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Leselupe.de > Horror und Psycho
Tulita
Eingestellt am 28. 09. 2013 11:22


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Dutch
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2011

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\"O Canada! Our home and native land! True patriot love in all thy sons command. With glowing hearts we see thee rise,
The True North strong and free!
From far and wide, O Canada,
We stand on guard for thee.
God keep our land glorious and free!
O Canada, we stand on guard for thee.
O Canada, we stand on guard for thee.\"

Ich summte vor mich hin und bem├╝hte mich jeden Ton der kanadischen Nationalhymne zu treffen. Extra f├╝r meine Reise in dieses wundersch├Âne Land hatte ich sie auswendig gelernt. Noch gestern begl├╝ckte ich vier Damen auf einem Kurztrip in Mauritius und nun stand ich auf einem alten rostigen Kutter und ├╝berquerte den Mackenzie River. Unter uns schimmerte das Wasser br├Ąunlich gr├╝n. Ein krasser unterschied zu dem azurblauen Wasser, in welchem ich gestern noch schwamm.

Es war bereits sp├Ąt am Nachmittag. Mein Ziel war ein kleines ├ľrtchen mitten in der Pampa. Tulita, 505 Einwohner, eine Krankenstation, ein Hotel und eine Abteilung der Royal Canadian Mounted Police. Gro├čartig!

Als mich die F├Ąhre, zu meiner Verwunderung doch sicher am Ufer absetzte, bedankte ich mich beim Kapit├Ąn. Der alte Mann schaute mich grimmig an, spuckte einen schwarzbraunen Tabakklumpen aus und tippte sich an seine M├╝tze. Nettes V├Âlkchen und auch so kultiviert dachte ich mir. Kurz lie├č ich den Blick ├╝ber die Landschaft streifen. Schwarzfichten durchzogen die Landschaft. Im Westen prangte der Mackenzie Mountain am Horizont. Die Luft war klar und rein.

Mein grauer Jeep Grand Cherokee Overland 5.7 l V8 grub sich in die Stra├če. Im Radio sang Roy Orbison \"California Blue\". Eine rote Linie schl├Ąngelte sich im Navigationsger├Ąt durch den gr├╝nen Umriss der Sahtu Region und weiste mir den Weg. In ca. einer Stunde sollte ich mein Ziel erreichen. Meine Augen brannten. Ich war froh bald einen Kaffee zu bekommen.

Hinter der ersten Kurve: Ich erschrak und trat ich voll auf die Bremse. Das Heck schlug aus und ich bekam den Wagen nur schwer zum stehen. Dreck schlug gegen die Beifahrerseite. Mit einem lauten \"FUCK, FUCK, FUCK\" vearbeitete ich den kurzen Schock.

Ein Dall-Schaf stand mitten auf dem Weg. Es glotzte mich an. Ich hupte. Keine Reaktion. Langsam lie├č ich den Wagen n├Ąher an das Vieh rollen. Ich hupte noch einmal. Das Schaf bl├Âkte mich an und trottete weiter.
\"Ja, ja du mich auch\", rief ich ihm hinterher und setzte meine Reise fort.

Ankunft
Es war bereits kurz nach 18 Uhr, als ich das Ortsschild von Tulita ├╝berquerte. Die Sonne hing bereits tief am Himmel und leuchtete rot auf die Blechd├Ącher der H├Ąuser. Die Stra├če glich einem Acker.

Das \"Two Rivers\" Hotel lag im Ortskern. Ich parkte den Jeep auf dem sporadisch angelegten Kundenparkplatz. \"O Mann, ein Tulita-Hilton w├Ąre mir jetzt lieber\", st├Âhnte ich vor mich hin. Mit meiner Reisetasche in der Hand stapfte ich zum Eingang. Der Wind raute auf und schoss kalt durch meine Jacke. Eine alte Frau sa├č auf der Veranda des Nachbargeb├Ąudes. Langsam bewegte sie Ihren Kopf in meine Richtung. \"Sch├Ânen guten Abend\" begr├╝├čte ich sie. Ihre tr├╝ben Augen schauten durch mich durch. \"Es zieht ein Sturm auf. Passen Sie auf sich auf Fremder\", kr├Ąchzte sie mir zu. \"Danke f├╝r den Hinweis\" nickte ich ihr zu und begab mich ins Hotel.

