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Leselupe.de > Gereimtes
Über die Selbsteinschätzung angehender Dichterfürsten
Eingestellt am 18. 12. 2008 08:58


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Walther
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Über die Selbsteinschätzung angehender Dichterfürsten


Es sieht sich auf dem Dichterthron
Sogleich der junger Dichter schon.
Er denkt: Die Kritiken, ein Hohn.
Er trifft den Ton doch, jeden Ton.

Er wirft hinaus viel Wort an Wort,
Bewirft die Kunst bis zum Abort,
Schmeißt manchen Vers dabei weit fort
Und meint, er sei der Lyrik Hort.

Er kennt den Reim nicht, keinen Takt,
Es holpert wie im Katarakt,
Das Stolpern ist für ihn kein Akt,
Der freie Vers hat ihn gepackt.

Den Sinn verbirgt er meisterhaft,
Weil er recht gern Verwirrung schafft.
Und wenn man, was er schreibt, nicht rafft,
Dann fehlt es nur an Geistskraft.

Dem Dichter, der an sich fest glaubt,
Dass es total den Atem raubt,
Gefällt’s, was er zusammenschraubt:
Es ist die Zukunft. Überhaupt

Hat keiner doch wie er Talent
Und die Moderne längst verpennt.
Er ist der Stern am Firmament:
Welch Pech, dass man ihn so verkennt!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 18. 12. 2008 08:58
Version vom 18. 12. 2008 16:50

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