Trauer.


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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AbrakadabrA
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Nicht da gewesen

Papa ist am 19. April morgens um fünf gestorben - er liegt verbrannt auf dem Ricklinger Stadtfriedhof.

Ich kann da nicht hingehen - stattdessen befriedige ich meinen Narzissmus durch das Internet.

Heinrich Heine beschrieb einmal seinen Vater als Tröster der Witwen.

Da kann man nichts machen. Da kann ich nichts machen.

Nichts.
__________________
Aron Manfeld

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