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Leselupe.de > Gereimtes
Tresentlich
Eingestellt am 15. 05. 2005 15:07


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Inge Anna
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Tresentlich


Studiert hat Onkel Hubert nicht,
doch ist er sehr belesen;
und neulich schrieb er ein Gedicht -
das Teil entstand am Tresen.

Zwölf Zeilen, die er überschrieb,
mit "Ode an die Nieren".
Vier Nägel in die Wand man trieb,
das Schmuckstück zu platzieren.

Der Wirt sich auf die Schenkel schlug,
ob solcher Werbefläche;
die Verse brächten Massenschluck
und Kassenschlagerzeche.

Und Rosmarie bekäme dann
Armbänder, Ketten, Ringe,
Pelzmäntel, Schuhe, goldnen Zahn
und weit're teu're Dinge.

Mein Onkel freien Trank genoss -
doch nur für hundert Stunden.
Der Freibierhahn den Schnabel schloss
und dies in zwei Sekunden.

Doch was dem Schankwirt vorgeschwebt,
verschäumte mit den Bierchen;
kein Schwung hat sein Geschäft belebt,
da gab's nur saure Nierchen.

Man zog von Huberts Werk Kopien,
was unser Wirt nicht ahnte;
man kennt's in Mainz, Berlin und Wien,
auch an der Waterkante.


Und Rosmarie muss, wie gewohnt,
auf bess're Tage warten.
Des Onkels Textlein ward vertont -
Man singt's auf Butterfahrten.
__________________
Die über Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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alfi
???
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Tresntlich

Inge Anna, gefällt mir sehr gut. Nur warum verlässt Du plötzlich dein peinlich eingehaltenes Reimschema?
Vorschlag:

Mein Onkel freien Trank genoss-
doch nur für 100 Stunden,
der Freibierhahn den Schnabel schloss
und das in zwei Sekunden.

ansonsten sehr amüsant.
P.S. veröffentliche es doch auch auf Kneipenpoeten.de
die suchen noch sowas.
Grüsse
alfi
__________________
alles was sich reimt ist nicht-
automatisch ein Gedicht. (alfi)

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Inge Anna
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Reimschema

Hallo Alfi,
vielen Dank für aufmerksames Lesen; hatte den Reimschnitzer wirklich nicht bemerkt. Tresentliches - - - da kommt man mitunter ins Schwimmen.
Liebe Grüße aus dem Saarland schickt Dir
Inge Anna
__________________
Die über Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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