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Leselupe.de > Kurzprosa
Trauriger Brief an einer „Mutter“
Eingestellt am 19. 06. 2005 17:48


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shausfrau
Hobbydichter
Registriert: Nov 2004

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Trauriger Brief an einer „Mutter“

Liebe Mutti,

herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich wünsche Dir und uns, das Du glücklich bist. Auch ein bisschen mit uns. Sieh mal Mutti, irgendwann das ist schon sehr lange her, da waren wir noch vier Kinder in einer Familie. Jetzt sind wir jeweils zwei Kinder in zwei „Familien“. Du und Vati, Ihr habt Euch nie viel Vertragen. Du weißt genau, das Vati nicht die Schuld alleine trägt. Beide glaubt ihr aber nur der Andere ist schuld.
Nun seid Ihr endlich geschieden. Wir Kinder sind leider getrennt. Mutti weißt Du, wie weh das tut? Hab doch für uns zwei noch ein bisschen mehr Zeit. Nie bist Du da, immer nur mit oder bei Deinen Freund. Denke nicht, wir sind Eifersüchtig, wir gönnen ihn Dir. Du bist kaum zu Hause. Das Geld ist meist zu knapp. Grade dann wäre es besser Du wärst bei uns, aber dann müssen wir oft allein fertig werden. Ist das wirklich richtig? Wir würden uns auch freuen, wenn Du öfter mal wieder kochst und uns zuhörst. Aber nie bist Du da. Bist Du wirklich unsere Mutter? Mir weint das Herz.
Meine kleinen Brüder, wie traurig werden sie sein. Wieder mal kannst oder willst Du sie nicht holen! Du hattest sie eine Woche Urlaub bei uns versprochen. Nun sagst Du mal wieder: nein! Einen meiner Brüder wurde das an seinem Geburtstag gesagt. Mutti mußte das sein! Ich finde das so gemein. Wir gehören doch zusammen. Gib uns Kinder eine Chance, uns wenigstens ab und zu mal zu sehn. Jetzt gibt scheinbar Vati Frieden und hält sich an den Besuchzeiten nun fängst Du das Theater von vorne an.
Laß wenigsten ab und zu Deinen Freund hinten an steh‘n. Komm öfters mal nach Hause und frag: reicht das Geld, habt ihr Probleme, kann ich Euch mal was schönes kochen. wie lange wollt ihr Eure Brüder mal sehn? Denke mal darüber nach! Wie oft habe ich mich in dem Schlaf geweint.
Mutti! Du hast Geburtstag und ich bin nicht da. Du hast uns geboren und bist so selten da. Wir sollen Dich immer verstehen, sonst weinst Du schnell. Wer löscht unsere Tränen? Du bist sehr selten zur Stelle. Wir müssen unser Leben alle ändern, auch Du, so das wir uns wieder besser versteh‘n.
Ich glaube Ihr Eltern solltet doch als Beispiel voran gehen. Nun feiere noch schön. Ich bin diesmal nicht dabei. Ich weiß nicht ----vielleicht ist das für Dich sowieso einerlei.

Es grüßt von ganzen Herzen und immer auf liebe hoffend
Deine Tochter





__________________
GM - shausfrau

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