Eine alte Standuhr tickte im Takt. Ich begab mich zum Empfangsbereich. Auf der h├Âlzernen Theke stand eine kleine goldene Glocke, welche ich dreimal bet├Ątigte. Nichts passierte. Ich l├Ąutete nochmals. Eine schwere Dogge hob ihren Kopf, schaute ├╝ber den Tresen und blaffte mich an. \"Ist ja gut Isabell. Ist ja gut\" sagte eine piepsige Stimme aus dem Hinterzimmer. Eine kleine korpulente Frau mit Locken und einer dunklen Hornbrille erschien. \"Du erschreckst ja noch unseren Gast\", schimpfte sie, \"Es tut mir leid. Sie m├╝ssen entschuldigen aber Isabell ist immer so aufmerksam\" \"Kein Problem. Ich bin es gewohnt erschreckt zu werden\" antwortete ich \"Mein Name ist Edward Hyde.

Ich hatte Sie heute Morgen kontaktiert und ein Zimmer reserviert\" \"Oh ja ich erinnere mich. Na sch├Ân Mr. Hyde. Wenn Sie mir bitte folgen wollen. Zimmer 3.\"
Ich gehorchte und folgte ihr. Mit erhobenem Finger erkl├Ąrte sie mir, dass es morgen nur von 08:00 bis 10:00 Uhr Fr├╝hst├╝ck g├Ąbe. Ein Extraangebot f├╝r Langschl├Ąfer biete sie nicht an. Sie ├Âffnete mir das Zimmer und ich trat ein. Es war, f├╝r hiesige Verh├Ąltnisse, geschmackvoll eingerichtet. Ein kleiner Tisch mit einem Stuhl, ein gro├čer Kleiderschrank sowie ein Bett. Perfekt! Mehr brauchte ich nicht.
\"Und hier auf dem Flur befindet sich das Gemeinschaftsbad mit Toilette. Aber sie k├Ânnen sich gl├╝cklich sch├Ątzen. Zurzeit sind sie der einzige Gast und haben somit alles f├╝r sich alleine.\" Ich bedankte mich bei ihr. \"Immer zu ihren Diensten\" zwinkerte sie mir zu. Nachdem ich die Zimmert├╝r schloss, stellte ich den Stuhl so davor, dass diese von au├čen nicht mehr ge├Âffnet werden konnte. Sicher ist sicher dachte ich mir denn dieser Augenaufschlag war mir nicht geheuer.
Ich wartete eine halbe Stunde und begab mich dann schnell ins Badezimmer. Die warme Dusche war eine Wohltat. Nur mit meiner Boxershorts bekleidet rannte ich wieder in mein Zimmer und verbarrikadiert mich erneut.

Drau├čen zog ein Sturm auf. Die Fensterl├Ąden klapperten.
Morgen w├╝rde ich meinen Auftraggeber treffen. Sein Name war Sebastian und er war Greenpeace Mitarbeiter. In seiner Mail erkl├Ąrte er mir, nicht warum er meine Hilfe ben├Âtigt, sondern nur \"das ein Mann mit meiner Erfahrung und meinen F├Ąhigkeiten ihm jetzt weiterhelfen konnte.\"

Ich lag auf dem Bett und schloss meine Augen. Sofort fiel ich in einen Tiefschlaf.

