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Leselupe.de > Ungereimtes
Triptychon
Eingestellt am 02. 12. 2004 12:59


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MacKeith
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Triptychon

Ariadne
Wohin, glaubst Du, treibt Dich der Wind?
Wenn Du des Nachts
Allein
Durch die Strassen streifst.
Allein Du
Noch wach
Gegen die Nacht.

Blind
Wie die Fenster
Sich türmen in den Himmel der Stadt

Taub
Wie die Schritte
Die dumpf wider die Schluchten schlagen

Stumm
Im Labyrinth Deines Ichs gefangen.



Ex machina
Wenn Du nur noch funktionierst
Dein Herz nicht fühlst, sondern nur spürst
Wenn Blut Dir aus den Augen tropft
Das Leben aus Dir sickert
Wenn Du spürst,
dass Du verlierst
Dein Ich in Dir –
Lass es geschehen
Dann ist die rechte Zeit zu gehen.



Horizont
Am Himmel sticht der Vogel
Schwarz gegen das Blau
Geduldig getragen, der Sonne entgegen
Ein letztes Blitzen schwarzer Schwingen
Ein silberner Punkt in glühendem Licht
Ein letzter Blick aus glänzendem Auge
Zurück bleibt Blau
Kristallenes Glas –
Das wars.


__________________
es ist alles gesagt.

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dasZottel
???
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Ich gehe mal davon aus, dass ich hier drei einzelne voneinander unabhängige gedichte lese. Alle drei gefallen mir sehr gut und sind eine Bereicherung. Danke.

Liebe Grüße
Claudi
__________________
Wer sagt, er lese Gedichte, um sich daran zu erfreuen, lügt. Wer sagt, er lese Gedichte, ohne sich daran zu erfreuen, lügt ebenfalls.

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MacKeith
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neee neee gehören zusammen, schon

aber ich geb zu: diesmal ist es ein sehr offenes triptychon
__________________
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Sandra
Guest
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Ja, sie gehören zusammen. Sehr gut.

Lass es geschehen
Dann ist die rechte Zeit zu gehen.

Kristallenes Glas –
Das wars.

M.E. fällst du von den letzten beiden Zeilen des zweiten Vers zum dritten ab. Die erste Aussage ist wesentlich stärker - "das wars" wirkt hier zu umgangssprachlich und entspricht nicht der vorherigen Sprache.

Ganz stark der Anfang:

Wenn Du des Nachts
Allein
Durch die Strassen streifst.
Allein Du
Noch wach
Gegen die Nacht.

Sie zogen mich gleich in ihren Bann.
Du drehst die Worte und erhältst eine zweite Aussage, die durch die Wiederholung intensive Bilder hervorruft.
Im Ganzen hat mir dein Gedicht sehr gut gefallen.


LG
Sandra

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MacKeith
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eben grade dieses "Das wars" sollte da so sein, wie es ist. warum? - als lapidarer abgang.

der horizont öffnet sich, eine "neue welt" tut sich auf, der ausgang: abgang. buchstäblich gesprochen: eben einfach rechts raus aus dem rechten segment des triptychons

hab dank :-)
__________________
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