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Leselupe.de > Anonymus
Überdruss
Eingestellt am 17. 01. 2006 14:34


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Irgendwann reißt mich die kunstvollste

Gegenwartslyrik

in all ihrer schillernd-leuchtenden Fülle unerhörter Metaphern,
in der göttlichen Größe ihrer Ahnungen,
in der unendlichen Kraft und Zahl ihrer Assoziationen,
in der unergründlichen Tiefe ihres Fühlens und Leidens

nicht mehr vom Hocker,
sondern

in die Depression.

Dann liege ICH unterm Tisch und leide.

Dann

brauch‘ ich einen kruden Sang,
dann brauch ich derben Vers.
Schönheit ist ewig, Zeit oft lang.
Zuviel vom Schönen scheint – pervers.


Zum Glück habe ich meine Medizin immer
in der Nähe. Im Bücherregal oder im Kopf.
Nach dem Lesen oder Sprechen von
paar bösen, gemeinen oder vulgären Zeilen
gehts mir besser: Ich bin wieder fähig für die höhere Kunst.
Als Medizin zur Rückkehr in die hehren Bezirke
anerkannter Gegenwartslyrik
empfehle ich besonders:
H. (den späten), B. (den frühen),
C., den vergessenen.

PS.: Nehme gerne Vorschläge für weitere Medizin an!







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ENachtigall
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???

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hallo Anonymus,

an diesem Text stören mich die Verallgemeinerung und der Sarkasmus.
Mein medizinischer Vorschlag lautet: schreib doch selbst, was Dir gefällt - von mir aus auch Texte wie diesen.

Gruß

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo Nachtigall,

im Prinzip hast du Recht und Unrecht zugleich. Verallgemeinerungen bergen in sich grundsätzlich unsaubere oder unberechtigte Urteile gegen einen mehr oder minder großen Teil der "Zensurobjekte", in diesem Fall also der Werke moderner Lyrik. Diese kann man nicht alle in eine Schublade stecken und mit einem Zettel versehen, auf dem Worte stehen wie etwa: unverständlich, unklar, verschwurbelt, wirklichkeitsfremd, apokryphisch, verklärt...
Andererseits scheint mir, dass man eine gewisse Haupttendenz schon erkennt. Auf diese zielt mein sicher provokativer Text.

Liebe Grüße

A.

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