Aufbruch
In einer guten Jeans und einem rot-schwarz gestreiften Holzf├Ąllerhemd bekleidet ging ich in den Fr├╝hst├╝cksraum. Isabell versperrte mir den Weg und ich musste ├╝ber sie dr├╝ber steigen. Knurrend gab sie mir zu verstehen, was die davon hielt.

Die Hausherrin begr├╝├čte mich mit einer Thermoskanne in der Hand und f├╝hrte mich an meinen, bereits eingedeckten, Tisch.
\"Guten Morgen, ich hoffe sie hatten eine angenehme Nacht und der Sturm hat sie nicht allzu gest├Ârt\" \"Nein, nein war alles in bester Ordnung\" beruhigte ich sie.
Ich schlug mir den Bauch voll. Traditionelle Pancakes mit Ahornsirup und frisch aufgebr├╝hter Kaffee mussten mich begl├╝cken.

Nachdem ich mich bei meiner Gastgeberin bedankt hatte, zog ich mir meine dicke Daunenjacke an und ging nach drau├čen. Im Gegensatz zum gestrigen Tag war es heute noch k├Ąlter. Mein warmer Atem lie├č sichtbar wei├čen Dampf ab.

Ich stieg in meinen Wagen und startete ihn. Meine erste wichtige Aufgabe an diesem Morgen: Die Heizung hochdrehen. Direkt wurde es sp├╝rbar W├Ąrmer. Ich nahm mein Handy und w├Ąhlte Sebastians Nummer. \"Dann schauen wir mal, wo das Problem ist\" sprach ich, als ich mir das Handy ans Ohr hielt. Viermal ert├Ânte das Freizeichen. Mit einem schwungvollen \"Van Beuten\" nahm er ab. \"Hyde Hallo. Ich glaube wir hatten vorgestern zusammen telefoniert. Sie baten mich nach Tulita zu kommen, um ihnen zu helfen.\" \"O mein Gott. Endlich sind sie da. Kommen sie bitte zur n├Ârdlichen Waldgrenze dort befindet sich unser John Franklin Camp\" er klang nerv├Âs. Ich notierte mir die genaue Anschrift und legte auf.

Was soll sich den hier in dieser Ein├Âde Unheimliches befinden. Mehr als die alte Frau auf der Veranda, Isabell und der Hotelbesitzerin kann es hier doch nicht geben oder?
So konnte man sich t├Ąuschen.

Das Video
Ein gr├╝ner Overall winkte mir zu, als ich mich dem Camp n├Ąherte. Bei genauerer Betrachtung sah ich, dass die Person, ein schlaksiger Kerl, in einem viel zu gro├čen Overall steckte.
Ich parkte den Wagen und stieg aus. Dicker Matsch schmiegte sich an meine F├╝├če. Mit lauten schmatzenden Schritten ging ich dem Mann entgegen. Eine d├╝nne feingliedrige Hand wurde mir entgegengestreckt \"Sebastian Van Beuten, sch├Ân das Sie endlich da sind\" ich erwiderte den Gru├č. Eine zweite Person kam in geb├╝ckter Haltung aus einem Zelt gekrochen \"Darf ich vorstellen. Mein Kollege Peter Foster\". Der Andere war etwas kr├Ąftiger, hatte rote Haare und sein Gesicht war ├╝bers├Ąt mit Sommersprossen.
Auch er reichte mir die Hand \"Guten Tag, Sebastian hat mir schon viel ├╝ber sie erz├Ąhlt. Wir sind froh das Sie kommen konnten\" sie f├╝hrten mich ein gro├čes natogr├╝nes Zelt.

Innen befand sich allerlei technisches Material. Mit Funkger├Ąten, TV-Ger├Ąten und zwei Computer wurden die beiden ausgestattet. Ich schaute mich um \"Was machen Sie den hier drau├čen in der Ein├Âde? Wale werden wohl nicht der Grund sein\" fragte ich trocken \"Nein, nein. Wir sind hier auf einer Rettungsmission. Dieses Waldgebiet hier soll abgerodet werden und unsere Aufgabe sollte es sein eine gro├če Protestaktion vorzubereiten.\" er schaute seinen Partner an \"bis zu dem Vorfall.\"

Endlich r├╝ckten sie mit der Sprache raus \"Ja der Vorfall. Wegen dem haben sich mich ja auch gerufen. Was ist passiert?\" \"Wir konnten es auch nicht glauben aber schauen Sie sich das hier Mal an\".

