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Leselupe.de > Kurzprosa
Über einen Frauenhasser
Eingestellt am 16. 07. 2006 20:44


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heike von glockenklang
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Über einen Frauenhasser

Dialog

maxl: Hallo Hanna, schön die endlich wieder mal zu treffen.

ha: Danke Maxl, ich empfinde auch so. Geht’s dir gut?

maxl: Klar doch, du weißt schlechten Menschen geht es immer gut.
Hey, aber sag, was machst du so zur Zeit? Schreibst du noch?

ha: Oh ja, ich schreibe gerade an einer neuen Geschichte. Es geht um eine besondere Art von Mensch, nämlich um einen Mann, der selbst nicht ahnt dass er ein einen Frauenhasser ist.

maxl: Oh, Scheiße! Voll aus dem Leben... Wie kommst du den darauf...?

ha: Verrate ich nicht.

maxl: Haha, komm gib’ s ruhig zu..., hast Selbsterfahrung gemacht?

ha: Ph, was gibt es denn da zu lachen? so komisch finde ich das auch nun wieder nicht.
Außerdem ist es schon sehr lange her und ich beobachte seinen Werdegang weiter.

maxl: Aha, daher weht der Wind, du liebst ihn immer noch.

ha: Maxl, jetzt sei nicht so doof, ich sagte doch es ist schon Ewigkeiten her das wir ein Paar waren und damals war er noch nicht so... beziehungsweise ...wusste ich nicht was ich heute weiß. Ich gebe zu, auch ich war damals sehr verliebt, wir hatten zu Anfang eine sehr schöne innige Zeit. Er beteuerte mir immer wieder das ich nach vielen Jahren die erste feste Freundin für ihn war.

ha: Er hat so ein gewisses Etwas drauf, so das sich ein bestimmter Frauentyp in ihn verliebt. Er kommt sehr zärtlich, beinahe schüchtern angepirscht, regelrecht auf samtenen Pfoten. Oder noch besser noch, prägnanter für ihn scheint, wenn er so tut, als lasse er sich erobern.

maxl: Und er lässt sie fallen wie eine gepellte Kartoffel die ihm nicht mehr schmeckt und dann hebt er sie wieder auf, wenn er sich einsam fühlt!

ha: Ja, du hast recht, Maxl. Er tut gern so als sei das Opfer ihrer Wahl. Die Nana’s mögen ihn, sind ihm irgendwann ergeben, und er? Genau in diesem Moment stößt der Typ die total Verliebten vor den Kopf. Er spielt mit ihnen Katz und Maus.

maxl: Er macht sich sie hörig und wirft sie auf den Müll?
ha: Ja, stimmt, aber ich würde es nicht ganz so hart ausdrücken. Die Bräute lieben ihn sehr, weil er ihnen zunächst gibt wonach sie sich sehnen... viel, viel Zärtlichkeit, Verständnis und jungenhaften Charme, alles in allem zusätzlich gut verpackt mit einer sehr sozialen Komponente.

maxl: Sag, ist er rhetorisch sehr begabt, hat für fasst alles Verständnis und für sein Verhalten immer eine gute Ausrede?

ha: Ja, hat er tatsächlich. Doch er demütigt die Frauen auf sehr subtile Weise und er sucht parallel zu einer bestehenden Beziehung, dazu noch weitere sexuelle Kontakte...

maxl: Immer auf der Suche nach Bestätigung. Wie leicht es einem die Frauen doch machen.

ha: Ja, Maxl, ja, ich staune sehr über dein Wissen und Verständnis, woher nur.... Nun gut, aber hör bitte noch weiter zu.
Also er bedient sich mit der Liebe und Hingabe jener Frauen, ist in seiner Auswahl nicht mal sehr wählerisch. Er nimmt was sich ihm bietet, Sein Wesen ist das eines kleinen Jungen dem man auch wegen seiner Unartigkeit einfach nicht böse sein kann.

maxl: Oha, das kommt mir bekannt vor.

ha: Maxl, trotzdem er ist bis zu den Haarspitzen voller Mordswut.... Seit seiner Kindheit schleppt er ein böses Trauma mit sich welches...Aber... Maxl, sag doch mal endlich woher dir all das so bekannt ist? Ich komme aus dem Staunen nicht heraus.

maxl: Das tut doch jetzt nichts zur Sache, Hanna... Hauptsache ich konnte dir helfen.
Außerdem muss ich mich sowieso jetzt beeilen, meine Frau wartet mit dem Essen und nachher hab ich mit meiner Lieblingsfreundin ein klärendes Gespräch zu führen. Sooo kann’s auf jeden Fall nicht weiter gehen.

ha: Maxl?????

maxl: Also Hanna, mach’s gut. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Story und überhaupt bei allem was du tust.
Du weißt ja, wenn’s in der Liebe mal nicht läuft... ich bin dir in gern zu Diensten. Tschau babe.

ha: Maxl?????................................Tschauuuuuu!

H.keuper-g
4.07.06


__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kühle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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Melusine
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Hoppla Heike, was ist dir da literarisch über die Leber gelaufen? Ein beinahe treffendes Portrait, wenn es nicht so klischeehaft wäre.

