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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Traumtod
Eingestellt am 14. 12. 2001 09:38


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sturmwind
Hobbydichter
Registriert: Dec 2001

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Traumtod

Die Nacht liegt noch auf dem Gesicht, obgleich der Tag schon versucht die Haut zu erw√§rmen. Sonnenstrahlen streifen Baumkronen, seichter Wind spielt mit den Bl√§ttern. Der K√∂rper verharrt hier, schwach, doch in Gedanken versunken bin ich fern. Nichts ist hier, was mich h√§lt, nichts ist hier, was mich weckt. Es liegt an mir, den Schritt zur√ľck zu tun und den Weg zur√ľck zu gehen, den ich einst w√§hlte und der mich irref√ľhrte. Das Pochen des Herzens, es zerrei√üt die Stille, hallt dumpf durch stillgestandene Zeit. Alles verharrt, das Herz h√§lt inne. Alles r√ľckt in unerreichbare Fernen und scheint nur noch aus Schatten zu bestehen, die vor den erstarrenden Augen tanzen. Der K√∂rper sackt zusammen, f√§llt zu Boden, gleich dem letzten Sandkorn einer Lebensuhr. Ich h√∂rte es fallen...und alles verstummte. Die Augen sind aufgerissen, dennoch sehen sie nur dichter werdende D√ľsternis. Eine letzte Tr√§ne rinnt √ľber k√§lter werdende Wangen und tropft auf den eisigen Boden herab, auf dem der K√∂rper nieder liegt. Langsam schlie√üen sich die Augen. Kann es sein? Kann es sein, da√ü der Tod nun siegte?
In der Dunkelheit richtet sich pl√∂tzlich ein K√∂rper auf, Angst zeichnet das Gesicht, ein Schrei hallt wider und die Hand pre√üt sich auf den Brustkorb, legt sich √ľber das Herz. Hastiges Atmen und noch immer begreife ich nicht. Der Kopf schmerzt und Schwei√ü perlt von der Stirn. K√§lte streicht durch die Finsternis und leise haucht die Stimme, noch immer von Furcht ergriffen: ‚ÄěEs war nur ein Traum, nur ein Traum!‚Äú
Stille legt sich plötzlich nieder und nur noch das dumpfe, verstummende Pochen ist zu hören, als der Körper reglos auf den Boden fällt.
Die Zeit verstummt.



Dezember 2000 by sturmwind
__________________
Alles ist so leicht -
und doch wieder schwer

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