Wir gingen zu einem der kleinen Fernseher. Sebastian legte eine Videokassette in den Rekorder ein und dr├╝ckte auf Play. \"Dies hat unsere Au├čenkamera vor zwei Tagen mitten in der Nacht aufgenommen.\" Angestrengt schaute ich auf den Bildschirm. Das Bild flackerte und zeigte eine Frontalaufnahme des Waldes. Pl├Âtzlich bewegte sich etwas. Eine Gestalt schlich sich heran und blieb vor der Kamera stehen. Schwere grunzende Atemger├Ąusche waren zu h├Âren. Dieses Etwas schaute sich um und schaute dann direkt in die Kamera. Ich ging n├Ąher an den Bildschirm. Mir stockte der Atem, als ich erkannte, um wen es sich dort handelte.

Die letzten Minuten der Aufnahme zeigten folgendes Schauspiel: Ein tiefes Brummen schallte aus dem Wald. Das Wesen schaute ruckartig nach rechts und ging in die Richtung, aus welcher das unmenschliche Ger├Ąusch kam.
Ende der Vorf├╝hrung.

Ohne ein Wort zu sagen, st├╝rmte ich nach drau├čen und stieg in den Wagen. Nachdem ich meinen Bordcomputer eingeschaltet hatte, gab ich den gew├╝nschten Begriff ein und prompt lieferte mir meine Informationssoftware den gew├╝nschten Inhalt:

Subjekt: Big Foot oder Sasquatch in der Sprache der Ureinwohner Kanadas f├╝r ÔÇ×stark behaarter MenschÔÇť
Definition: Wahrscheinlich ein ├╝berlebendes Exemplar der ausgestorbenen Gattung Gigantopithekus; Mischwesen halb Mensch halb Affe, das auf den Hinterbeinen geht, eine breite Brust hat und unbekleidet ist.
Gem├╝tsart: sehr lichtempfindlich, in der Regel scheu, bei unbefugtem Zutritt in sein Territorium sehr aggressiv
Erscheinungsbild: affen├Ąhnlich, aufrecht gehend, K├Ârper stark behaart
Gr├Â├če: 2,00m bis 2,50m

Ich ging zum Kofferraum und ├Âffnete diesen. Sebastian und Peter schauten mir aufgeregt zu, als ich zu meiner Benelli M3 pump-action Schrotflinte griff.

\"Und was war das auf dem Video? K├Ânnen Sie uns helfen?\" Ich schaute die beiden Umwelthelden an \"Macht euch auf eine lange Nacht gefasst!\"

Es wurde Zeit f├╝r einen Plan.

N├Ąchtliche Vorbereitungen
\"Ihr k├Ânnt von Gl├╝ck reden, dass euch in dieser Nacht nichts Schlimmeres passiert ist\", informierte ich sie, nachdem ich den Bewegungssensor an einen Baum befestigte. Das Lager wurde auf die Nacht vorbereitet. Sollte Big Foot heute Abend noch mal kommen werden ich ihn beseitigen m├╝ssen und Hilfe dieses Sensors w├╝rden wir direkt informiert werden, sobald etwas Gro├čes die Lichtschranke durchschritt.
\"Warum habt ihr nicht der ├Ârtlichen Polizei Bescheid gegeben?\", fragte ich \"Wer, h├Ątte uns den geglaubt? Ich glaube keiner. Deshalb habe ich mich im Internet schlaugemacht und bin auf ihren Namen gesto├čen\"

Sie hatten Recht, keiner h├Ątte Ihnen geglaubt. Genauso wenig hatte jemand im Jahr 1967 Roger Patterson und Robert Gimlin geglaubt. Die beiden waren die ersten Menschen die eine Sichtung auf einen 16-mm-Film aufgenommen hatten. Ger├╝chte besagten es w├Ąre ein Freund in einem Gorillakost├╝m gewesen. Die Menschen sind so naiv dachte ich mir.

