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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
UTA AM MA ATU
Eingestellt am 19. 12. 2016 12:55


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Bernd
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UTA AM MA ATU
IWÜ IMI ÜWI
TOWU ÜVÜ UWOT
HUWU AWO OWA UWUH
MAMA HAHAH AMAM
ATIV ÜMÖ ÖMÜ VITA
WUMI AWO OWA IMUW
OWA WUMI IMUW AWO
ÜWO ÜVÜ ÜVÜ OWÜ
ÄTA ÖTÜ ÜTÖ ATÄ
ÖTÜ ATÄ ÄTA ÜTÖ
XAV OMO OMO VAX
VAX ÜMÜ ÜMÜ XAV
XAV OMO OMO VAX
ÖTÜ ATÄ ÄTA ÜTÖ
ÄTA ÖTÜ ÜTÖ ATÄ
ÜWO ÜVÜ ÜVÜ OWÜ
OWA WUMI IMUW AWO
WUMI AWO OWA IMUW
ATIV ÜMÖ ÖMÜ VITA
MAMA HAHAH AMAM
HUWU AWO OWA UWUH
TOWU ÜVÜ UWOT
IWÜ IMI ÜWI
UTA AM MA ATU

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Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Version vom 19. 12. 2016 12:55

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Bernd
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Das kleine h ist ein Symmetriebruch. Ein Tippfehler.
Ansonsten ist das Gedicht sehr symmetrisch.
Es ist ein reines Lautgedicht.

Vielleicht erschließt sich aber anderen mehr.


Danke für den Hinweis.

Falsche Version:

UTA AM MA ATU
IWÜ IMI ÜWI
TOWU ÜVÜ UWOT
HUWU AWO OWA UWUH
MAMA HAHAh AMAM
ATIV ÜMÖ ÖMÜ VITA
WUMI AWO OWA IMUW
OWA WUMI IMUW AWO
ÜWO ÜVÜ ÜVÜ OWÜ
ÄTA ÖTÜ ÜTÖ ATÄ
ÖTÜ ATÄ ÄTA ÜTÖ
XAV OMO OMO VAX
VAX ÜMÜ ÜMÜ XAV
XAV OMO OMO VAX
ÖTÜ ATÄ ÄTA ÜTÖ
ÄTA ÖTÜ ÜTÖ ATÄ
ÜWO ÜVÜ ÜVÜ OWÜ
OWA WUMI IMUW AWO
WUMI AWO OWA IMUW
ATIV ÜMÖ ÖMÜ VITA
MAMA HAHAH AMAM
HUWU AWO OWA UWUH
TOWU ÜVÜ UWOT
IWÜ IMI ÜWI
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Ich habe es korrigiert.
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Bernd
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Du hast den richtigen Ansatz, Andreas.
Man nennt es Palindrom

Jeder Vers ist ein Palindrom. Zusätzlich ist das Gesamtgedicht ein Palindrom, aber gleichzeitig ein Verspalindrom.


Es gibt noch weitere Symmetrien.
Zum Beispiel ist jeder Buchstabe spiegelsymmetrisch, wodurch das Gedicht nicht nur Palindrom, sondern auch spiegelsymmetrisch wird.

Weiterhin ist es symmetrisch gegen Verdrehung um 180 Grad + Spiegelung um die Querachse.

Nicht symmetrisch ist es gegen einfache Spiegelung um die Querachse oder gegen Drehen um 180 Grad ohne Spiegelung.

Die Wörter bestehen jeweils aus Konsonanten und Vokalen.
Verborgen ist "Towu" (ein Kofferwort von "Tohuwabohu"). Das ist bestimmt aufgefallen. Es bedeutet nach Luther „wüst und leer“ Hier klicken

Es sind noch mehr Wörter drin, aber nicht alle sind in Deutsch sinnvoll. Es entsteht ein streng geordnetes Wirrwarr.

Das ganze Gedicht ist natürlich sehr gesellschaftskritisch.

Aufsagen kann man es einzeln oder mit mehreren Personen, ähnlich einem Kanon.

Dabei beginnt eine Person vorn zu lesen, die andere hinten.
Auch lautstarkes Lachen ist enthalten.

Nicht zuletzt die Vita.

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Mondnein
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Ü

Statisch, absolut statisch. Zumindest auf den ersten Blick.
Das heißt: Es ist ein räumliches, weniger ein zeitliches Gebilde. Wäre es primär zeitlich, wie ein Lied, dessen Verse melodisch abrollen, um ihren Inhalt zu entfalten, hätte es nicht die palindromischen Symmetrien.
Die permanente Großschreibung hält alle Buchstaben auf dem gleichem Niveau der absoluten Gegebenheit, der Nichtzeitlichkeit, der Links-Rechts-Gleichgültigkeit.

Aber es ist lesbar, sogar leicht lesbar, damit wird es zeitlich, differenziert die Konsonantenstellen und Vokalstrecken voneinander, hat Anfänge, Verläufe, Enden, Echos, setzt den offenen Enden die Stopper der Explosivlaute entgegen.

Die meisten Worteinheiten (aber sind es Wörter?) sind zunächst offen oder ohne Konsonantenhäufungen, in der Spiegelung fangen sie dementsprechend mit Vokalen an und enden auf einfache Konsonanten. Klanglich gesehen wirken diese "Worteinheiten" abstrakt, zweidimensional-flach, fast maschinenhaft, nicht so fleischern wie die Konsonantenhürden konkreter Sprachen. Nun gibt es ja viele Sprachen, die (fast) nur offene Silben bzw. Nasal-Enden haben wie Italienisch, Japanisch, Chinesisch, und die älteren Phasen etwa der sinotibetischen, wo die Silben auf einfachen Konsonanten enden können (Thai, Tibetisch), aber das hier wirkt monotoner.
Diese "flachen", offenen oder monokonsonantisch endenden Silben wirken vor allem durch die Wiederholungsreihen kindlich-onomatopoetisch, wie bei "Auto"="TÜTÜ".

Sehr viele Umlaute, wie in mongolischen und Turksprachen, und natürlich im Deutschen (weshalb die Engländer uns als "the Huns" titulieren, vielleicht auch in Anspielung an den in früheren Zeiten häufigsten Vornamen der Deutschen). Ein Engländer (trotz der Einsilbigkeit des Englischen) oder ein Spanier (trotz der überwiegend offenen Silben des Spanischen) hätte gewiß andere Silben verzettelt.


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sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Bernd
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Ja. Es soll ja in Deutsch auch klingen, wenn man es liest.

Danke für die ausführliche Analyse und Rezension.

Im statischen Bereich ähnelt es einer Schachfigur, dem Turm.

Wenn man auch Oben-unten-Spiegelsymmetrie erreichen möchte, wird der "Wortschatz" wesentlich eingeschränkt.

I, O, H, X

Unter Verzicht auf zeilenweise Spiegelsymmetrie sind es:

I, O, H, K, B, C, X

Bei Rotationssymmetrie:

I, O, H, S, Z, N
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Mondnein
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Vajra

Dein Gedicht ist eher ein Vajra als ein Turm,

siehe: Hier klicken


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