Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92216
Momentan online:
412 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Traumtagebuch
Eingestellt am 03. 08. 2002 09:45


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Erster Eintrag ins Traum-Tagebuch

Renee Hawk war bei mir zu Besuch und wir unterhielten uns ĂŒber mancherlei, auch ĂŒber Harry Potter und die in seinen Geschichten vorkommenden Muggel, woraufhin Renee den MĂŒggelsee scherzhaft in „Muggelsee“ umtaufte. In der Nacht hatte ich folgenden Traum:

Ich will am Nachmittag mit der Familie zum MĂŒggelsee (wir haben damals fast jede freie Minute dort verbracht) und ich fahre mit einem Taxi zum S – Bahnhof. Wegen Bauarbeiten fĂ€hrt die Straßenbahn heute nicht.
Das Taxi hĂ€lt auf gleicher Höhe mit dem S – Bahnhof und ich sehe drĂŒben auf dem Perron meine Kinder, die Enkel und etliche Freunde stehen. Sie winken mir fröhlich zu. Das Taxi kann nicht weiterfahren, ein Sandhaufen ist im Weg. LeichtfĂŒĂŸig springe ich hinunter.
Der Bahnsteig ist erreichbar ĂŒber eine Rolltreppe, die aufwĂ€rts fĂ€hrt – die kann ich natĂŒrlich nicht nehmen, da kĂ€me ich nie unten an - oder ĂŒber eine Eisrutsche. Ein Mann mit DienstmĂŒtze zaubert meinen Hub (Gabelstapler im Mini-Format), den ich mit Schokolade voll beladen habe (offensichtlich eine Hommage an meine einstige TĂ€tigkeit in der Schokoladenfabrik. Wenn der Transportarbeiter nicht kam, zerrte ich in der Pause die Pralinen zur Verpackungsabteilung.) hinunter, ich zieh meine KittelschĂŒrze (meine Kinder sahen mich fast ausschließlich in dieser SchĂŒrze) aus, setz mich drauf und rutsche die vereiste FlĂ€che hinunter. Wenn ich auch auf dem SandhĂŒgel springen konnte, die Eisbahn war mir zu steil.
Der Zug kommt, er ist total ĂŒberfĂŒllt. Ich muß schnell reinspringen, bevor ich meine Angehörigen erreiche. Ich gehe von Wagen zu Wagen, d.h., ich steige an jeder Station aus, um in den nĂ€chsten Wagen zu gelangen. Ich weiß nĂ€mlich nicht, ob die Familie zum Freibad möchte oder zu der „wilden“ Badestelle in Friedrichshagen.
Ich muß mich sehr beeilen, in den nĂ€chsten Wagen zu kommen, denn oft hĂ€lt der Zug nur sehr kurz (mir ist tatsĂ€chlich einmal passiert, daß der Zug weiterfuhr, bevor ich den nĂ€chsten Wagen erreicht hatte.). Auf einem völlig leeren Bahnhof stoppt mich ein Mann, hĂ€lt mich an den Handgelenken fest und sagt: „Nun wollen wir uns erst mal beruhigen, junge Frau. Wohin denn nur so eilig? Der Ausgang befindet sich in der anderen Richtung.“ Ich reiße mich los, aber es ist zu spĂ€t, der Zug fĂ€hrt schon weiter.
Der nĂ€chste ist ein Kurzzug. Ich muß rennen, was das Zeug hĂ€lt, um wenigstens noch in den letzten Wagon zu kommen. Ich falle in einen Kinderwagen, der glĂŒcklicherweise leer ist, die Mutti hat das Kind auf dem Schoß. Ich bin so glĂŒcklich, den Zug noch erreicht zu haben, daß ich allen anwesenden Kindern von meiner Schokolade abgebe.
Ich sehe zum Fenster hinaus und stelle fest, daß der Zug durch ein Gebirge fĂ€hrt. Nanu, ein Gebirge so dicht bei Berlin? Na, das hĂ€tten wir wohl gerne! Plötzlich blicke ich aus der Vogelperspektive auf die Welt. Unser Zug befindet sich gerade auf einem Viadukt, der sich elegant und weitschweifig an steiler Wand entlang zieht. Ein fantastischer Anblick, der mein Herz schmelzen lĂ€sst. Ja, so was als Spielzeugeisenbahn, das wĂŒnsch ich mir fĂŒr meine Söhne!