Sasquatch reagierten sehr aggressiv auf Lichtquellen und gingen diesen lieber aus dem Weg. Deshalb wurden nur selten Sichtungen am helllichten Tag ausgemacht. Den meisten Berichten zufolge wurde Big Foot in den Abend- oder Nachtstunden gesehen.

Die beiden Greenpeacemitarbeiter erkl├Ąrten sie h├Ątten an dem besagten Abend ihr Flutlicht genutzt, um drau├čen weitere Vorbereitungen zu treffen. Das Licht musste das Vieh angelockt haben.
Aber irgendwas lenkte ihn dann ab und er kehrte um. Nur was oder wer war der Grund?

Sebastian und sein Kollege wurden von mir instruiert. Sie sollte sich im Zelt aufhalten und die Nacht dort verbringen. Auch bei dem kleinsten Laut sollten sie sich ruhig verhalten und nur auf meine Anweisung reagieren. Zu Sicherheit stattete ich die beiden mit Pistolen aus.
Ich wartete, bis sie sich im Zelt verbarrikadierten. Danach schaltete ich das Flutlicht an, schnappte mir einen Klappstuhl und wartete. Meine Waffe hielt ich fest im Griff.
In Gedanken ging ich noch mal den Plan durch.

Als die Schrottflinte aus meiner Hand rutschte, befand ich mich bereits in der Tiefschlafphase.

Dunkle Augen blitzten mich aus dem Wald an.

Unmenschliche Kr├Ąfte
Ich tr├Ąumte: Zwei h├╝bsche M├Ądels massierten mir den R├╝cken. Ihre H├Ąnde rutschten glitschig ├╝ber meinen einge├Âlten R├╝cken.
Es knackte.
Sie fingen an, sich ihre Bikinioberteile auszuziehen.
Es knackte noch einmal.
Ich schreckte hoch. Das Alarmsystem gab einen schrillen pfeifenden Ton von sich.

Er war da!

Mit meiner Waffe in der Hand begab ich mich zum Bewegungssensor. Nichts war zu sehen. Ein Blick auf das Zelt best├Ątigte mir das die beiden Gr├╝nen im Zelt geblieben sind. Wahrscheinlich waren sie eingeschlafen. Ich blickte in den finsteren Wald und ging hinein in die Dunkelheit. Nicht einmal meine eigene Hand konnte ich sehen. Nach einigen Metern blieb ich stehen. Ich konnte leichte Umrisse ausmachen. Etwas Gro├čes stand dort. Ich ging n├Ąher ran, kniete mich hin, konzentrierte mich und zielte.

WUMM!

Der R├╝ckschlag lies die Pump Gun in die H├Âhe schnellen. Das, was ich getroffen hatte, fiel mit einem lauten Krachen auf den Waldboden. Ich rannte hin. Mir stockte der Atem. \"Schei├če, verdammte Schei├če!\", fluchte ich. Vor mir lag ein Wapiti. Ich hatte einen Hirsch erschossen. Nachdenklich kratzte ich mir an den Kopf.

\"Ist alles Okay bei Ihnen?\", rief mir Sebastian aus der Ferne zu. Verdammt, er sollte doch im Zelt bleiben. Mit schnellen Schritten ging ich zur├╝ck.

Ein Ast schlug mir ins Gesicht.

In der Ferne sah ich Sebastian vor dem Zelt stehen.

