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Leselupe.de > Kurzprosa
UNTER UNS
Eingestellt am 28. 09. 2008 11:58


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ninnicatania
Hobbydichter
Registriert: Apr 2007

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UNTER UNS

Heute scheint die Sonne. Jedes Mal, wenn sie die Tage erhellt, macht sie mich melancholisch. Weil ich an die Ferne denke, da wo ich herkomme. Und diese Melancholie l├Ąsst mich schweifen, l├Ąsst in mir Gedanken, Erinnerungen aufkeimen, manchmal weit zur├╝ck in die Vergangenheit, ├Âfter nur ins Gestern. Genau das Gestern ist heute an der Reihe. Denn gestern waren wir vereint, waren wir unzertrennlich, Freunde. Heute sind diese Gef├╝hle verblasst und doch immer gegenw├Ąrtig. Ich sehe euch noch, auf der anderen Seite des Ufers, und zwischen uns eine zersprengte Br├╝cke. Wir grinsen uns gegenseitig an, wir trauern. Ich, der Dreckskerl, der, der nicht verstand, worum es eigentlich ging, als wir ├╝ber die teuerste Meile der Stadt schlenderten, uns angaffen lie├čen: habe alles zerst├Ârt, wollte nicht mehr mitspielen, wie ein ungezogenes Kind. Dieses Spiel der Nichtigkeiten, der Heuchelei, des Versteckens und Nichthinterfragens der eigenen K├Ąuflichkeit-, es war mir zuwider geworden. Pl├Âtzlich. Unversch├Ąmt. Wir waren wer mit den Armanibrillen und den Moschinog├╝rteln. Vielmehr wart ihr f├╝r jede Sekunde eines Schrittes imposante Gestalten einer k├Ąuflichen Welt. Ich dagegen, wie h├Ątte ich mithalten k├Ânnen mit meinen komischen Gedanken ├╝ber Gerechtigkeit und Respekt? Ich konnte nur B├╝cher und schlaue S├Ątze anbieten. Wertloses Inventar eines anderen Spiels. Ja, gewiss, manchmal, wenn die Tage hineinbrachen, wie von Zeus geschleuderte Blitze, wenn alles zu versinken schien, das Gl├╝ck euch verlie├č und euer Wunsch nach Rettung eure H├Ąnde nach mir strecken lie├č, dann... dann lie├čen wir uns nicht mehr los und malten uns eine gemeinsame Zukunft aus. Wie oft gerettet, aus dem Dreck herausgezogen, aus diesem Morast falscher Gef├╝hle, den euch andere zuteilten, wie oft die einzigen lieben S├Ątze eines Tages f├╝r euch ausgesprochen, f├╝r euch erfunden. Heute, liebe Freundinnen, ist die Freundschaft der Eitelkeit gewichen.

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