Die Nacht zieht herauf. Ich muß bei der Bahnhofsmission ĂŒbernachten (musste ich seinerzeit auch mal, als meine Freundin und ich uns im Fahrplan verguckt hatten und mit einem Zug nach Berlin wollten, der sonntagnachts nicht fuhr. Unsere Töchter waren 5 Jahre alt, schon ihretwegen gingen wir in die Mission und versuchten nicht, ein Nickerchen auf dem GepĂ€ck zu machen.).
Morgens steige ich in einen gerĂ€umigen Zug, nettes Personal empfĂ€ngt mich und witzelt freundlich ĂŒber meine Schokolade. Nach Abfahrt des Zuges lĂ€sst das Personal die Maske fallen und entpuppt sich als StraßenrĂ€uber. Alle Passagiere mĂŒssen sich von ihren Habseligkeiten trennen.
Ein Rasseweib kommt zur TĂŒr herein. Sie ist toll geschminkt und trĂ€gt ein glutrotes Kleid, welches ihre aufregende Figur umschmeichelt. Sie verwickelt die MĂŒtzenmĂ€nner in ein GesprĂ€ch. Sie prahlen damit, wie viel Geld sie am Chef vorbei eingenommen haben. Sie sagt auf einmal: „Schön, daß Sie das alles so freimĂŒtig gestehen. Das hab ich jetzt alles hier auf dem Band. (Sie weist unter dem Kleid einen Recorder vor.) Ich bin von der Polizei, Sie sind verhaftet.“ Die MĂ€nner springen aus dem Zug und die Frau lĂ€chelt, ohne Anstalten zu machen, ihnen zu folgen. Ich sehe, daß die MĂ€nner im Wald erschossen werden.
Ich will von der Frau meine Schokolade wiederhaben, sie aber sagt: „Aber Kindchen, ich bin doch gar nicht von der Polizei. Und wenn, dann wĂ€re die Schokolade jetzt Beweismittel und du bekĂ€mst sie auch nicht wieder. Ich bin die KĂ€te vom Chef, und bald gehört mir diese Stadt!“
Angewidert wende ich mich ab. Ich will nicht mehr zum MĂŒggelsee, nur nach Hause! Und aufseufzend erwache ich aus diesem wirren Traum.

Also, liebe Renee, rede ja nicht mehr vom Muggelsee in meiner Wohnung!

__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Monfou
???
Registriert: Feb 2002

Werke: 0
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hi flammarion,

ja, das TrĂ€umen ist eine grandios paradoxe Welt... TrĂ€ume versteht man, wenn ĂŒberhaupt, tatsĂ€chlich erst, INDEM man sie aufschreibt.

Ich mag den MĂŒggelsee sehr. Ich als Westberliner habe ihn immer mit dem Wannsee verglichen. Aber um den "Muggelsee" herum gibt es wunderschhöne Flecken, wo es vormals nicht so ĂŒberlaufen war.

Herzlichen Gruß
Monfou

Bearbeiten/Löschen    


Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
Kommentare: 715
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aceta eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi,

Das bestÀtigt jedenfalls: irgendeine geheimnisvolle Inspiration geht von Reneé aus ...
*lÀchel*

Aceta
__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

Bearbeiten/Löschen    


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
hallo,

vielen dank fĂŒrs lesen und fĂŒr die kommentare. ja, der mĂŒggelsee war fĂŒr mich stets sehr reizvoll.
und renee - die frau is einfach klasse!
ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Tagebuch - Diary Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!