Er bemerkte nicht, wie sich hinter ihm eine riesige Gestalt anschlich. Ich rief im zu \"Sebastian, pass auf hinter dir. Renn weg, renn weg so schnell du kannst!ÔÇť

Doch es war zu sp├Ąt.

Der Sasquatch schlug ihm mit einer seiner Pranken brutal ins Gesicht.

Es knirschte und Blut spritze auf das Zelt. Mitten im Lauf zog ich die Pump Gun und schoss. Die Kugeln durchschlugen das dicke Fell und fanden ihr Ziel.

Big Foot schaute auf seine Wunde, ging st├Âhnend in die Knie und starb.

Sebastian war Tod.

Von seinem Gesicht war nur noch eine breiige Masse ├╝brig. Peter fand ich ver├Ąngstig im Zelt. Ich glaube er hatte sich eingen├Ąsst. Sein zittriger K├Ârper schmiegte sich an mich, als ich ihm zum Wagen brachte. Ich ├Âffnete die Beifahrert├╝r und setzte den ver├Ąngstigten Kerl in den Jeep.

Die Pump Gun legte ich auf die R├╝cksitzbank. Nachdem ich mich hinters Steuer geklemmt hatte nahm seinen Kopf in beide H├Ąnde und drehte sein Gesicht in meine Richtung \"Schau mich an. Alles wird gut. Peter ich bringe dich jetzt in Sicherheit. Okay?\"

Er machte gro├če Augen.

Sein Mund formte einen stummen Schrei.

Noch ehe ich reagieren konnte, schoss eine haarige Hand durch die Fahrerscheibe.

Die Pranke umfasste meinen Hals. Ich wurde durch die Scheibe gezogen und mit voller Wucht auf den Boden geschleudert. Die Leiche des anderen Monsters lag neben mir und glotze mich an.

In meinem Kopf ratterte es und mit einem Mal wurde mir die Situation bewusst: Da hatten wir wohl Nummer Zwei. Darum auch diese Reaktion auf dem Video. Das andere Vieh wurde von diesem Exemplar gerufen und ist deshalb wieder verschwunden.

Der behaarte Angreifer kam wieder auf mich zu und holte noch einmal aus.

Mit dem zweiten Schlag auf meinem Kopf verlor ich das Bewusstsein.

Leider musste ich noch mit anh├Âren, wie Peter um sein Leben schrie.

Eine H├Âhle
Schmatzend und grunzend wurde ich wieder geweckt. Mein Gegen├╝ber stand vor mir und kaute mir etwas vor. Mit zur Seite geneigtem Kopf musterte mich das Wesen. Und dann dieser Geruch. Der metallische Geruch von Blut, sowie eine Note von verfaulten Eiern. Ich musste w├╝rgen.

Der Affenmann ging wieder zur├╝ck zu seinem Festmahl. Durch einen Schleier aus pochenden Schmerzen konnte ich auch erkennen, was es war.

Sebastian und Peter. Ihre rot gl├Ąnzenden K├Ârper lagen ausgeweidet auf dem staubigen Boden.

Ich versuchte, meine Lage einzusch├Ątzen: zwei tote Greenpeacemitarbeiter, einen w├╝tenden Affen, ich und keine Waffe.

Eine verzwickte Situation.

Der Big Foot schlang gen├╝sslich einen Dickdarm runter. Ich suchte nach einem Hilfsmittel. Leider gab das Interieur dieser Behausung keine allzu gro├če Auswahl Waffenauswahl preis. Das Monster schaute mich an und kam schlurfend wieder in meine Richtung. Ich schloss meine Augen. Nur keine falschen Bewegungen.

Er schnupperte wieder an meinem K├Ârper. \"Pardon, ich bin zu gesund f├╝r dich\" zischte ich ihm entgegen und trat ihm mit voller Wucht ins Gesicht. Jaulend und fluchend lies das Monster von mir ab. Ich schnellte auf die Beine und trat nach. Der wuchtige K├Ârper machte eine Pirouette und fiel um.