LG Mel

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heike von glockenklang
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liebe melusine,

beim stöbern und aufräumen meines laps, der mir seit einiger zeit probleme bereitet, stolperte ich über ein kopiertes chatgespräch mit einem bekannten.
dies habe ich etwas ausgearbeitet, denn wenn es auch klischeehaft wirkt, es entspricht bitteren realen erfahrungen und beobachtungen.
also ist mir nicht wirklich was über die leber gelaufen...versuchte dem ganzen einen kick zu geben in dem ich andeutete das mein chatpartner im grunde nicht anders handelt...
danke, für deinen kom. weiß aber nun immer noch nicht wie du die verarbeitung des themas einschätzt...

lieben gruß heike
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H Keuper-g /13.07.06

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Melusine
Guest
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Ach so.
Na ja, die Aufarbeitung des Themas finde ich nicht so ganz geglückt. Die Dialogform wirkt für mich aufgesetzt. "Maxl" ist keine glaubwürdige Figur. Es läuft doch letztlich darauf hinaus (zumindest verstand ich es so), dass Maxl deshalb versteht was Hanna meint, weil er selber so ist wie die beschriebene Person. Die Selbsterkenntnis mag er ja haben, aber er würde es schwerlich so ausdrücken. Es wirkt auf mich wie eine Art Selbstgespräch, das künstlich in einen Dialog zwischen zwei Personen verpackt wurde.

Dann auch: Wenn du schon das Klischee des Frauenverstehers, der in Wahrheit ein "Frauenhasser" ist, bemühst, solltest du auch das Pendant dazu herausarbeiten, nämlich den Frauentypus, der ständig auf solche Männer hereinfällt.

Im Übrigen halte ich deine Darstellung deshalb für klischeehaft, weil sie meiner Meinung nach schlicht zu kurz greift. Aus augenblicklicher Verletztheit heraus ist ein solch einseitiges Bild einer Person verständlich. Aber dann würde ich an deiner Stelle eine konkrete Situation schildern. Die darf dann ruhig einseitig aus der Perspektive der Frau geschildert sein, die in ihren Gefühlen verletzt ist.
So, wie dein Text da steht, wirkt das auf mich wie eine laienpsycholologische Charakterstudie, die moralisch wertet und verurteilt. Das gefällt mir nicht und hat meines Erachtens nichts mit Literatur zu tun.

Bitte verstehe mich nicht falsch: Ich beurteile keineswesgs deine emotionale Situation oder Sicht der Dinge (es scheint sich ja letztlich um persönliche Betroffenheit zu handeln), sondern die literarische Aufarbeitung.

Oh, und - entschuldige bitte meinen knappen Erstkommentar. Halte es der späten Stunde zu gute, ich war schon zu müde, um mehr zu schreiben.

Liebe Grüße
Mel

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heike von glockenklang
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hallo mel.,

vielen dank für deinen extra langen kommentar.
damit kann ich eine menge anfangen. war selbst noch insicher ob der text so wie er ist ausreicht. werde mir nochmal gedanken machen. im übrigen lief der dialog annähernd so...
bis auf den schluß...und meine verletztheit...
das liegt schon sehr lang hinter mir.

schlaf gut.

heike
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H Keuper-g /13.07.06

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Melusine
Guest
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Liebe Heike,
das kann ich gut verstehen. Mir ging es auch schon so: Da schildert man eine reale Situation und jemand sagt: Das klingt unecht. Oft sind es gerade die "Originalzitate", die am Unechtesten wirken. Keine Ahnung warum das so ist; anscheinend eignet sich das Leben nicht dafür, eins zu eins in literarische Form übertragen zu werden.

Eine Schwäche, die der Text glaube ich hat, ist: Sowas ist ja auch in der Realität wirklich mehr ein Monolog als ein Dialog. Man schüttet jemandem sein Herz aus und der stellt halt Zwischenfragen oder macht Bemerkungen dazu. Im literarischen Text wirkt dann die Dialogform einfach eher unmotiviert und aufgesetzt.
Bitte fasse das jetzt nicht als angemaßte Expertenmeinung auf, selbstverständlich ist das nur mein persönlicher Eindruck.

Was mir mal eben so einfiel: Irgendwie scheint mir, dass "Maxl" als Frau glaubwürdiger wäre. Also ich meine jetzt einfach: Hanna unterhält sich mit einer Frau und die versteht sie überraschender Weise, weil sie wohl selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Als "Kick" könntest du evtl. andeuten, dass die beiden Frauen möglicherweise über denselben Mann reden, ohne dass es ihnen bewusst wäre. Nur mal so eine Idee.

Oh, und... die Verletztheit klingt schon durch, aber durch den Rahmen - "Ich schreibe gerade an einer Geschichte über so jemanden" - wirkt es für mich dann zu distanziert, nicht unmittelbar emotional, sogar fast ein wenig nach "erhobenem Zeigefinger" (nicht böse sein, bitte).

Liebe Grüße
Mel

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heike von glockenklang
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liebe mel,

erst mal vielen dank das du dich zu so ausgiebigen kommentaren hinreisen lässt. ich bin über ehrliche und nicht verletztende kritik keineswegs böse. um diese zu bekommen, dazu sind wir doch hier zusammengekommen. lob bekommen wir vonunseren freunden und verwandten, die sich nicht so sehr mit den texten auseinander setzten. die distanzierung im text ist wirklichgegeben weil die prot. dem maxl ja gerade erzählt das sie an einer geschichte mit eben diesem hintergrund arbeitet. ich könnte das ganze wohl noch ein wenig feilen... aber es wird eben diese mehr erzählerische note haben. die story dazu ist bereits veröffentlicht und soll noch mehrere teile bekommen. wenndu sie lesen möchtest werde ichdir den titel gern mitteilen. es geht da eher um biograhische hintergründe nicht ums abrechnen von verletzten gefühlen. bin gespannt auf deine story...
lieben gruß heike
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H Keuper-g /13.07.06

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