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Leselupe.de > Gereimtes
Über den Berg gehen
Eingestellt am 30. 10. 2004 17:01


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Vera-Lena
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Über den Berg gehen

Nein, Wiesen lächeln nicht
und Gänseblümchen verschenken
keine Küsse.

Es grünt so fort unter dem
nieselnden Regen.
Der Dompfaff lockt
sein Weibchen
hin zu roten Beeren.
Der Maulwurf offeriert
seine neue Tagesadresse.

Das Herbstbunt zieht den Berg
hinauf.
Und droben?
Ein Winken, ein Rufen, ein Sehnen......
aber nein.
Hinter dem Berge vielleicht.....









__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Klopfstock
Guest
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Liebe Vera-Lena,
gut umschrieben hast Du dieses Stagnieren in einer Beziehung.Es ist kein Frühling mehr, aber es grünt immer noch beharrlich,wenn auch nicht mehr so frisch, so strahlend, so jung. Der Herbst (der Verfall, das Ende) baut sich wie ein Berg auf. Man muß hinauf und drüber hinweg - und man weiß, daß nicht oben auf dem Gipfel einen etwas erwartet, nein hinter dem Berg.....hinter dem Berg, dort gibt es vielleicht einen neuen Anfang.....einen neuen Frühling......

Oder auch anders - den Berg des Lebens übersteigend,
erwartet uns vielleicht eine neues, ein anderes Leben.

Wie auch immer - ein gutes und vielschichtiges Gedicht!!!

Einen schönen und besinnlichen Sonntag
und ganz liebe Grüße
Irene

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Vera-Lena
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Liebe Irene,

danke für Deine Antwort und Deine Interpretationen!

Ja, der Text lässt sich sicher weiträumig auslegen.

Ich hatte es mir so gedacht: Wenn es um das Lieben und Geliebt werden geht, dann sollte niemand an den Punkt kommen und sagen:"Nun habe ich doch alles gegeben, jetzt ist Schluss". Nein, oft ist es doch so, wenn man an den Gipfel seiner Anstrengungen gekommen ist, sagt man sich vielleicht"das lohnt sich nicht", aber wenn man dann ganz unangestrengt noch ein wenig weitergeht und die Hoffnung nicht aufgibt, trifft man plötzlich auf das Ersehnte.

Und alles, was ständig um einen herum geschieht, könnte einen doch auch zum Aufbruch ermuntern, der Dompfaff kümmert sich um sein Weibchen, der Maulwurf wühlt unermüdlich das Erdreich um,das Blattwerk wechselt seine Farben...na, da sollte man nicht warten, dass einem die Küsse von den Gänseblümchen kredenzt werden.

Aber Deine Auslegungen gefallen mir auch sehr gut, sowohl die diesseitige, als auch die das Jenseits betreffende.

(Hast Du schon das Klabund-Gedicht in der Plauderecke gefunden?)

Auch Dir einen schönen Sonntag und morgigen Feiertag!
Ganz liebe Grüße von Vera-Lena
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Klopfstock
Guest
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Gefällt mir, liebe Vera-Lena, was Du schreibst.
Es ist eben ein gutes Gedicht und man kann es auf
verschiedene Weise lesen

Nochmals
einen lieben Gruß
Irene

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huwawa
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Hallo Vera

Der Klick auf einen Beitrag in der LL hat ja auch etwas mit Neugier und Erwartung zu tun, was man dahinter findet.
Und was finde ich:

"Der Maulwurf offeriert
seine neue Tagesadresse."

Dafür allein hat sich der Klick gelohnt!

viele liebe Grüsse
huwawa



__________________
manchmal sind die anderen klüger als man(n) selbst...denkt

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Vera-Lena
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Hallo, huwawa,

ich vermute mal, Du hattest auch schon mal einen solchen. Dann weißt Du ja wie das ist. Ich finde es nur schade, dass er immer unsichtbar bleibt. Seinen Kopf steckt er immer nur in Bilderbüchern aus dem Maulwurfshügel. Wie meiner heißt, weiß ich nicht, aber ich habe ihm zwei Kinder andedichtet, die heißen: also der Junge "Samti" und das Mädchen "Seidi".
Möchtest Du Samti heißen, sicher nicht, aber Du bist ja auch kein Maulwurf.

Freut mich, dass Du hereingeschaut hast, und dass Du ein bisschen Spaß hattest.

Liebe Grüße von Vera-Lena


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