So schnell wie es mir in diesem Zustand m├Âglich war rannte ich ins Freie.

Ich kniff meine Augen zusammen. Die Sonne stand grell am Himmel.
Vor mir gab es nur eines. Wald soweit ich schauen konnte.

\"Schei├če, wo bin ich?\"
Ohne mich umzublicken, rannte ich los.
Ca. 5 Minuten sp├Ąter st├╝rmte der Big Foot aus seiner H├Âhle und nahm die Verfolgung auf.

Ein ver├Ąrgerter Edward
Ich bemerkte meinen Verfolger. Sein lautes Br├╝llen verriet ihn bereits meilenweit. Nach meiner Einsch├Ątzung hatte ich nicht mehr viel Zeit. Aber ich war vorbereitet. Der Affe w├╝rde daf├╝r b├╝├čen m├╝ssen das mir so viel Geld durch die Lappen gegangen war.

Der Baum, vor welchem ich stand, war perfekt. Darauf w├╝rde er nicht gefasst sein.

Und da war er auch schon. Wei├čer Schaum umh├╝llte seinen Mund. Stampfend und br├╝llend rannte er auf mich zu. \"Ja komm du nur\", fl├╝sterte ich, \"komm zu Papa!\"

Der Big Foot beschleunigte seinen Lauf. Allzu gerne h├Ątte er mich zermalmen wollen.

Langsam fing ich an zu z├Ąhlen.

Seine dunklen Augen funkelten mich wild an.

Bei 3 duckte ich mich zur Seite weg.

Der Affenmann konnte nicht schnell genug reagieren und kollidierte.

200 Kilo Muskelmasse knallten auf den Baum. Mit einem lauten Knacken brach sein Brustkorb in wahrscheinlich tausend Teile.

V├Âgel wurden aus der Baumkrone aufgescheucht und flogen aufgeregt davon.

Ein von mir pr├Ąparierter Ast schaute aus seinem R├╝cken.

Ein groteskes Bild: Der Sasquatsch umarmte den Baum. Seine Arme und Beine baumelten in der Luft. Er r├Âchelte. Der wei├če Schaum an seinem Maul verf├Ąrbte sich rot. Ein letztes Ausatmen. Ende!

Die kanadischen W├Ąlder waren ges├Ąubert. Ich hatte meinen Sold bezahlt. Allerdings hatte ich dies kostenlos getan.

Ziellos wanderte ich durch den Wald. An einer Lichtung stand ein SUV. Es war ein Dienstfahrzeug der Royal Canadian Mounted Police.

Ich erkl├Ąrte dem Officer, dass ich beim Wandern zwei Leichen in einer H├Âhle gefunden hatte und das ich nun unter Schock stand.

Nachdem ich zur├╝ck nach Tulita gebracht wurde und ich meine Aussage gemacht hatte rief ich meinen Butler an.

Ich beauftragte ihn, mich so schnell wie m├Âglich abholen zu lassen. Meinen Wagen und meine Ausr├╝stung sollte er auch vom Ort des Geschehens verschwinden lassen.

Jetzt gab es nur noch ein Ziel: ab nach Mauritius und Entspannen.

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lapismont
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Willkommen in der Lupe, Dutch!

Ich habe den Text freigeschaltet, weil er mir insgesamt gefiel. Allerdings sind noch sehr viele Rechtschreib- und Grammatikfehler drin.
(Sebastian war Tod.)

Auch stilistisch gibt es einige Schnitzer, etwa die im Takt tickende Standuhr.

cu
lap
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Kunst passiert.

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Drachenprinzessin
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Hallo Dutch!

