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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Überaus erzürnt
Eingestellt am 23. 05. 2004 13:23


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Vera-Lena
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Überaus erzürnt

Du warst mir in Allem über,
nie ließest du mich vor.
Jetzt ist Alles vorüber,
zwischen uns ein verschlossenes Tor.


---------------------------------------------------




Und grab dich bloß
nicht darunter
auf meine
Seite zurück,
wenn doch
bleibst in
Allem du
Unter-,
unterlegen



ein erdtiefes
Stück.






__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
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Liebe Vera-Lena!

Das ist ein gelungenes Stück von Dir mit soviel Symbolgehalt!

Wenn Wasser auf die Erde giesst,
als dicker, breiter Strom bald fliesst
und alles mitreisst, was nicht fest,
was bleibt denn da noch für ein Rest
für Wärme und für Zärtlichkeit?
Für innige Geborgenheit?

Wenn diese Sintflut endlich müd
vibriert zu einem Trauerlied,
die letzten Tropfen leis verklingen
und keine Saite mehr will schwingen,
dann ist die Liebe weggeschwemmt,
so dass man sich bald nicht mehr kennt ...


Ich wünsche Dir einen schönen Wochenbeginn!
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufblühen <§§§

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Hintergrundgeschichte

Liebe Schakim,

danke für Deine Antwort und Deine Verse, die meinem Textlein gleich eine ganze Hintergrundgeschichte geliefert haben.

Ich selbst sehe das nicht so dramatisch. Für mich klingt das trotz der zugeworfenen Tür gerade wegen dieser übertriebenen Drohungen wie ein Wutausbruch, der wahrscheinlich schnell verrauchen wird. Du weißt ja, Hunde, die bellen, beißen nicht.
Um Rivalitäten geht es hier, um eine gekränkte Seele, die dauernd die zweite Geige spielen muss, obgleich sie sich wahrscheinlich für die Begabtere hält. Sowas enthält auf Dauer gesehen viel Zündstoff und die geschlossene Tür ist vielleicht wirklich eine Lösung. Das Problem muss sehr tief sitzen, wenn die verletzte Seele keine Ruhe findet und sich grausig davor ängstigt, dass der Andere einen Weg finden könnte, die Absperrung zu überwinden, und sei es unter der Erde hindurch. Muss wirklich schlimm sein das Ganze.
Aber für mich hat es eben auch diesen Aspekt der Übertreibung, und ich denke diese Wut hat ein wenig Luft gemacht, und die gute Seele wird sich wieder für einige Zeit mit der zweiten Stelle zufrieden geben.

Es gibt viele solche Menschen, denn es gibt ja nur wenige erste Plätze, aber ganz viele darauffolgende. Das Problem ist so bekannt, dass man auch vom "Ewigen Zweiten" spricht.

Liebe Schakim, auch Dir einen schönen Wochenanfang!
Liebe Grüße von Vera-Lena
__________________
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