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Leselupe.de > Ungereimtes
Traumwandler
Eingestellt am 31. 08. 2003 12:20


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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 620
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Traumwandler

Manchmal trÀume ich
Ich bin eine Stadt
Laufe in Gedanken
durch verwaiste Gassen
VorĂŒber an Ruinen
HĂ€usern mit leeren Augen
die mir nachblicken
TĂŒren, die auf- und zuschlagen
Aus den TĂŒrschlitzen zischt es
"Schuldig, Schuldig, Schuldig"
Und die Angst ist mein Begleiter
Irgendwo muss mein Zuhause sein
Ich renne und renne
Verliere mich immer mehr
In dieser fremden Stadt
die mir keine Heimat ist
Meine Schritte werden schwerer
So schwer, dass die Erde erzittert
und die HĂ€user einstĂŒrzen
Schritt fĂŒr Schritt
Was bleibt, ist die Skizze eines Lebens
In TrĂ€ume gehĂŒllt die Gewissheit
dass mich das Aufwachen
nicht trösten wird

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lapismont
Foren-Redakteur
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Registriert: Jul 2001

Werke: 215
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Hallo Otto Lenk,

mir gefÀllt Dein Text, dachte mir nur beim Lesen, das anstelle der Skizze vielleicht ein Grundriss stimmiger sein könnte.

cu
lap


__________________
Kunst passiert.

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DeGie
Guest
Registriert: Not Yet

Tach Otto,

gerne widerspreche ich meinem Lieblingsmoderatoren, was die Details angeht!

Ansonsten erinnert mich der Text an einen Deiner letzten - den mit der Nachbarwohnung.
TatsÀchlich wacht man manchmal aus TrÀumen auf, die enger an der RealitÀt sind als das, was wir gerne als tÀgliches Leben wahrnehmen.

Gleichwohl denke ich schon, daß eine Auflösung möglich ist. Allerdings oft viel besser auf einer Ebene zwischen Bewußtsein und Traum.

Besonders die pathetischen Schlußzeilen gefallen mir.

SchöSonoh,
DeGie

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clumsy
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 7
Kommentare: 20
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Hallo Otto!

Ermutigt durch deine Einladung ... schaue ich auch hier mal rein!
Dein Gedicht erinnert mich an ein GefĂŒhl, das ich hatte, als ich zum erstenmal "ich laufe durch Ruinen" von Purple Schulz hörte. OK. Da kann man geteilter Meinung drĂŒber sein.
Auf jeden Fall finde ich den Wandel von Flucht und Bedrohung bis hin zur machtvollen Zerstörung die nur eine Ruine ... eine Skizze hinterlĂ€ĂŸt sehr eindrucksvoll!
Irritiert hat mich die Plötzliche Wandlung von der Stadt hin zu Person am Anfang ...
Was hÀlst Du von

Manchmal trÀume ich
mich in eine Stadt

???

Oder wars gewollt?

Das Gedicht schön zu nennen, ist wohl unangebracht. Eindrucksvoll, beklemmend und hoffnungslos ... das triffts wohl. Auch durch den Hinweis auf die unauflösbare Verbundenheit von Traum und RealitÀt! Das schuldig! wirft ungelöste Fragen auf ...
Ich find's gut gelungen!
LG
Clumsy

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