Mir hat Ihre Geschichte gut gefallen. Ich finde, Sie zeigen darin die ├ťberheblichkeit des Menschen, alles zu t├Âten, was er nicht kennt/ihm schaden k├Ânnte.
Au├čerdem mag ich Ihren Sprachfluss (Ihre Geschichte liest sich leicht und Ihr Deutsch klingt nicht so ruppig). Trotzdem war ich entt├Ąuscht nicht mehr ├╝ber Edward Hyde erfahren zu haben. Er scheint mir eine zwielichtige Gestalt zu sein. Ich w├╝rde mich freuen, mehr ├╝ber diesen Charakter zu erfahren (z.B. wie er aussieht ).

Hier sind ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind (Buchstaben/Satzzeichen, die in den Klammern stehen, fehlen) :

-

quote:
Ein krasser unterschied...
Schenken Sie unterschied doch ein U

-
quote:
Kurz lie├č ich den Blick ├╝ber die Landschaft streifen. Schwarzfichten durchzogen die Landschaft.
Weil in beiden S├Ątzen Landschaft vorkommt, w├╝rde ich sie zusammenf├╝gen.

- Die genaue Bezeichnung des Jeeps hat mich aus der Handlung geworfen. Es reicht vollkommen, den Jeep einfach als solchen zu bezeichnen.

-
quote:
Hinter der ersten Kurve: ich erschrak...
Aus irgendeinem Grund hat mich der Doppelpunkt an dieser Stelle irritiert.

-
quote:
Es war bereits...
In diesem Satz und dem danach taucht bereits auf. Das erste bereits k├Ânnten Sie in ein schon umwandeln.

-
quote:
Passen Sie auf sich auf(,) Fremder.
├ťbrigens war es nett zu erfahren, dass die alte Frau Recht behalten sollte.

-
quote:
...dachte ich mir(,) denn dieser...

-
quote:
...er mir nicht(,) warum er...

-
quote:
Sofort fiel ich in einen Tiefschlaf.
Mich irritiert einen hier, vielleicht ist gerade auch nur zu viel Chaos in meinem Hirn?

-
quote:
Endlich sind sie da.
und
quote:
Kommen sie bitte...
sie muss hier mit S stehen. Ich gehe mal von einem Tippfehler aus, weil Sie die Anrede vorher richtig geschrieben haben.

-
quote:
Was soll sich den(n) hier...

-
quote:
Wir sind froh(,) das(s)...

-
quote:
Was machen Sie den(n) hier...
In der Geschichte stehen noch ein paar andere denn, denen ein n abhanden gekommen ist.

-
quote:
Die letzten Minuten der Aufnahme zeigten folgendes Schauspiel:
Ich w├╝rde diesen Satz weglassen, er unterbricht die Spannung.

-
quote:
Ohne ein Wort zu sagen st├╝rmte ich...
Hier muss kein Komma stehen.

-
quote:
...noch mal kommen(,) werde ich ihn beseitigen m├╝ssen(.)
An dieser Stelle w├╝rde ich den Satz trennen, da er zu lang ist.

-
quote:
...ersten Menschen(,) die...

-
quote:
Ger├╝chte besagten(,) es w├Ąre...

-
quote:
Sie sollte(n) sich...

-
quote:
...best├Ątigte mir(,) das(s)...geblieben sind.
Achtung Zeitfehler! sind muss hier waren hei├čen.

-
quote:
...geklemmt hatte(,) nahm (ich) seinen...

-
quote:
...gro├če Auswahl Waffenauswahl preis.
Das liest sich komisch. Eine auswahl k├Ânnen Sie ruhig streichen.

-
quote:
...m├Âglich war(,) rannte ich...

-
quote:
...Aussage gemacht hatte(,) rief ich...

Au├čerdem verwenden Sie oft das Wort und. Ein bisschen weniger davon w├╝rden der Geschichte gut tun.

├ťbrigens sind das alles nur Vorschl├Ąge, die Sie nicht beherzigen m├╝ssen.

Herzliche Gr├╝├če
Drachenprinzessin
__________________
Kauko -Im Tal der vergessenen Geschichten (Teil 1)-

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